Predator [m]
Cagri Ürkmez
   

Dabei seit: 13.03.2004
Beiträge: 8.405
Herkunft: Bad Zwischenahn
Fav. Artist: Taktloss, Tech N9ne, Kano, Slug, Canibus, Wiley, Necro
Fav. Crew: Non Phixion, Beatfabrik, ICP, Atmosphere
Fav. Producer: Necro, Madlib, MF Doom, RJD2, El-P, Snowgoons, Ant, Stoupe
Fav. CD: Non Phixion - The Future is Now
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Cover:

Release-Date:
29. Mai 2009
Label:
Rhymesayers Entertainment / Rough Trade
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Wertung: (3.5 Mics von 5)
   
Tracklist:
01. Hip Hop Ryde
02. Rejuvenation
03. Nuff Fire
04. Conch
05. Thynk Eye Can (Haiku d'Etat Mix) - (feat. Aceyalone & Myka 9)
06. TV Show
07. Sadly Ever After
08. Tomorry
09. Diggin' It?
10. Aaron, AB, Abbey
11. RSVP (Wanna Party)
12. Man Down
13. Is What It Is
14. Parables/Thynk Eye Can - (feat. Busdriver, Sathyre, Alpha MC, Nocando, Open Mike & Dumbfoundead)
Review:
Rhymesayers Entertainment veröffentlicht mal wieder ein Album – kann ja nur top werden, denkt man sicherlich in dem Moment der Ankündigung. Sicherlich hat man auch bei 90% der Fälle Recht, aber es gibt immer wieder Ausnahmen, die an das hohe Level der vergangenen Veröffentlichungen nicht heranreichen. Dieser Fall tritt auch bei der neusten Abstract Rude Scheibe ein, die zwar nicht schlecht ist, aber in machen Aspekten nicht genügend Punkte für ein sehr gutes Album rausholen kann.
Natürlich hat man mit Abstract Rude einen technisch äußerst versierten Rapper, der seine Reime in etlichen Silben versteckt, nettes Storytelling auspackt und seinen Flow in soulige Momente einlegt. Da es aber bekanntlich nicht nur beim MC hängen bleibt, ob ein Werk gut ist oder nicht, kann man schnell die Frage in den Raum werfen, was an den relativ guten Produktionen so falsch sein soll, dass sie das Album in Kombination mit Abstract nicht zu einer guten Rhymesayers Platte machen – die Antwort ist einfach: Sie wirken einfach altbacken und nicht zeitgemäß. Selbstverständlich ist das kein K.O. Grund, aber stellenweise wirken die Produktionen so ermüdend und lassen den armen Abstract Rude auf der Zielgeraden verdursten. Dass es dabei nicht unbedingt an der jazzig, organischen West-Coast Soundrichtung liegt, die die Beats einschlagen, sondern an der Umsetzung, kann man sogar auf der Scheibe selbst beobachten. So wirken entspannte Produktionen wie auf „Is What It Is“ oder „TV Show“ recht passend, bei „Sadly Ever After“ sogar atmosphärisch ziemlich gut, aber was Abstract Rude bei der Auswahl von „Tomorry“ oder „Nuff Fire“ geritten hat, ist mir irgendwie unklar. Klar, die Nummern sind nicht wirklich schlecht, passen aber sonst eher weniger in die restliche Auswahl. Da hätte Vitamin D, der „Rejuvenation“ komplett produziert hat, also definitiv mehr rausholen können.
Inhaltlich geht es Abstract Rude ziemlich locker an und der Rapper aus Los Angeles traut sich an eher bekannte Themen anstatt neue Gebiete zu erkunden, um dem Hörer etwas Neues zu bieten. Dabei kombiniert er gesellschaftskritische Elemente („TV Show“ & „Sadly Ever After“) mit entspannten Hip Hop Liebeshymnen („Hip Hop Ryde“) und Zustandsbekenntnissen („Rejuvenation“). Bei den ganzen 14 Songs helfen ihm zusätzlich noch ein paar interessante Gäste, die das Werk in Sachen Abwechslung noch abrunden – unter anderem Myka 9, Aceyalone und Busdriver.
Dass im Endeffekt „nur“ ein gutes Album entstanden ist, ist sicherlich nicht wirklich schlimm, aber das Potenzial, das Abstract Rude bietet, hätte sicherlich besser genutzt werden können. Trotzdessen ist „Rejuvenation“ ein Album, das über dem Durchschnitt steht, den Schnitt der RSE Alben knapp verfehlt, aber dennoch erwähnens- und beachtenswert bleibt.
Anspieltipps:
Thynk Eye Can (Haiku d'Etat Mix) - (feat. Aceyalone & Myka 9)
TV Show
Sadly Ever After
Is What It Is
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