Das aus Dortmund stammende HipHop-Duo Too Strong, bestehend aus den Rappern Pure Doze und ATOMone (ehemals Der Lange), veröffentlichen nach ihrem letzten Album "Dreamachine" (2005) mit "Rap Music Is Life Music" ihr neues und mittlerweile sechstes Album über TribeHaus Recordings.
Hallo Doze! Vielen Dank erst einmal, dass dieses Interview noch so kurz vor der Veröffentlichung eures neuen Albums "Rap Music Is Life Music" geklappt hat. Wie läuft's aktuell bei euch?
Ja, ist ein bisschen stressig zur Zeit, so kurz vorm Release. Aber das ist ja eigentlich eher normal!
Ihr hattet in der Vergangenheit ja ein paar "Probleme" mit Major Labels. Über welches Label wird denn das neue Album veröffentlicht werden? Was hat es hier mit "Tribehaus Recordings" auf sich?
Also es ist eigentlich so, dass wir kein Label haben. Wir haben den Namen "Tribehaus Recordings" gewählt, um sozusagen nochmals von Null anzufangen. Denn über dieses Label haben wir ja auch die "Rabenschwarze Nacht EP" [1993] oder auch die "InterCityFunk" [1996] raus gebracht, aber das Label ist mittlerweile eine Promo-Agentur. Und auf diese Weise machen wir also Label- und Promoarbeit zusammen mit dieser Agentur. Wir haben das Ganze jetzt wieder ins Leben gerufen, weil wir es auf jeden Fall cool fanden. Wir machen es also im Endeffekt alleine und schreiben am Ende "Tribehaus" drauf.
Also getreu dem Motto "Back to the roots"!?
Ja genau! Für uns war es halt so, dass wir für unsere Verhältnisse ganz oben waren, dann kam halt ein Loch und Jahre in denen es Too Strong überhaupt nicht mehr gab. Danach haben wir eben irgendwann wieder klein angefangen. Und irgendwie kannte dann auch niemand Too Strong mehr. Es ist wirklich unglaublich was in diesen vier Jahren, in denen es die Formation nicht gab, alles passiert ist. Es kam diese ganze Aggro-Sache und viele neue, junge Leute. Too Strong gab's nicht mehr und nach vier Jahren haben wir wirklich gemerkt, dass wir weg vom Fenster waren!
Ihr seit ja mittlerweile seit über 20 Jahren dabei. Wie wichtig ist euch Hip Hop heute noch? Ist er noch ein fester Bestandteil eures Lebens?
Auf jeden Fall! Hip Hop ist immer noch das Leben und immer noch das, warum ich überhaupt damit angefangen hab. Für mich ist Hip Hop Revolution und noch anders sein. Und das nicht durch Baggy-Pants oder irgendwelche Karl Kani Klamotten, sondern auffallen, was machen, was tun, aktiv sein. Egal ob das nun aktiv ist in Breakdance, ob das aktiv ist im Scratchen, im Rappen oder Graffiti. Das bedeutet für mich Hip Hop und das schlägt sich halt seit eh und je in unseren Texten auch wieder. Nicht nur natürlich, aber auch. Und wir finden, dass das auch irgendwie unsere Verantwortung bzw. unsere Pflicht ist, auch den jungen Leuten immer noch zu sagn - natürlich ohne erhobenen Zeigefinger - was eigentlich Hip Hop ist und woher dieser eigentlich stammt. Und dass das nicht einfach nur Gangster-Rap ist, sondern das da einfach mehr dazu gehört. Das ist uns nach wie vor wichtig und deshalb sind wir auch im Endeffekt eine Hip Hop und keine Rap Band oder auch nicht einfach nur "Rapper".
In den ganzen Jahren hat sich ja im Hip Hop Bereich doch einiges getan und auch einiges verändert. Wie sind denn diese Veränderungen bei dir angekommen? Eher positiv oder negativ?
