LaRon
Cover:

Release-Date:
15. November 2011
Label:
Young Money | Cash Money | Universal Motown | Def Jam
Single:
Headlines
Bestellen:
amazon.de (CD)
amazon.de (MP3)
iTunes
Wertung: (4.5 Mics von 5)





Tracklist:
01. Over My Dead Body
02. Shot For Me
03. Headlines
04. Crew Love - (feat. The Weeknd)
05. Take Care - (feat. Rihanna)
06. Marvin's Room
07. Buried Alive Interlude - (feat. Kendrick Lamar)
08. Underground Kings
09. We'll Be Fine
10. Make Me Proud - (feat. Nicki Minaj)
11. Lord Knows - (feat. Rick Ross)
12. Cameras / Good Ones Go Interlude
13. Doing It Wrong
14. The Real Her - (feat. Lil Wayne & Andre 3000)
15. Look What You’ve Done
16. HYFR (Hell Ya Fuckin Right) - (feat. Lil Wayne)
17. Practice
18. The Ride
Bonus Track:
19. Hate Sleeping Alone
20. The Motto - (feat. Lil Wayne)
Review:
Die Probleme eines Neureichen, welcher inzwischen ein bisschen gereift zu sein scheint, doch immer noch hin und hergerissen in mitten seiner Gefühlswelt nach dem richtigen Platz sucht, seinem Dienst jedoch wie kein zweiter nachgeht und seinen Standpunkt an der vordersten Front manifestiert – alles in einem Song – zum Auftakt des Longplayers. Dass Drake wohl das schwerste Geschütz ist, welches der kanadische Hip Hop auffahren kann, sollte selbst in den hintersten Ecken der restlichen Welt angekommen sein. Mit Young Money und Lil Wayne im Rücken wird zudem auch der kommerzielle Aspekt zu Gunsten von Drake abgedeckt, ohne dabei auch nur annähernd die qualitative Umsetzung zu gefährden. Denn was man hier zu hören bekommt, scheint vollkommen unter Drizzy’s uneingeschränkten, kreativen Tatendrang entstanden zu sein.
Vor etwas mehr als zwei Jahren noch im Dschungel des Untergrunds umherirrend, beflügelt dieser Rausch des Erfolgs die Heldentaten Drake’s zu immer höheren Zielen. Drückende Kicks, kraftvolle Snares und wunderbar ausgewählte Samples lassen „Take Care“ zu einem Meisterwerk reifen. Instrumentals, welche nach einer Zeit ausbrechen und in eine andere Richtung lenken, ziehen die Aufmerksamkeit fast schon magisch auf sich. Zudem zelebriert man die eigene Stärke mit einem Flow, dessen beliebige Variation von Tempo, Rap und Gesang in puncto Vielseitigkeit eine unglaubliche Fülle abdeckt und einen Hauch von Eintönigkeit im Keim ersticken lässt. Doch zurück zu den Breaks der Instrumentals. „Crew Love“ symbolisiert diese Thematik sehr gut. Der hektische, kraftvolle Beginn wechselt recht früh zu den ruhigeren Momenten, doch seine endgültige, ausgereifte Form erreicht er erst nach zwei Minuten. Die hervorragende Harmonie zwischen Drake und dessen Schützling The Weeknd setzt letztendlich das i-Tüpfelchen drauf. Desweiteren samplet man „I’ll Take Care Of You“ von Brook Benton aus den 50ern und arbeitet die neu aufgenommene Version von Jamie XX und Gil Scott Heron als Hook in den Titel-Track “Take Care” ein. Rihanna fügt sich dem Gesamtbild und bleibt nicht als überflüssige Last zurück, doch die Show gehört immer noch Drake. Dieser fährt ebenso unaufhaltsam fort, benutzt für „Marvin’s Room“ ein konfuses Song-Schema und lenkt das Schiff in die RnB-Richtung. Ruhig und aufdringlich passiert man Hafen für Hafen und kehrt zum Ausgangspunkt zurück. Der Song-Titel referiert dabei den Aufnahmeort des Tracks, das Studio von Marvin Gaye.
