Predator
Cover:

Release-Date:
23. August 2011
Label:
Aftermath Entertainment / Interscope Records
Single:
Pot Of Gold - (feat. Chris Brown)
Bestellen:
Amazon.de (CD)
Amazon.de (MP3)
Wertung: (3 Mics von 5)



Tracklist:
01. Dr. Dre Intro
02. The City - (feat. Kendrick Lamar)
03. Drug Test - (feat. Dr. Dre, Snoop Dogg & Sly)
04. Martians Vs Goblins - (feat. Tyler, The Creator & Lil Wayne)
05. Red Nation - (feat. Lil Wayne)
06. Dr. Dre 1
07. Good Girls Go Bad - (feat. Drake)
08. Ricky
09. The Good, The Bad, The Ugly
10. Heavy Artillery - (feat. Rick Ross & Beanie Sigel)
11. Paramedics - (feat. Young Jeezy)
12. Speakers On Blast - (feat. E-40 & Big Boi)
13. Hello - (feat. Lloyd)
14. All The Way Gone - (feat. Mario & Wale)
15. Pot Of Gold - (feat. Chris Brown)
16. Dr. Dre 2
17. All I Know - (feat. Luu Breeze)
18. Born In The Trap
19. Mama Knows - (feat. Nelly Furtado)
20. California Dream
21. Dr. Dre Outro
Review:
Von Kritikern wurden seine ersten beiden Alben in höchsten Tönen gelobt, dann veröffentlichte The Game sein drittes Werk „LAX“ – das dritte Album, das oftmals über den weiteren Verlauf der Karriere eines Künstlers entscheidet – war im Falle Games nicht sonderlich überragend und konnte keinesfalls dort anschließen, wo er mit „Doctor’s Advocate“ zuletzt seine Karrieresteine legte. Eigentlich sollte „LAX“ entsprechend auch Games letztes Album sein, aber so kindisch wie Game (mittlerweile ohne den Artikel im Vorlauf) ist, lässt sich dieser von seinen eigenen Worten nicht beirren. So steht „ The R.E.D. Album“ in den Startlöchern und lässt durch den Blick auf die Gästeliste rasch die Erwartungen in die Höhe schnellen.
War man bereits bei „Doctor’s Advocate“ fast schon genötigt sich die Rosinen herauszupicken, ist es genauso wie bei „LAX“ der Fall – Game kriegt es nicht wirklich auf die Reihe ein konstantes Album abzuliefern, das über die gesamte Spieldauer zu überzeugen weiß. So ist es, dass hier mal ein Song überzeugt, dort mal ein Song das komplette Album in den Schatten stellt und dann dort mal wieder einige Totalausfälle zu verkraften sind. Vorneweg – „The R.E.D. Album“ ist wohl das Paradebeispiel für die Profillosigkeit dieses Compton MCs, der viel zu oft versucht seinen Gästen nachzueifern statt genug Eier in der Hose zu haben, um sich selbst einen Standpunkt auf seinen eigenen Songs zu ermöglichen.
Die überflüssigen Dr. Dre Skits können derweil nicht darüber hinwegtäuschen, dass Andre Young keine Produktionen auf dem Album abgeliefert hat – was wohl seine Gründe haben dürfte, egal ob es nun in Games Ego manifestiert ist oder, ob Dr. Dre bewusst geworden ist, wie durchschnittlich Game eigentlich in Wahrheit ist. Wenn Black Hippy Kendrick Lamar ihn beispielsweise auf dem vor Pathos triefenden „The City“ in seine Schranken weißt, indem er am Ende des Songs den Beat auseinanderpflückt (passenderweise wird die Produktion abgedreht und Lamar darf Acapella zu Ende flexen), er selbst eine Traumkombo von Sly, Dr. Dre und Snoop Dogg nicht so wirklich zum Highlight des Albums entwickelt oder weniger gekonnt versucht wird, auf Tyler, The Creators Hypezug aufzuspringen – da fragt man sich als Hörer manchmal schon, ob Game es ernst meint oder nicht. Aufgehört wird bei den wenigen Beispielen natürlich nicht, immerhin gilt es noch wie E-40 und Big Boi zu klingen („Speakers On Blast“) oder einen Young Jeezy Stimmklon zu erschaffen („Paramedics“). Potential wäre bei den Songs da gewesen, aber das wird hier reichlich verschenkt.
Auch wenn die Scheibe viel Negativkritik zulässt, gibt es doch das gute Drittel, das Games Talent durchscheinen lässt. Das Top-Highlight „Ricky“, das den Hörer in die „Boyz N The Hood“ Zeit zurückversetzt ist wohl das beste Beispiel für die Fähigkeit Games, der eine umwerfende Atmosphäre auf diesem Titel schafft und sich dann zugleich in „The Good, The Bad, The Ugly“ formiert, was zwar nicht ganz mithalten kann mit dem ersterwähnten Song, aber immer noch einiges an Punkten gutmachen kann. Die weiteren Höhepunkte sind derweil die Single „Pot Of Gold“, die zwar reichlich kitschig ausfällt, aber immerhin hörbar ist und der DJ Premier Cut „Born In The Trap“, das Game recht gut zu beherrschen weiß. Mehr als ein leicht überdurchschnittliches Album hat Game letzten Endes aber nicht auf die Beine gestellt, muss man ihm trotzdessen für den Übersong „Ricky“ einiges an Lob aussprechen – wäre das Album indes auf der Qualitätsstufe dieses Songs, hätte Game recht locker einen Neuzeitclassic geschaffen.
Anspieltipps:
Ricky
The Good, The Bad, The Ugly
Born In The Trap