Also am Anfang eher negativ. Mit den ganzen Schimpfwörtern und so - das war einfach nicht meine Musik bzw. auch nicht meine Texte. Aber im Endeffekt musste so was auch irgendwann kommen. Denn Hip Hop erfindet sich immer wieder neu und das ist ja auch das tolle daran! Das ist auch der Grund, warum ich das immer noch mache. Alles ist möglich. Nichts ist verboten. Man wird nie sagen, bei Hip Hop darf man keine String-Samples nehmen, oder "du kannst doch keinen Soundtrack samplen" oder "du kannst doch nicht so einen Schlager Hip Hop machen" oder irgendwie so was. Das ist Hip Hop! Hip Hop ist frei, für alle offen und für jeden ist was dabei. Heut zu tage gibt es z.B. die Orsons, damals gab's Fettes Brot. Also immer so Sachen, die sich in eine andere Richtung weiterentwickeln. Schau dir die Fantastischen Vier an, die haben angefangen mit Songs wie "Die Da" und dann folgten die späteren Sachen, wo ich sagen muss: "okay, ist echt nicht schlecht!". Auch wenn ich das nie zugegeben hab. [lacht] Aber teilweise hab ich echt gedacht, dass die echt voll die Entwicklung durchgemacht haben. Guck dir Jan Delay an: Die erste EP von Absolute Beginner und was dann mittlerweile für ein Sound von den Jungs rüber kommt. Man muss sich halt einfach gegenseitig respektieren. Und das ist aber auch das Geile an Hip Hop. Jeder entwickelt sich weiter und viele Leute von damals sind echt zu Musikern geworden. Und nicht nur irgendwelche Leute, die halt auf irgendwelche Beats, die sie irgendwo im Netz runter geladen haben rappen, das dann bei MySpace hochladen und dann denken, sie seien jetzt Rapper.
Das heißt also du begrüßt die aktuellen Singer / Songwriter Releases deiner Rapkollegen, wie Max Herre, Jan Delay oder auch Dennis Lisk? Viele sagen ja, dass das doch eher ein Entfernen vom eigentlichen Hip Hop ist und es auch nicht mehr "real" sei ...
Aber das hat ja nix mit "real" zu tun. Zum Beispiel bei Dennis Lisk. Der stand ja immer im Schatten von Jan Delay. Wenn er das jetzt anders versucht und da Bock drauf hat, dann soll er das doch machen. Das mein ich ja gerade. Vielleicht ist er ja Musiker geworden. Vielleicht hat er ja auch im Moment keinen Bock auf Rap. Und wenn er halt aktuell eine andere Schiene fährt, dann fährt er halt eine andere Schiene. Vielleicht macht er danach ja wieder ein richtig gutes Rap-Album. Wer weiß? Aber das heißt ja jetzt nicht, dass er nicht mehr "real" ist. Ganz im Gegenteil. Also ich find das auf jeden Fall gut, wenn man mal andere Sachen ausprobiert. Und im Endeffekt hat deutschsprachiger Hip Hop es überhaupt ermöglicht, dass es heute so Gruppen wie Silbermond oder Wir sind Helden gibt. Und irgendwie hat gerade das auch deutschsprachige Musik wieder zurück gebracht.
Ich finde es generell auch wichtig, dass in Deutschland wieder mehr deutsch gesungen wird und nicht von irgendwelchen anderen Nationen etwas abgekupfert werden muss.
Das find ich auch! Was jetzt noch schön wäre, ist, wenn Radiosender auch mehr auf genau diese deutschsprachigen Sachen eingehen würden und generell einfach mal ein bisschen mehr einheimische Musik gespielt wird. Zum Beispiel in Frankreich gibt's ein Gesetz, das vorschreibt, dass die Radiosender einen bestimmten Prozentsatz an einheimischer Musik spielen müssen. Und hör ich mir zum Beispiel Eins Live an, dann läuft da den ganzen Tag der gleiche Mist.
Was waren denn insgesamt nach gut vier Jahren nach "Dreammachine" eure Beweggründe wieder ein Album auf Hip Hop Deutschland los zu lassen?