Wie raffiniert dieser Herr seine Inhalte verpacken und kombinieren kann, zeigt sich unter anderem bei „Underground Kings“. Zum einen verteidigt er seine schier unanfechtbare Spitzenposition, zum anderen versichert er seine Ehrlichkeit und begründet sein Handeln, in welchem er seine Bestätigung sucht. Im übertragenen Sinne huldigt man jedoch auch das legendäre Duo UGK, was unter anderem die zugehörige Hook verdeutlicht. Auch sehr selbstkritisch zeigt man sich den Hörern gegenüber. „We’ll Be Fine“ thematisiert dabei die Frage ob die Schmerzen oder die Folgen eines Katers schlimmer seien, und ohrfeigt gleichzeitig einen neidischen Freund früherer Tage. Die Schlagzeilen beherrscht Drake also, welcher immer einen passenden Weg findet, sich selbst mit Worten zu beschreiben und seine Gemütslage auszudrücken. Zudem besteht immer noch genügend Spielraum seine Gedankenstränge zu interpretieren. Das mit klangvollen Namen gespickte „The Real Her“ entlarvt dabei die momentane Herzdame, welche nur zu gut ihr wahres Ich hinter einer Fassade zu verstecken weiß. Vor allem Andre 3000 begeistert dabei, während der andere Gast, Lil Wayne, bei „HYFR (Hell Ya Fuckin Right)“ eine bessere Figur abgibt, und sich zusammen mit Drake mit den nervigen Fragen der Klatschpresse abärgern muss. Drake’s überragender Flow sei dabei hervorzuheben.
Und auch wenn man nach dem ersten Blick auf die Gästeliste vor allem Nicki Minaj sowie Rick Ross kritisch beäugt hat, so muss man festhalten, zu welchen Höchstleistungen sie von Drake gepusht wurden. „Make Me Proud“ klingt wie geschaffen für Minaj, die mit einem flotten Flow den mittleren Part übernimmt und zum Abschluss noch ein paar Töne trällert. Rick Ross hingegen manövriert sein Stimmorgan über eine gewaltige Just Blaze Produktion mit ein paar inspirativen Worten, ohne für Negativschlagzeilen zu sorgen. Das groß im Vorfeld angekündigte Stevie Wonder Feature ist auf „Doing It Wrong“ in Form eines Mundharmonika-Parts zu finden. Desweiteren samplet man Juvenile’s „Back That Azz Up“ für „Practice“, welches abermals an eine Dame gerichtet ist. Doch letzten Endes kann man nicht genau sagen, was sich nun als Prunkstück der Platte auszeichnet. Natürlich ist diese Soundkulisse, welche Drake vor allem mit Noah 40 Shebib und T-Minus geschaffen hat, gewaltig, einzigartig und sucht seinesgleichen. Über fast 80 Minuten einen Spannungsbogen aufrecht zu erhalten gelingt nur den wenigsten Künstlern, ebenso die inhaltlichen Thematiken so detailliert und dennoch so abwechslungsreich zu gestalten. Mal von der grandiosen Variation des Flows abgesehen. „Take Care“ ist ein überzeugendes Werk, welches geschlossen auftritt, ein riesiges Spektrum an Themen abdeckt und einen musikalischen Leckerbissen verkörpert, welchen man fast schon als verpflichtende Mahlzeit betiteln möchte. Es ist genau das, was man nach „Thank Me Later“ haben wollte, eine erneut so großartige Scheibe, die langfristigen Hörspaß garantiert.
