Cradle Orchestra - Transcended Elements

LaRon
Cover:


Release-Date:
03. November 2010

Label:
Goon Trax

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Wertung: (3.5 Mics von 5)


Tracklist:
01. Don’t Wake Me Up - (feat. Speech)
02. The Night Is Right - (feat. Giovanca)
03. Follow This - (feat. Hocus Pocus)
04. On My Way - (feat. Nieve & Jean Curley)
05. You Got To Luv It - (feat. Guru)
06. Things Have Changed - (feat. Pismo)
07. Jazzentic
08. Walk Out - (feat. Need Not Worry)
09. Picnic - (feat. De La Soul)
10. Imported Nights - (feat. Camp Lo)
11. Married To The Game - (feat. C.L. Smooth & Jean Curley)
12. Make Life - (feat. Aloe Blacc)
13. I Never Knew - (feat. Substantial)
14. Eternal Truth

Review:
Cradle Orchestra – eine sechsköpfige Gruppierung aus Japan, bestehend aus Tomoki Seto, DJ Chika, Asuka Mochizuki, Aya Ishii, Anri und Michitaro – bietet dem interessierten Musikliebhaber eine Rarität. Sie vermischen Live-Instrumente und typischen Orchestersound mit vielen Jazz-Elementen und bestücken diese mit US-Acts aus den Bereichen Rap und Soul. Wie gut dies funktioniert konnte man bereits vor einem Jahr mit dem Release „Velvet Ballads“ bestaunen.

Ihr neustes Werk „Transcended Elements“ kommt aus dem Hause Goon Trax, welches sich bereits für Platten von Incise, Nieve & Cook oder der 49ers verantwortlich zeigte. Auch diesmal werden wundervolle Klavierkompositionen mit Streicher-Einlagen kombiniert, flottere Nummern mit Bläsern bestückt („The Night Is Right“) und Hip-Hop-Flair mit Jazz in Einklang gebracht. Unterhalten wird man dazu von der französischen Formation Hocus Pocus und Scratching-Ansätzen auf „Follow This“, von Gangstarr Legende Guru, welcher sich sehr schön auf dem jazzigen „You Got To Luv It“ niederlässt, oder von Pismo, welcher bereits auf einigen weiteren Compilations japanischer Produzenten aufgetaucht ist. Er berichtet von einem Verlust und den damit verbundenen Veränderungen auf einem emotionalen, mit Streichern betuchten, Instrumental, Flöten und Klavier begeistern hingegen bei Substantial’s „I Never Knew“, das Cradle Orchestra selbst scheint hingegen beim reinen Instrumental „Jazzentic“, dessen markantestes Kennzeichen hierbei die Trompeten darstellen. Schönes Storytelling findet auf „Walk Out“ seinen Platz, das „Picnic“ von DeLaSoul wird hingegen von irischen Klängen begleitet, während die nächtliche Atmosphäre mit Snaps, kurzem Turntablism und Piano von Camp Lo in „Imported Nights“ aufgesaugt wird. Zusätzlich trällert Emanon Goldkehlchen Aloe Blacc wieder einige Töne, diesmal bei „Make Life“, das neben einer treibenden Drumline mit Streichern brilliert, aber auch Kopf-Hoch-Nummern mit extremen Ohrwurm-Potential sind wieder mit von der Partie, was wie bereits auf dem Vorgänger erstklassig von Nieve und Jean Curley bei „On My Way“ umgesetzt wird, wunderbare Streicher und Gitarrenklänge bereithält, was letztendlich in einem melodischen, eingängigen Endprodukt ausartet. Es macht Spaß sich diesen ruhigen, oftmals verträumten, mehrschichtigen Kompositionen hinzugeben und den Worten der Gäste zu lauschen, der Vorgänger ist diesem Werk allerdings doch noch eine Nasenspitze voraus.

Mit „Transcended Elements“ bietet Cradle Orchestra einen homogenen, verträumten und mühsam aufbereiteten Mix aus Hip Hop, Jazz und Soul, der mit versierten und entspannten Flows verfeinert wurde, wodurch ein sehr angenehmes, entspannendes Soundbild entstanden ist. Es ist mit Sicherheit die willkommene Abwechslung zum rauen und tristen Ghetto-Alltag, dennoch bleibt festzuhalten, dass „Velvet Ballads“ die Oberhand behält, jedoch schmälert diese Tatsache das Hörerlebnis nur minimal.

Anspieltipps:
On My Way - (feat. Nieve & Jean Curley)
Things Have Changed - (feat. Pismo)
Make Life - (feat. Aloe Blacc)
I Never Knew - (feat. Substantial)
Mr. BH
Stimme ich komplett ueberein! smile Nur "Don't Wake Me Up" fehlt mir als Anspieltipp.