Mobb Deep - Black Cocaine EP

LaRon
Cover:


Release-Date:
21. November 2011

Label:
Infamous Records | Sony RED Distribution

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Wertung: (2.5 Mics von 5)


Tracklist:
01. Dead Man Shoes
02. Black Cocaine
03. Conquer
04. Get It Forever - (feat. Nas)
05. Last Days

Review:
Mobb Deep sind zurück – nach über fünf Jahren. „Black Cocaine“ betitelt sich die EP des Duos aus Queensbridge, welche mit fünf Songs aufwartet und das erste Werk über Sony RED Distribution symbolisiert. Dabei sei zu erwähnen, dass Havoc sich nur für einen Beat verantwortlich zeigt. Ansonsten schraubten Young Free und Beat Butcha an den Reglern, ebenso wie The Alchemist, welcher zweimal sein Glück versuchen durfte.

Und was treibt eigentlich Prodigy, nachdem er inzwischen wieder auf freiem Fuß unterwegs ist? Nun ja, Bäume reißt weder er noch Havoc lyrisch aus, woran die EP zu knabbern hat. Man ist zu stark von den Instrumentals abhängig, welche hier ein ums andere Mal die Kohlen aus dem Feuer holen müssen. Allen voran das dynamische „Conquer“, woran Havoc höchstpersönlich Hand angelegt hat, bleibt noch am ehesten im Gedächtnis haften, während „Dead Man Shoes“ leichte jamaikanische Einflüsse dank Bounty Killer zu verzeichnen hat. Phasenweise wirkt es, als möchte man auf Teufel komm raus gefährliche, düstere Stimmungen wie zu früheren Zeiten erschaffen, doch mit uninspirierten, plumpen Vorträgen macht man sich dieses Vorhaben zunichte. Dabei sitzt der Flow immer noch wie angegossen auf dem Instrumental. „Black Cocaine“ ist ein weiteres Exempel dieser Formel, wobei das Piano-Geklimper den dünnen lyrischen Content auffangen muss. Es klingt nicht schlecht, beginnt man jedoch sich intensiver mit den Texten auseinanderzusetzen, so werden die Schwächen schnell deutlich. Dafür drückt Nas „Get It Forever“ seinen Stempel auf, dessen markantes Merkmal mit Sicherheit die E-Gitarren aus Alchemist’s Reglern darstellen. Einige Lines über das Straßenleben stehlen dabei den anderen beiden geldscheffelnden Hasen die Show mit einer Leichtigkeit, dass sich die Jungs wieder zusammengerauft haben, ist jedoch von viel größerer Bedeutung! Nichtsdestotrotz bleibt ein fader Beigeschmack.

Es ist zwar erfreulich von einem der erfolgreichsten Duos der 90er wieder neues Material zu hören, alles in allem fällt das Fazit jedoch ernüchternd aus, da man hinter den Erwartungen zurückbleibt. Man darf gespannt sein, welche Entwicklungen die Zukunft mit sich bringt, aufgrund der neuen Label-Situation sollten die beiden jedoch frei von Zwängen handeln können und ihre Anhängerschaft vor ewigen Wartezeiten verschonen.

Anspieltipps:
Conquer