Obie Trice - Bottom's Up

LaRon
Cover:


Release-Date:
03. April 2012

Label:
Black Market Entertainment | Fontana Distribution

Single:
Battle Cry – (feat. Adrian Reeza)

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Wertung: (3 von 5 Mics)


Tracklist:
01. Bottoms Up (Intro)
02. Going No Where
03. Dear Lord
04. I Pretend
05. Richard - (feat. Eminem)
06. BME Up
07. Battle Cry - (feat. Adrian Reeza)
08. Secrets
09. Spill My Drink
10. Spend The Day - (feat. Dre Skidne)
11. Petty
12. My Time
13. Ups And Downs
14. Hell Yeah
15. Crazy - (feat. MC Breed)
16. LeBron On

Review:
Beinahe sechs Jahre musste man auf den Nachfolger zu „Second Round’s On Me“ warten, bevor Obie Trice erneut das Glas hebt. Zwischen dem eben angesprochenen Zweitling sowie dem dritten Werk „Bottom’s Up“ liegt folglich eine riesige Zeitspanne, in welcher etliches passiert ist. Neben unzähligen Verschiebungen, der Trennung vom bisherigen Shady Records-Umfeld sowie der Gründung des eigenen Indie-Labels Black Market Entertainment, hat sich ebenso ein Berg an Songmaterial angesammelt, welcher schnurstracks im Gehörgang einmarschiert ohne groß irgendwelchen Absatzzahlen mit Trenderscheinungen hinterher zu jagen.

Nun gut, dass der Mann aus Detroit endlich wieder zurück ist, haben wir bereits angesprochen, mit „Going No Where“ möchte er es jedoch nochmals persönlich mitteilen. Dabei verarbeitet man auch die Geschehnisse bei Shady Records sowie die damit verbundenen Folgen der Trennung, welche Obie Trice metaphorisch mit dem Weggang von LeBron James aus Cleveland darstellt („LeBron On“). Nichtsdestotrotz findet sich ein Gast-Part des ehemaligen Vorgesetzten Eminem auf „Bottom’s Up“ wieder. Die Kollaboration „Richard“ wurde desweiteren von Statik Selektah produziert, reiht sich jedoch eher im hinteren Mittelfeld ein. Viel überzeugender tritt da schon der Banger „Battle Cry“ auf, welcher stark von Pianoklängen geführt wird und die eigene Beharrlichkeit lobt. Als thematischer Schwerpunkt kristallisiert sich das selbstkritische Beleuchten der eigenen Karriere heraus, welche von vielen Höhen und Tiefen gezeichnet ist. Zwischendurch versucht man sich auch mal selbst als Sänger und schafft Raum für Abwechslung indem man auch etwas für die Ladies abliefert („Spend The Day“). Alles schön und gut, jedoch vermisst man eine Hand voll Banger, die den Gehörgang immer wieder aufs Neue in Ekstase versetzen können, schmerzlich.

Letztendlich reißt „Bottom’s Up“ keine Bäume aus und erfindet das Rad ebenso wenig neu, zudem benötigt es einige Hördurchgänge, bis man den kompletten Zugang zur Platte findet. Im Angesicht dieser Umstände erreicht man die Qualität des beeindruckenden Erstlings natürlich nicht, verstecken muss man sich mit dem hervorgebrachten Produkt jedoch auch nicht. Alles in allem serviert Obie Trice ein ordentliches Menü, welches jedoch noch Luft nach oben besitzt.

Anspieltipps:
Battle Cry – (feat. Adrian Reeza)
Spend The Day – (feat. Dre Skidne)
LeBron On
Keci
Hab das Album leider immer noch nicht gehört. Hab aber auch irgendwie so was um die ~3 Mics erwartet.