Erst mal muss man sagen: in den vier Jahren haben Der Lange [Anm. d. Rdk.: heute bekannt als ATOMone, zweiter Teil und Partner von Pure Doze bei Too Strong] und ich uns überhaupt gar nicht mehr gesehen haben. Wir hatten überhaupt keinen Kontakt mehr. Und eher durch einen Zufall sind wir einfach mal wieder zusammen gekommen, haben uns auf ein Bier getroffen und dabei haben wir uns gefragt, ob wir noch mal ein Album machen sollen und die Antwort war natürlich ja. Denn Der Lange und ich hatten auf jeden Fall riesigen Bock drauf. Der Lange hat ja in der Too Strong-losen Zeit zwar Produktionen gemacht, aber das war halt einfach nicht Too Strong. Er hat dann auch versucht was mit Funky Chris zu machen, aber die Leute wollten halt nicht Funky Chris & Der Lange oder Funky Chris & Doze, sondern Too Strong. Nach der Reunion 2004 sind wir dann überraschenderweise mit "Dreamachine" auf Platz 42 der LP Charts gelandet, auch ganz ohne Major-Label. Danach gab es noch ein paar Sachen, die sich beim Langen angestaut hatten und die er erst einmal ablassen musste. Und das war dann sein Album "YCKB – You Can´t Keep It Back", welches 2006 erschienen ist. Danach hab ich mein zweites Solo-Album "Dozewriter" gemacht. Ich hätte das zwar auch in der Too Strong-losen Zeit machen können, aber irgendwie ging das nicht. Der Kopf war zu voll und ich konnte das nicht. Keine Ahnung. Ich konnte das erst wieder, nachdem Too Strong wieder vereinigt war. Nach meinen Solo-Album kam dann das dritte Solo-Album "Masterpiece – Tales From Da Cans" 2008 vom Langen. Und die ganze Zeit über hatten wir im Kopf, dass wenn das alles mal erledigt ist, es endlich ein neues Too Strong Album geben wird. Es war also die ganze Zeit schon geplant, doch durch die vielen Releases hat sich das Ganze dann alles etwas nach hinten verschoben. Aber ich find's gar nicht so schlecht, dass unser sechstes Album jetzt erst raus kommt. Wir haben insgesamt ein Jahr an dem Album gesessen und ich denke, dass sich die Zeit bzw. der Aufwand auf jeden Fall gelohnt hat.
Habt ihr irgendwelche speziellen Erwartungen an den Release?
Wir haben das Ding rausgebracht, weil wir immer noch was zu sagen haben. Und ich erwarte von dem Album, wie immer, nichts. Ich mach mir keine Hoffnungen, dass wir damit auf die LP Charts Platz Nummer 1 gehen, wovon ich auch nicht ausgehe, aber wir haben einfach Bock zu spielen. Wir haben ja auch nebenbei noch Jobs und wir müssen das jetzt nicht wegen der Kohle machen. Wir machen das einfach, weil wir Bock haben. Fertig.
Was findest du an dem Album am Besten?
Ich finde das Album hat auf jeden Fall Power und richtig Herzblut! Wir haben auch ein bisschen musikalisch darauf hin gearbeitet, dass wir mit einer Band spielen, denn dadurch hast du einfach mehr Druck. Wenn du 20 Jahre lang nur mit DJ und zwei Rapper auftrittst, dann muss sich mal irgendwann, irgendwas ändern.
Meiner Meinung anch ist das Album vom Soudn her ein Mix aus "alten" Too Strong Klängen [Anm. d. Rdk.: z.B. "Sturm im Pott" oder "Gestern, Heute, Morgen"] und zeitgemäßen Hooks mit gelegentlichen E-Gitarren Riffs [Anm. d. Rdk.: z.B. "Too Strong" oder "Rap Music Is Life Music"]. War es Absicht eine Mischung aus Gestern und Heute zu erzielen?
Nein. Also das ist einfach so passiert. Das liegt auch eigentlich daran, dass nicht alle Produktionen von mir sind. Denn dieses Mal haben auch andere Leute an den Beats mitgewirkt. Und es liegt auch daran, dass wir zum ersten Mal nicht selber gemischt haben. Wir sind dieses Mal ins Studio von Don Tone gegangen und haben zusammen mit ihm die Platte gemischt.
Was der Beweggrund dafür? Wolltet ihr mal einen anderen Sound haben?
Ja, genau. Einfach mal einen anderen Sound und einfach mal ausprobieren. Ein anderer Grund war auch, dass es das alte Too Strong Studio nicht mehr gab und wir einfach mal was Neues probieren wollten.
Wie findest du das Ergebnis? Würdest du es wieder tun?
Am Anfang dachten Der Lange und ich: Was ist da los? Was ist das für ein Sound? Voll ungewohnt und alles so laut und megakomprimiert. Dann haben wir das Ganze verschiedenen Leuten vorgespielt und die haben es dann aber abgefeiert. Vor allem auch den Sound. Und dann dachten wir uns, dass da ja irgendwas stimmen muss. Alles im Allen würd ich sagen, würden wir es wieder tun. Auf jeden Fall!
Du sagtest ja, dass außer dir noch andere Produzenten mitgewirkt haben. Wer denn zum Beispiel?
P&S Tunes, die wir in Hagen durch unseren Drummer Brenna kennengelernt haben. Die haben uns Beats vorgespielt und wir sind weggeflogen. Wir wollten eh mal ein, zwei modernere Sachen drauf haben und die stammen nun genau von diesen Jungs. Zum Beispiel "Wir Sind Allein" - den Beat hab ich gehört und sofort gewusst, dass das der letzte Song auf dem Album wird. Der muss einfach das Schlusswort sein. Dann hat Brenna noch Beats beigesteuert und Clitko, der zum Beispiel den Beat zu "Katakomben" gemacht hat. Ja und das war's dann auch schon im Großen und Ganzen. Der Rest ist eigentlich von mir und vom Langen.
