Rhyme Asylum - State of Lunacy

Cagri
Cover:


Release-Date:
16. Juni 2008

Label:
Rekabet Records

Bestellen:
Rhyme Asylum Myspace


Wertung: (4.5 Mics von 5)


Tracklist:
01. Explorers Of The Minds (Intro)
02. Ground Zero
03. Straight Jacket Part I - (feat. Reain)
04. The Awakening (Skit)
05. Lost
06. Multiplicity
07. Smoke Screens and Pipe Dreams
08. Unreasonable - (feat. Diabolic)
09. Poison Penmanship
10. Test Of Faith
11. Stark Raving Genius
12. Attitude Problem - (feat. Copywrite)
13. Straight Jacket Part II - (feat. Reain)
14. Holding On
15. Shadow People (Skit)
16. Iller Instinct

Bonustrack:
17. Multiplicity (Remix)

Review:
Ehemals mit fünf Mitgliedern unterwegs sind Rhyme Asylum mittlerweile nur noch zu viert und überraschen im internationalen Geschehen mit UK-unüblichem Rap. Ihr Debütalbum „State of Lunacy“ erscheint über das britische Label Rekabet Records und präsentiert 17 Songs mit namhaften Gästen und ein eindrucksvoll gestaltetes Artwork.

Schaut man heutzutage in die britische Hip Hop Szene, wird einem eher langweilig und wendet sich doch der spannenderen Grime Szene hin, die wenigstens gute MC in greifbarer Nähe bietet. Mit Rhyme Asylums Album ändert sich dies schlagartig, denn „State of Lunacy“ ist ein dunkles, atmosphärisches und aggressives Album, das sich im Wesentlichen mit aktuellem Hip Hop aus dem Hause UK unterscheidet. „State of Lunacy“ verzichtet auf Oberflächlichkeit, setzt im gleichen Zug auf lyrische Finessen, kryptische Aussagen mit etlichen metaphorischen Feinzügen und intelligente Punchlines, die den Weg für Rhyme Asylums innovativen UK-Rap frei machen. Des Weiteren zeugen nicht nur Leatherfaces erstklassig rohe Produktionen vom Talent dieser Gruppe, sondern auch Psiklone, Possessed und Skirmish, die Herren am Mic, machen eine extrem gute Figur. Ebenfalls bedarf es keiner Widerrede, wenn man die Gäste Copywrite, Reain und Diabolic als wirklich adäquate Zusätze für ein einzigartiges Werk einbezieht.

“And I ice pick my brain for rhymes / My frame of mind turns food for thought into migraines of rice”

Der Vergleich mit Non Phixion ist nicht wirklich überdrüssig, denn die vier Herren bringen 2008 feinsten Hardcore Hip Hop auf den Markt, der weitaus mehr als nur britische Rapliebhaber erstaunen vermag. Orchestrale Instrumentalisierungen, Voice-Samples, die an Stoupsche Produktionen erinnern und drückend harte Drumlines sind Aspekte, die für die Produktionen aus dem Hause Leatherface sprechen und die überragende Gruppierung komplettieren. Einzigartig ist „State of Lunacy“ definitiv und dürfte hohe Erwartungen an Rhyme Asylums künftige Werke stellen, die sich als wahrer Diamant aus dem britischen Hip Hop Geschehen herauskristallisieren.