Predator
Cover:

Release-Date:
15. Mai 2009
Label:
Aftermath Entertainment / Shady Records / Interscope Records / Universal
Single:
We Made You
Bestellen:
Amazon.de (CD)
HHV.de (CD)
Wertung: (4 Mics von 5)




Tracklist:
01. Dr. West (Skit)
02. 3 A.M.
03. My Mom
04. Insane
05. Bagpipes from Baghdad
06. Hello
07. Tonya (Skit)
08. Same Song & Dance
09. We Made You
10. Medicine Ball
11. Paul (Skit)
12. Stay Wide Awake
13. Old Time's Sake - (feat. Dr. Dre)
14. Must Be the Ganja
15. Mr. Mathers (Skit)
16. Déjà Vu
17. Beautiful
18. Crack a Bottle - (feat. 50 Cent & Dr. Dre)
19. Steve Berman (Skit)
20. Underground
Review:
Seit knapp vier Jahren weilte Slim Shady nicht mehr unter uns, denn Vorfälle wie der Tod seines nahestehenden Freunds Proof, die Drogensucht und Probleme mit seiner Mutter hielten ihn immer wieder von der Musik ab. Studiosessions gingen ohne brauchbares Material aus und so war es für Eminem die einzige Konsequenz, das Drogen- und Pillenproblem zu bekämpfen. Seitdem lässt er keine Pillen mehr an sich ran und nahm in den folgenden Monaten sogar soviel Material auf, dass er zwei Alben füllen konnte – der erste Teil von Relapse ist seit dem 15. Mai in Deutschland erhältlich und der zweite soll noch im späteren Verlauf 2009 erscheinen.
Der erste Hördurchgang vermittelt eine ungewohnte Situation – Eminem rappt größtenteils mit verstellter Akzentstimme, die das Material befremdlich wirken lässt. Jedoch gehört dies wohl zu der groß gesponnen Geschichte, die Eminem mit den Relapse Teilen aufbauen möchte. Das erste Relapse wird Shady gewidmet, das zweite wohl Eminem. Eine Indiz dafür ist der letzte Song „Underground“, wo Eminem wieder mit gewohnter Stimme aufläuft und dabei sich selber wieder ankündigt. Dies zumindest zu irgendwelchen Theorien, die das Album noch spannender machen.
Am Album selber gibt es relativ wenig zu meckern – Eminem ist wieder auf sehr hohem Niveau, spittet mühelos seine Mehrfachreime, wie man es von ihm gewohnt ist und sonst wirkt er auch sehr ausgetauscht im Vergleich zum letzten Album Encore. Seine Geschichten werden teilweise in alter Slim Shady Manier aufbereitet, Frauen gejagt, Menschen zerhackt und so weiter. Seiner Drogensucht und seiner Mutter beschert er mit „My Mom“ selbstverständlich auch einen Song. Weitere Themen sind natürlich etliche Promis, die ihr Fett wegkriegen. Das beste Beispiel wäre wohl „Bagpipes From Baghdad“, wo Mariah Carey und ihr Geliebter Nick Cannon einen ganzen Song gewidmet bekommen – untermalt von einer kreativen Dudelsackmelodie und stimmigem Drumset. Weitere Highlights wie „Stay Wide Awake“ und „Same Song & Dance“ liefern gewohnt Slim Shady Kost:
Aber Eminem behandelt auch seine schwierigen Lebensphasen – „Déjà Vu“ und „Beautiful“ sind weitere Höhepunkte, insbesondere weil er bei „Beautiful“ selbst produziert hat. Dort erklingt nämlich ein wunderschönes Sample von Paul Rodgers und Brian May, das die persönlichen Zeilen noch emotionaler mit Gitarrenklängen untermalt.
Die Instrumentalisierung hat gewohntermaßen Dr. Dre größtenteils übernommen. Dabei wirken die Beats nie wirklich altbacken, sondern eben wie typische Dr. Dre Beats mit markanten Drums und knalligen Basslines. Der Herr durfte bei „Relapse“ dann natürlich auch nicht am Mic fehlen und unterstützt seinen Sprössling auf „Crack A Bottle“ mit 50 Cent und ein weiteres Mal auf „Old Time’s Sake“.
„Relapse“ ist großartig geworden. Nach dem, für Eminem Verhältnisse, unterdurchschnittlichem Encore ist dieses Album eine wirklich sehr gute Steigerung. Wieder sind es die Themen und Texte, die Eminem so hervorheben. Seinen Flow und seine Reimtechnik mal ganz außen vor gelassen. Die passende musikalische Untermalung ist der letzte fehlende Schliff gewesen, die dieses Album soweit abrunden, dass man teilweise nur noch staunen kann über die immer noch vorhandene Leistungsbereitschaft, die Eminem hier präsentiert. Extrem schade ist es aber auch, dass die iTunes exklusiven Songs "My Darling" und "Careful What You Wish For" nicht auf dem Silberling gelandet sind, denn diese beiden Songs würden problemlos in die Liste der Höhepunkte dieses Albums einreihen.
Anspieltipps:
Insane
Same Song & Dance
Stay Wide Awake
Beautiful
Underground

Release-Date:
15. Mai 2009
Label:
Aftermath Entertainment / Shady Records / Interscope Records / Universal
Single:
We Made You
Bestellen:
Amazon.de (CD)
HHV.de (CD)
Wertung: (4 Mics von 5)