Wie seid ihr auf den Albumtitel gekommen?
[lacht] Guck uns an, dann weißte was Hip Hop aus uns gemacht hat! Nee, also wir haben unseren ersten Merchandise-Entwurf 1993 zu "Greatest Hits" gemacht. Das war damals ein T-Shirt mit dicken, blockigen Buchstaben drauf und zwar: "Rap Music Is Life Music". Genauso geschrieben wie wir heute das Album benannt haben. Wir haben das Ganze noch mal aufgegriffen, weil das am Anfang schon so war und auch bis heute noch so geblieben ist. Die Leute, die es von damals noch kennen, die werden's auf jeden Fall verstehen. Aber im Endeffekt ist Rap Musik ja auch Lebensmusik. Es ist einfach unser Leben, wir können ja nicht viel anderes. [lacht]
Also im Endeffekt auch ein kleines Manifest!
Natürlich, das auf jeden Fall! Und das Wortspiel mit Life/ Live, weil live auftreten einfach das allergeilste ist. Wenn du mit deinen Fans abfeiern kannst, ist das das, was uns auch heute immer noch den Kick gibt weiter zu machen. Wenn wir jedes Mal vor fünfzig Leuten spielen, die irgendwo in der Ecke stehen, mit verschränkten Armen, dann würden wir es wahrscheinlich auch nicht mehr machen. Aber unsere Konzerte sind immer hammer und die Leute sind immer so enthusiastisch und gehen ab wie Rakete. Und das hält im Endeffekt auch Too Strong am Leben. Darum gibt es auch den Song "Friends" auf unserem Album.
Als Gäste sind ja unter anderem Extrabreit oder auch Curse dabei. Wie kam es denn zu diesen Zusammenarbeiten?
Also mit Extrabreit kam es so dazu, da unser Gitarrist der Sohn einer der Extrabreit Gitarristen ist. Wir wollten insgesamt zwei Cover-Song auf dem Album machen. Der Lange kam mit der Originalversion von "Musik" von Nosliw und ich hab gesagt: "Das bekommst du niemals hin!" Und dann hat er das eingesungen und dann dachte ich: "Na gut, jetzt muss ich aber erst mal einen nachlegen." So kamen wir halt auf die Idee "Polizisten" zu machen. Eigentlich ein Song gegen die Polizei, aber halt clever umschrieben, nicht zu krass formuliert. Und irgendwie passte das dann auch zu Too Strong. Die Gitarren die drauf sind, sind auch alle von den Extrabreit-Jungs eingespielt worden. Ja, und so kam das Extrabreit-Feature. Bei Curse wars so, dass der Lange und Curse irgendwann mal einen Disput hatten. Da war dann auch jahrelang Funkstille und das wollten wir dieses Mal einfach ändern. Einfach mal alte Sachen begraben. Und wie kann man das besser machen als wenn man einen Track zusammen macht?!
Am 31. Oktober 2009 kann man euch in München auf der Juice Jam live sehen. Wie ist es denn dazu gekommen?
Ja, im Endeffekt wurden wir von der Juice eingeladen. Man sagte uns dann, dass es dort eine Legends Stage geben wird und wir wurden gefragt ob wir darauf Bock hätten. Ja und dann haben wir gesagt, dass wir das natürlich gerne machen. Vor allem mit den Stiebers dann zusammen, die treten da ebenfalls auf. Das wird auf jeden Fall eine feine Sache!
Habt ihr bereits schon weitere Live-Auftritte geplant?
Also jetzt natürlich am 3. Oktober die Album Release-Party in Dortmund im FZW. Dann haben wir als nächstes den Juice Jam am 31. Oktober in München und dann sind wir am 05. November in Würzburg in der alten Posthalle und am 07. November in Heidelberg in der Halle 2. Weitere sind dann noch in Planung, z.B. in der Schweiz, aber da kann ich im Moment leider noch nichts darüber sagen. Wir wollen es auch im Endeffekt nicht überreizen und wir werden auf jeden Fall keine richtige Tour sondern nur Wochenend-Gigs spielen.
Und all diese Gigs werden zusammen mit eurer Live-Band sein?
Ab jetzt ist alles mit Band, die übrigens The Vandalz heißt.
Wie geht es denn eigentlich der SILO-NATION? Lebt diese noch?