Anspieltipps:
Headlines
Underground Kings
The Real Her - (feat. Lil Wayne & Andre 3000)
HYFR (Hell Ya Fuckin Right) - (feat. Lil Wayne)

Release-Date:
15. November 2011
Label:
Young Money | Cash Money | Universal Motown | Def Jam
Single:
Headlines
Bestellen:
amazon.de (CD)
amazon.de (MP3)
iTunes
Wertung: (4.5 Mics von 5)





Tracklist:
01. Over My Dead Body
02. Shot For Me
03. Headlines
04. Crew Love - (feat. The Weeknd)
05. Take Care - (feat. Rihanna)
06. Marvin's Room
07. Buried Alive Interlude - (feat. Kendrick Lamar)
08. Underground Kings
09. We'll Be Fine
10. Make Me Proud - (feat. Nicki Minaj)
11. Lord Knows - (feat. Rick Ross)
12. Cameras / Good Ones Go Interlude
13. Doing It Wrong
14. The Real Her - (feat. Lil Wayne & Andre 3000)
15. Look What You’ve Done
16. HYFR (Hell Ya Fuckin Right) - (feat. Lil Wayne)
17. Practice
18. The Ride
Bonus Track:
19. Hate Sleeping Alone
20. The Motto - (feat. Lil Wayne)
Review:
Die Probleme eines Neureichen, welcher inzwischen ein bisschen gereift zu sein scheint, doch immer noch hin und hergerissen in mitten seiner Gefühlswelt nach dem richtigen Platz sucht, seinem Dienst jedoch wie kein zweiter nachgeht und seinen Standpunkt an der vordersten Front manifestiert – alles in einem Song – zum Auftakt des Longplayers. Dass Drake wohl das schwerste Geschütz ist, welches der kanadische Hip Hop auffahren kann, sollte selbst in den hintersten Ecken der restlichen Welt angekommen sein. Mit Young Money und Lil Wayne im Rücken wird zudem auch der kommerzielle Aspekt zu Gunsten von Drake abgedeckt, ohne dabei auch nur annähernd die qualitative Umsetzung zu gefährden. Denn was man hier zu hören bekommt, scheint vollkommen unter Drizzy’s uneingeschränkten, kreativen Tatendrang entstanden zu sein.
“Seems like yesterday that I was up and coming
Still so young that I ain't had enough of nothing.”
Still so young that I ain't had enough of nothing.”
Vor etwas mehr als zwei Jahren noch im Dschungel des Untergrunds umherirrend, beflügelt dieser Rausch des Erfolgs die Heldentaten Drake’s zu immer höheren Zielen. Drückende Kicks, kraftvolle Snares und wunderbar ausgewählte Samples lassen „Take Care“ zu einem Meisterwerk reifen. Instrumentals, welche nach einer Zeit ausbrechen und in eine andere Richtung lenken, ziehen die Aufmerksamkeit fast schon magisch auf sich. Zudem zelebriert man die eigene Stärke mit einem Flow, dessen beliebige Variation von Tempo, Rap und Gesang in puncto Vielseitigkeit eine unglaubliche Fülle abdeckt und einen Hauch von Eintönigkeit im Keim ersticken lässt. Doch zurück zu den Breaks der Instrumentals. „Crew Love“ symbolisiert diese Thematik sehr gut. Der hektische, kraftvolle Beginn wechselt recht früh zu den ruhigeren Momenten, doch seine endgültige, ausgereifte Form erreicht er erst nach zwei Minuten. Die hervorragende Harmonie zwischen Drake und dessen Schützling The Weeknd setzt letztendlich das i-Tüpfelchen drauf. Desweiteren samplet man „I’ll Take Care Of You“ von Brook Benton aus den 50ern und arbeitet die neu aufgenommene Version von Jamie XX und Gil Scott Heron als Hook in den Titel-Track “Take Care” ein. Rihanna fügt sich dem Gesamtbild und bleibt nicht als überflüssige Last zurück, doch die Show gehört immer noch Drake. Dieser fährt ebenso unaufhaltsam fort, benutzt für „Marvin’s Room“ ein konfuses Song-Schema und lenkt das Schiff in die RnB-Richtung. Ruhig und aufdringlich passiert man Hafen für Hafen und kehrt zum Ausgangspunkt zurück. Der Song-Titel referiert dabei den Aufnahmeort des Tracks, das Studio von Marvin Gaye.
”Yeah I need that, making major changes to the life I'm living
I had no choice, I had to prove I made the right decisions
That was back in the days, Acura days
I was a cold dude, I'm getting back to my ways.”
I had no choice, I had to prove I made the right decisions
That was back in the days, Acura days
I was a cold dude, I'm getting back to my ways.”
