Felix Flavour - Clicking Classics

Cagri
Cover:


Release-Date:
November 2008

Label:
Def Low Records / Eigenvertrieb

Wertung: (3 Mics von 5)


Tracklist:
01. Felix Flavour - Awakening (Intro)
02. Def Low - Was Du Tust - (feat. Sonic MC & Salma)
03. Mayhem - All I Wanna Do
04. Sonic MC - Easy
05. Bushbayer - Bun Corruption - (feat. Muddystar)
06. Kritikal - The KRT
07. Sonic MC - Komm Mit Mir - (feat. Benito)
08. Def Low - Ich Wär Gern
09. Kritikal - Obsessed
10. M-Dot - Tonight - (feat. Sonic MC)
11. Nitschy - Run Away
12. Def Low - Traurige Geschichte
13. Tusho - Vertraglich Gesehen - (feat. Thuy-Vi)
14. Def Low - No Stoppin'
15. Felix Flavour - Nerveless (Outro)

Review:
„Clicking Classics“ heißt das vorliegende Producer Album von Felix Flavour, der mit Jayjay the kid als Gründer von Def Low Records gilt. Sagt einem im ersten Moment natürlich nicht viel. Das Album kommt auch recht einfach gehalten daher, da die CD in einem Maxi-Slimcase behütet wird und wahrscheinlich positiv für den Hörer ausfallen sollte – für 6,90€ (bestellbar auf: www.deflowrecords.de) kann man nicht meckern, da man für gewöhnlich nicht mal ein Mixtape für diesen Preis bekommt.

Besser als die meisten Mixtapes ist „Clicking Classics“ aber trotzdessen und zeigt die abwechslungsreiche Ader des Felix Flavours. Das Album zeugt von einer 15 Song starken Länge und ist komplett von Felix Flavour produziert, gemischt, gemastert und komponiert worden. Auf diesen 15 Tracks treffen sich zwei Sprachen, verschiedene Styles, die neben normalem Rap, Hardcore Hip Hop von der Ostküste („The KRT“), Reggae Joints („Bun Corruption“) und auch Techno-lastige („No Stoppin‘“) Musik beherbergen. Letztere ist eher dünn produziert und kriegt ihren Groove nicht wirklich aus den Bässen gestemmt. Im Vergleich dazu steht das anfängliche „Was Du Tust“ viel besser da – Gitarreneinsatz, schöne Gesangshook und sinnvolle Lyrics. Weitere Elemente wie Streicher („Run Away“) und Pianos („Vertraglich Gesehen“) sind natürlich auch dabei. Treibende Instrumentale sind ebenfalls kein Fremdwort und so wird Sonic MC über den „Easy“ Beat gejagt, der ganz locker mit seinem Flow hantiert und eines der Highlights der „Clicking Classics“ abliefert. Weitere Gastauftritte kommen eher selten an die Leistungen von Sonic MC oder Kritikal ran, die die beiden besten Rapper auf der Platte bleiben und mit ihren Beiträgen die klaren Höhepunkte markieren. Natürlich sind die anderen nicht wirklich schlecht, können aber beispielsweise im Falle Def Lows wenig mit einem ausgefeiltem Flow glänzen.

„Clicking Classics“ ist eine ordentliche Scheibe geworden, die mit einigen guten, einigen durchschnittlichen Produktionen aufglänzen kann. Felix Flavour ist hier eindeutig der leitende Regisseur, der mit Sonic MC und Kritikal seine zwei tragenden Schauspieler gefunden hat. Mit der Rollenvergabe können die beiden auch richtig hantieren und zeigen ihr Können. Die restliche Fraktion an Nebendarstellern zeigt sich von der Leistung her aber eher recht durchschnittlich. Insgesamt wirkt das Werk recht in Ordnung, kann auch Höhepunkte vorweisen, aber flächendeckend eine überdurchschnittliche Leistung, die im Guten ausartet? Noch nicht wirklich.