Release-Date:
23. August 2011
Label:
Aftermath Entertainment / Interscope Records
Single:
Pot Of Gold - (feat. Chris Brown)
Bestellen:
Amazon.de (CD)
Amazon.de (MP3)
Wertung: (3 Mics von 5)



Tracklist:
01. Dr. Dre Intro
02. The City - (feat. Kendrick Lamar)
03. Drug Test - (feat. Dr. Dre, Snoop Dogg & Sly)
04. Martians Vs Goblins - (feat. Tyler, The Creator & Lil Wayne)
05. Red Nation - (feat. Lil Wayne)
06. Dr. Dre 1
07. Good Girls Go Bad - (feat. Drake)
08. Ricky
09. The Good, The Bad, The Ugly
10. Heavy Artillery - (feat. Rick Ross & Beanie Sigel)
11. Paramedics - (feat. Young Jeezy)
12. Speakers On Blast - (feat. E-40 & Big Boi)
13. Hello - (feat. Lloyd)
14. All The Way Gone - (feat. Mario & Wale)
15. Pot Of Gold - (feat. Chris Brown)
16. Dr. Dre 2
17. All I Know - (feat. Luu Breeze)
18. Born In The Trap
19. Mama Knows - (feat. Nelly Furtado)
20. California Dream
21. Dr. Dre Outro
Review:
Von Kritikern wurden seine ersten beiden Alben in höchsten Tönen gelobt, dann veröffentlichte The Game sein drittes Werk „LAX“ – das dritte Album, das oftmals über den weiteren Verlauf der Karriere eines Künstlers entscheidet – war im Falle Games nicht sonderlich überragend und konnte keinesfalls dort anschließen, wo er mit „Doctor’s Advocate“ zuletzt seine Karrieresteine legte. Eigentlich sollte „LAX“ entsprechend auch Games letztes Album sein, aber so kindisch wie Game (mittlerweile ohne den Artikel im Vorlauf) ist, lässt sich dieser von seinen eigenen Worten nicht beirren. So steht „ The R.E.D. Album“ in den Startlöchern und lässt durch den Blick auf die Gästeliste rasch die Erwartungen in die Höhe schnellen.
War man bereits bei „Doctor’s Advocate“ fast schon genötigt sich die Rosinen herauszupicken, ist es genauso wie bei „LAX“ der Fall – Game kriegt es nicht wirklich auf die Reihe ein konstantes Album abzuliefern, das über die gesamte Spieldauer zu überzeugen weiß. So ist es, dass hier mal ein Song überzeugt, dort mal ein Song das komplette Album in den Schatten stellt und dann dort mal wieder einige Totalausfälle zu verkraften sind. Vorneweg – „The R.E.D. Album“ ist wohl das Paradebeispiel für die Profillosigkeit dieses Compton MCs, der viel zu oft versucht seinen Gästen nachzueifern statt genug Eier in der Hose zu haben, um sich selbst einen Standpunkt auf seinen eigenen Songs zu ermöglichen.
Die überflüssigen Dr. Dre Skits können derweil nicht darüber hinwegtäuschen, dass Andre Young keine Produktionen auf dem Album abgeliefert hat – was wohl seine Gründe haben dürfte, egal ob es nun in Games Ego manifestiert ist oder, ob Dr. Dre bewusst geworden ist, wie durchschnittlich Game eigentlich in Wahrheit ist. Wenn Black Hippy Kendrick Lamar ihn beispielsweise auf dem vor Pathos triefenden „The City“ in seine Schranken weißt, indem er am Ende des Songs den Beat auseinanderpflückt (passenderweise wird die Produktion abgedreht und Lamar darf Acapella zu Ende flexen), er selbst eine Traumkombo von Sly, Dr. Dre und Snoop Dogg nicht so wirklich zum Highlight des Albums entwickelt oder weniger gekonnt versucht wird, auf Tyler, The Creators Hypezug aufzuspringen – da fragt man sich als Hörer manchmal schon, ob Game es ernst meint oder nicht. Aufgehört wird bei den wenigen Beispielen natürlich nicht, immerhin gilt es noch wie E-40 und Big Boi zu klingen („Speakers On Blast“) oder einen Young Jeezy Stimmklon zu erschaffen („Paramedics“). Potential wäre bei den Songs da gewesen, aber das wird hier reichlich verschenkt.
Auch wenn die Scheibe viel Negativkritik zulässt, gibt es doch das gute Drittel, das Games Talent durchscheinen lässt. Das Top-Highlight „Ricky“, das den Hörer in die „Boyz N The Hood“ Zeit zurückversetzt ist wohl das beste Beispiel für die Fähigkeit Games, der eine umwerfende Atmosphäre auf diesem Titel schafft und sich dann zugleich in „The Good, The Bad, The Ugly“ formiert, was zwar nicht ganz mithalten kann mit dem ersterwähnten Song, aber immer noch einiges an Punkten gutmachen kann. Die weiteren Höhepunkte sind derweil die Single „Pot Of Gold“, die zwar reichlich kitschig ausfällt, aber immerhin hörbar ist und der DJ Premier Cut „Born In The Trap“, das Game recht gut zu beherrschen weiß. Mehr als ein leicht überdurchschnittliches Album hat Game letzten Endes aber nicht auf die Beine gestellt, muss man ihm trotzdessen für den Übersong „Ricky“ einiges an Lob aussprechen – wäre das Album indes auf der Qualitätsstufe dieses Songs, hätte Game recht locker einen Neuzeitclassic geschaffen.
Anspieltipps:
Ricky
The Good, The Bad, The Ugly
Born In The Trap