Tracklist:
01. Dr. West (Skit)
02. 3 A.M.
03. My Mom
04. Insane
05. Bagpipes from Baghdad
06. Hello
07. Tonya (Skit)
08. Same Song & Dance
09. We Made You
10. Medicine Ball
11. Paul (Skit)
12. Stay Wide Awake
13. Old Time's Sake - (feat. Dr. Dre)
14. Must Be the Ganja
15. Mr. Mathers (Skit)
16. Déjà Vu
17. Beautiful
18. Crack a Bottle - (feat. 50 Cent & Dr. Dre)
19. Steve Berman (Skit)
20. Underground
Review:
Seit knapp vier Jahren weilte Slim Shady nicht mehr unter uns, denn Vorfälle wie der Tod seines nahestehenden Freunds Proof, die Drogensucht und Probleme mit seiner Mutter hielten ihn immer wieder von der Musik ab. Studiosessions gingen ohne brauchbares Material aus und so war es für Eminem die einzige Konsequenz, das Drogen- und Pillenproblem zu bekämpfen. Seitdem lässt er keine Pillen mehr an sich ran und nahm in den folgenden Monaten sogar soviel Material auf, dass er zwei Alben füllen konnte – der erste Teil von Relapse ist seit dem 15. Mai in Deutschland erhältlich und der zweite soll noch im späteren Verlauf 2009 erscheinen.
Der erste Hördurchgang vermittelt eine ungewohnte Situation – Eminem rappt größtenteils mit verstellter Akzentstimme, die das Material befremdlich wirken lässt. Jedoch gehört dies wohl zu der groß gesponnen Geschichte, die Eminem mit den Relapse Teilen aufbauen möchte. Das erste Relapse wird Shady gewidmet, das zweite wohl Eminem. Eine Indiz dafür ist der letzte Song „Underground“, wo Eminem wieder mit gewohnter Stimme aufläuft und dabei sich selber wieder ankündigt. Dies zumindest zu irgendwelchen Theorien, die das Album noch spannender machen.
Am Album selber gibt es relativ wenig zu meckern – Eminem ist wieder auf sehr hohem Niveau, spittet mühelos seine Mehrfachreime, wie man es von ihm gewohnt ist und sonst wirkt er auch sehr ausgetauscht im Vergleich zum letzten Album Encore. Seine Geschichten werden teilweise in alter Slim Shady Manier aufbereitet, Frauen gejagt, Menschen zerhackt und so weiter. Seiner Drogensucht und seiner Mutter beschert er mit „My Mom“ selbstverständlich auch einen Song. Weitere Themen sind natürlich etliche Promis, die ihr Fett wegkriegen. Das beste Beispiel wäre wohl „Bagpipes From Baghdad“, wo Mariah Carey und ihr Geliebter Nick Cannon einen ganzen Song gewidmet bekommen – untermalt von einer kreativen Dudelsackmelodie und stimmigem Drumset. Weitere Highlights wie „Stay Wide Awake“ und „Same Song & Dance“ liefern gewohnt Slim Shady Kost:
„Yeah baby, do that dance – it’s the last dance you’ll ever get the chance to do/
Girl shake that ass, you ain’t never gonna break that glass, that windshields too strong for you”
Girl shake that ass, you ain’t never gonna break that glass, that windshields too strong for you”
Aber Eminem behandelt auch seine schwierigen Lebensphasen – „Déjà Vu“ und „Beautiful“ sind weitere Höhepunkte, insbesondere weil er bei „Beautiful“ selbst produziert hat. Dort erklingt nämlich ein wunderschönes Sample von Paul Rodgers und Brian May, das die persönlichen Zeilen noch emotionaler mit Gitarrenklängen untermalt.
„Nobody asked for life to deal us with these bullshit hands we’re dealt/
We gotta take these cards ourselves and flip ‘em don’t expect no help”
We gotta take these cards ourselves and flip ‘em don’t expect no help”
Die Instrumentalisierung hat gewohntermaßen Dr. Dre größtenteils übernommen. Dabei wirken die Beats nie wirklich altbacken, sondern eben wie typische Dr. Dre Beats mit markanten Drums und knalligen Basslines. Der Herr durfte bei „Relapse“ dann natürlich auch nicht am Mic fehlen und unterstützt seinen Sprössling auf „Crack A Bottle“ mit 50 Cent und ein weiteres Mal auf „Old Time’s Sake“.
„Relapse“ ist großartig geworden. Nach dem, für Eminem Verhältnisse, unterdurchschnittlichem Encore ist dieses Album eine wirklich sehr gute Steigerung. Wieder sind es die Themen und Texte, die Eminem so hervorheben. Seinen Flow und seine Reimtechnik mal ganz außen vor gelassen. Die passende musikalische Untermalung ist der letzte fehlende Schliff gewesen, die dieses Album soweit abrunden, dass man teilweise nur noch staunen kann über die immer noch vorhandene Leistungsbereitschaft, die Eminem hier präsentiert. Extrem schade ist es aber auch, dass die iTunes exklusiven Songs "My Darling" und "Careful What You Wish For" nicht auf dem Silberling gelandet sind, denn diese beiden Songs würden problemlos in die Liste der Höhepunkte dieses Albums einreihen.
Anspieltipps:
Insane
Same Song & Dance
Stay Wide Awake
Beautiful
Underground