Komm einfach auf eins unserer Konzerte und dann weißt du ob's noch lebt oder nicht. [lacht] Denn die Leute, die dort vor der Bühne stehen, das ist die SILO-NATION! Das sind unsere Fans. Mich hat damals sogar jemand angeschrieben, der gefragt hat, wie man denn der SILO-NATION beitreten kann. Ob ich ein Anmeldeformular dafür hätte oder so. [lacht] Das gibt's natürlich nicht! Es gibt kein Anmeldeformular oder so was. Wer dabei ist, ist dabei. Die SILO-NATION steht für "Aufnahmebereitschaft und Speicherkapazität", d.h. direkt jedem Menschen gegenüber stehen, ihn zu akzeptieren wie er ist. Egal welche Religion, egal welche Hautfarbe, egal ob er ein Drogenproblem hat oder nicht. Sondern den Menschen erst einmal kennen zu lernen, ihn einzuschätzen und nicht über ihn voreilig zu urteilen. Das ist die SILO-NATION! Das ist auch im Endeffekt unsere Meinung als Menschen. Und jedem der sich da anschließen kann, der ist dabei und wer das nicht kann, der eben nicht. Es heißt auf jeden Fall nicht, dass wir unter uns bleiben wollen, sondern ganz im Gegenteil! SILO ist offen für alles! Aufnahmebereitschaft und Speicherkapazität!
Habt ihr schon weitere Zukunftspläne neben den bevorstehenden Auftritten? Zum Beispiel Singles aus dem Album?
Also die erste Single "Musik / Polizisten" ist ja schon seit dem 18. September draußen. Als nächstes wird "Eine Nacht (feat. Curse und Viola) / Schrei!" als Single erscheinen. Was die dritte Single sein wird, ist noch offen.
Und neben den Singles? Noch weitere Pläne?
Also bei jeder Single wird es zu jedem Song einen Remix geben, der dann auch wirklich nur auf der Single vorhanden sein wird. Bei "Musik" gibt's einen Remix, bei "Polizisten" ist das genauso und so wird sich das dann durch alle drei Singles ziehen.
Dann gibt es ja schon einen Remix auf der Juice Seite von "Katakomben", dann wird es auf der Vinyl-Edition von "Rap Music Is Life Music" einen Stieber Twins Remix geben und dann haben wir noch ein paar Remixe im Petto, auch von alten Songs und wir planen zum Jahresende diese Remixe separat als CD zu veröffentlichen. Im Endeffekt eine Mini-LP mit wahrscheinlich acht Remixen. Und im nächsten Jahr planen wir auf jeden Fall die "Rabenschwarze Nacht EP", "Greatest Hits", "InterCity Funk", "Die 3 Vonne Funkstelle" und "Royal TS" neu aufzulegen. Denn es kann nicht sein, dass eine "Greatest Hits" CD bei eBay für 123 € über den Ladentisch geht. Das ehrt uns zwar, aber es kann nicht sein, dass die Leute dafür so viel Kohle lacken. Und deshalb wollen wir diese noch mal neu auflegen und mit Sicherheit auch mit ein bisschen Mastering den Sound ein wenig an das zeitgemäße anpassen. Und natürlich ist noch die lang angekündigte "Greatest Hits 2" [Arbeitstitel] offen, welches dann wirklich ein Best Of Too Strong Album werden soll [Anm. d. Rdk.: "Greatest Hits" aus dem Jahre 1994 war ein "normales" Album]. Wir werden da also nicht einfach nur alte Songs drauf packen. Wir werden uns da auf jeden Fall noch was einfallen lassen. Gleichzeitig planen wir auch endlich noch eine DVD. Worauf alle offiziellen Musikvideos und noch irgendwelche "Easter-Eggs" wie z.B. YouTube-Videos oder so drauf sein werden. Also insgesamt werden es so cirka 30 bis 40 Minuten Videomaterial.
Ich danke dir vielmals für das Interview und möchte dir die letzten Worte überlassen, damit du dem HipHop-Jam Publikum noch eine persönliche Message mit auf den Weg geben kannst.
Hip Hop ist Rap, Breakdance, Graffiti. Wobei zum Rap natürlich auch das DJ-ing gehört. Und das findet nicht im Internet statt. Das findet einfach draußen statt und das findet live statt! Also geht raus. Legt euren PC beiseite, fahrt ihn runter. Kloppt den mit einem Hammer zusammen. Nehmt eure Füße in die Hände und geht zum nächsten Too Strong Jam und dann seht ihr was Hip Hop ist! Es ist alles mit dabei. Macht das! Dankeschön!