Mike Posner - 31 Minutes To Takeoff

Keci
Cover:


Release-Date:
10. September 2010

Label:
J Records | Sony Music

Single:
Cooler Than Me
Please Don't Go

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Wertung: (3.5 Mics von 5)


Tracklist:
01. 31 Minutes To Takeoff (Intro)
02. Please Don't Go
03. Bow Chicka Wow Wow
04. Cooler Than Me
05. Déjà Vu - (feat. Boyz II Men)
06. Do U Wanna?
07. Cheated
08. Gone In September
09. Save Your Goodbye
10. Synthesizer
11. Delta 1406
12. Falling
13. XO (Bonus Track)

Review:
Mit gerade einmal 22 Jahren hat der US-Überflieger Mike Posner bereits seinen Universitäts-Abschluss in Soziologie und Wirtschaft in der Tasche. Nichts desto trotz blieb ihm anscheinend aber auch noch genügend Zeit dafür, mal nebenbei mit seiner Debüt-Single "Cooler Than Me" die US-Charts zu stürmen und mit der zweiten Auskopplung "Please Don't Go" und dem dazugehörigen Debüt-Album "31 Minutes To Takeoff" gehörig nachzulegen, um sich endgültig in die Liga der Shootingstars der R&B- und Pop-Welt zu schießen.

Für 31 Minuten nimmt der Sänger, Songwriter und Producer den Hörer mit auf eine musikalische Reise, die zwar nicht unbedingt sehr originell, dafür jedoch durchaus erfrischend klingt und durch jede Menge Synthies, viel elektronischer Einflüsse, Vocoder-gepitschten Vocals und der nötigen Ladung Kitsch bestimmt wird. Progressiv wie auf den ersten beiden Singles "Cooler Than Me" und "Please Don't Go" geht es dabei auch nicht an allen Stellen des Albums zu. Auf "Bow Chicka Wow Wow" wird beispielsweise souliger Kuschelrock dargeboten, während auf "Do U Wanna?" eine Zeitreise zurück in die 80er mit einer saftigen Prise Motown-Soul gemacht wird. Dass Mike Posner sich in den ruhigeren Momenten aber nicht unbedingt an die Musik vergangener Tage orientieren muss (was ihm aber durchaus gut gelingt), beweist er mit den Synthie-Pop-Balladen "Save Your Goodbye" und "Synthesizer", die sich schon eher an aktuelle Trends halten und schon bei Kollegen wie Mr. Hudson wunderbar funktionierten. So richtig aus sich heraus kommt Mike Posner allerdings auf der elektronisch beeinflussten und flotten Nummer "Cheated" - hier wird nicht auf kitschiger Art und Weise um den heißen Brei geredet sondern geradlinig und ohne Umwege mit der Ex abgerechnet: "I should have cheated on you."

Mit "31 Minutes To Takeoff" veröffentlicht Mike Posner ein durchaus solides Debütalbum. Doch obwohl es ihm teilweise gelungen ist, mit seiner Musik anders zu klingen als der Großteil der Konkurrenz, wurde damit das Rad nicht neu erfunden. Vor Originalität und Kreativität strotzt das Album zwar nicht, ein sauber produziertes und erfrischend klingendes Werk ist es aber allemal geworden.

Anspieltipps:
Please Don't Go
Do U Wanna?
Cheated
Save Your Goodbye
Synthesizer
texaco
würde halbes Mic weniger geben, nach seinen beiden EPs und Gastauftritten hatte ich irgendwie etwas mehr erwartet.
LaRon
Ist wirklich n nettes Teil, läuft die letzte Zeit relativ oft. 3,5 Mics gehen auf jeden Fall klar, neige sogar fast schon zu 4.