Wie raffiniert dieser Herr seine Inhalte verpacken und kombinieren kann, zeigt sich unter anderem bei „Underground Kings“. Zum einen verteidigt er seine schier unanfechtbare Spitzenposition, zum anderen versichert er seine Ehrlichkeit und begründet sein Handeln, in welchem er seine Bestätigung sucht. Im übertragenen Sinne huldigt man jedoch auch das legendäre Duo UGK, was unter anderem die zugehörige Hook verdeutlicht. Auch sehr selbstkritisch zeigt man sich den Hörern gegenüber. „We’ll Be Fine“ thematisiert dabei die Frage ob die Schmerzen oder die Folgen eines Katers schlimmer seien, und ohrfeigt gleichzeitig einen neidischen Freund früherer Tage. Die Schlagzeilen beherrscht Drake also, welcher immer einen passenden Weg findet, sich selbst mit Worten zu beschreiben und seine Gemütslage auszudrücken. Zudem besteht immer noch genügend Spielraum seine Gedankenstränge zu interpretieren. Das mit klangvollen Namen gespickte „The Real Her“ entlarvt dabei die momentane Herzdame, welche nur zu gut ihr wahres Ich hinter einer Fassade zu verstecken weiß. Vor allem Andre 3000 begeistert dabei, während der andere Gast, Lil Wayne, bei „HYFR (Hell Ya Fuckin Right)“ eine bessere Figur abgibt, und sich zusammen mit Drake mit den nervigen Fragen der Klatschpresse abärgern muss. Drake’s überragender Flow sei dabei hervorzuheben.
”Man all of your flows bore me: paint drying
And I don't ever be trippin off of what ain't mine
And I be hearing the shit you say through the grapevine
But jealousy is just love and hate at the same time
It's been that way from the beginning
I just been playing, I ain't even even notice I was winning
And this is the only sound you should fear
Man, these kids wear crowns over here and everything is alright.”
And I don't ever be trippin off of what ain't mine
And I be hearing the shit you say through the grapevine
But jealousy is just love and hate at the same time
It's been that way from the beginning
I just been playing, I ain't even even notice I was winning
And this is the only sound you should fear
Man, these kids wear crowns over here and everything is alright.”
Und auch wenn man nach dem ersten Blick auf die Gästeliste vor allem Nicki Minaj sowie Rick Ross kritisch beäugt hat, so muss man festhalten, zu welchen Höchstleistungen sie von Drake gepusht wurden. „Make Me Proud“ klingt wie geschaffen für Minaj, die mit einem flotten Flow den mittleren Part übernimmt und zum Abschluss noch ein paar Töne trällert. Rick Ross hingegen manövriert sein Stimmorgan über eine gewaltige Just Blaze Produktion mit ein paar inspirativen Worten, ohne für Negativschlagzeilen zu sorgen. Das groß im Vorfeld angekündigte Stevie Wonder Feature ist auf „Doing It Wrong“ in Form eines Mundharmonika-Parts zu finden. Desweiteren samplet man Juvenile’s „Back That Azz Up“ für „Practice“, welches abermals an eine Dame gerichtet ist. Doch letzten Endes kann man nicht genau sagen, was sich nun als Prunkstück der Platte auszeichnet. Natürlich ist diese Soundkulisse, welche Drake vor allem mit Noah 40 Shebib und T-Minus geschaffen hat, gewaltig, einzigartig und sucht seinesgleichen. Über fast 80 Minuten einen Spannungsbogen aufrecht zu erhalten gelingt nur den wenigsten Künstlern, ebenso die inhaltlichen Thematiken so detailliert und dennoch so abwechslungsreich zu gestalten. Mal von der grandiosen Variation des Flows abgesehen. „Take Care“ ist ein überzeugendes Werk, welches geschlossen auftritt, ein riesiges Spektrum an Themen abdeckt und einen musikalischen Leckerbissen verkörpert, welchen man fast schon als verpflichtende Mahlzeit betiteln möchte. Es ist genau das, was man nach „Thank Me Later“ haben wollte, eine erneut so großartige Scheibe, die langfristigen Hörspaß garantiert.
Anspieltipps:
Headlines
Underground Kings
The Real Her - (feat. Lil Wayne & Andre 3000)
HYFR (Hell Ya Fuckin Right) - (feat. Lil Wayne)
Momentan wären es wohl "Shot For Me", "Crew Love", "Underground Kings", "Marvin's Room", "Lord Knows" und "HYFR".



