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Ramsi Aliani Interview
Ramsi Aliani
Nach vielen Jahren in der deutschen R'n'B-Szene veröffentlicht der aus Ratingen stammende Deutsch-Tunesier Ramsi Aliani mit "Schuld An Guter Musik" sein langerwartetes Debütalbum, das digital über sein eigenes Label Mo Chocola Records erscheint und komplett ohne Gastauftritte auskommt.

Links:
www.ramsialiani.de
www.myspace.com/ramsialiani

Review:
"Schuld An Guter Musik" Review
Shoutout / Snippet:
Ramsi Aliani Audio Shoutout
"Schuld An Guter Musik" Snippet

Bestellen:
Amazon.de (MP3)

Interview

Ramsi, du bist mittlerweile schon seit vielen Jahren in der deutschen Musikszene vertreten, aber von manchen wirst du sicherlich immer noch als Newcomer gesehen. Könntest du dich für diejenigen bitte kurz vorstellen?

Mein Name ist Ramsi Aliani, ich mache deutschsprachigen R'n'B, lebe in Ratingen – das ist ca. 5 Minuten von Düsseldorf entfernt – und bin Deutsch-Tunesier kann man sagen.


Dein Debütalbum wurde ja mittlerweile öfters verschoben und auch schon vor einigen Jahren angekündigt. Wieso erscheint es erst jetzt? Was war der Hauptgrund für die ganzen Verschiebungen?

Im Grunde genommen ist es so gewesen, dass wir damals in unserem alten Camp zwar immer Musik gemacht haben, aber nie wirklich eine Struktur hatten, Sachen zu veröffentlichen und einen Plan aufzustellen, wie und wann etwas erscheint. Das einzige, das ich immer gemacht habe, war, an Songs zu arbeiten und sozusagen immer auf Abruf bereit zu sein, wenn es heißt, dass mein Album bereit ist, rauszukommen. Dazu muss ich aber sagen, dass später ganz andere Sachen dazukamen. Zum Beispiel hatte ich im letzten Jahr zwei Operationen. Bei der einen wurden mir sechs Zysten aus dem Hals operiert – da war ich eine Zeit lang richtig Game Over und konnte überhaupt keine Musik machen. Und dann kam auch noch eine Nasen-Nebenhöhlen-Operation dazu. Dadurch habe ich quasi ein ganzes Jahr verloren. Also im Grunde genommen wäre mein Album schon vor einem Jahr gekommen, nur da war es dann einfach gesundheitlich nicht möglich. Deswegen komme ich nun 2010 in aller Frische und habe natürlich auch dafür gesorgt, dass die Songs aktuell sind und keine älteren Songs oder so dabei sind.


Ursprünglich sollte das Album ja den Titel "Alles Gute Kommt Von Unten" tragen, wenn ich mich nicht recht irre …

[lacht] Ja, da liegst du richtig …


Ramsi Aliani Wieso hast du es denn in "Schuld An Guter Musik" umbenannt?

Also ich hatte 2005 ja mit Eko einen Song namens "Alles Gute Kommt Von Unten" – das war ein Online Exclusive. Das sollte auch quasi der Vorbote zum Album sein. Aber irgendwann kam dann ja der Labelsampler von Bushido raus, der "Alles Gute Kommt Von Unten" hieß – für mich war das cool, da wir ja eh schon einen Song hatten, der so hieß, aber es wäre auch uncool gewesen, wenn ich auch nochmal mein R'n'B-Album "Alles Gute Kommt Von Unten" nennen würde. Deshalb habe ich mir gedacht, wenn Bushido und seine Jungs das Ding so nennen, dann suche ich mir eben einen anderen Titel.


Warst du im Endeffekt etwas enttäuscht, dass dir Bushido mit dem Titel zuvor gekommen ist?

Also die Story war so, dass damals ein Freund zu mir angekommen ist und meinte: "Hey, Bushido nennt sein Album 'Alles Gute Kommt Von Unten'". Und ich meinte dann: "Wie jetzt? Laber nicht, was hat denn sein Album mit meinem Song zu tun." Dann hab ich mir das angeguckt und gesehen, dass das echt so war. Eko und Bushido waren ja damals auch connectet und Bushido hatte damals auch mein "R-Reicht" Mixtape gehört und wusste, wie mein Album heißen sollte. Aber wie gesagt, für mich war das dann cool und ich hab ja auch genug andere Ideen. Außerdem hat ja alles irgendwie und irgendwo auch etwas Gutes ansich. Zum Beispiel haben die Leute dann wegen dem Bushido Album auch unglaublich viel über mich geredet – gerade in der Zeit, wo ich musikalisch nichts mehr gemacht hatte.


Wieso eigentlich "Schuld" an guter Musik und nicht zum Beispiel "Grund" für gute Musik? Schuld hat ja an und für sich eine negative Bedeutung.

Ja, das stimmt. Da hast du recht. Aber ich habe mir gedacht: Manche sind Schuld an irgendwelchen Sachen, die sie gemacht haben und wofür sie dann zurechtgewiesen werden. Ich hab das dann von einer ironischen Seite gesehen und mir gedacht: die einen sind Schuld für den oder den Überfall und ich bin eben Schuld an guter Musik. Das muss man mit einem Augenzwinkern sehen. Das heißt jetzt nicht, dass ich rausgehe und sage: ich bin Schuld an guter Musik von euch allen oder so. So ist das nicht gemeint.


Das Album erscheint nur digital. War das eine persönliche Entscheidung von dir oder hat es an strukturellen Problemen gelegen?

Ne, also das war meine persönliche Entscheidung und ist im Grunde genommen auch eine sehr gute Idee. Du musst das so sehen: in 5 Jahren wird es keine CDs mehr geben. Wenn sich jetzt einer mein Album geben möchte und in die Stadt geht oder joggen geht, dann wird der sicher keinen CD-Player dabei haben. Ein MP3-Player ist ja das gängigste heutzutage und ein Album digital zu veröffentlichen ist das schlaueste – vor allem spart man dabei auch sehr viel Geld. Ich könnte ja auch ohne Probleme die CDs pressen lassen und einen Haufen Geld dafür hinlegen, aber die Wahrheit ist, dass die Leute das in ihrem Auto-Radio, auf ihrem MP3-Player, iPod, iPhone oder whatever hören werden. Deswegen habe ich mir gedacht, dass der digitale Weg der beste ist, den ich einschlagen kann. Das Album ist jetzt in über 250 digitalen Shops erhältlich und das ist auf jeden Fall ein sehr smarter Weg – das kann ich nur jedem empfehlen.


Könnte unter dieser Entscheidung aber nicht eventuell die Aufmerksamkeit des Albums leiden? Vor allem für die Fans von guten, alten CDs, die sich auf ein dickes Booklet freuen und das Ganze in den Händen halten möchten?

Das stimmt schon. Aber du hast es ja vorher schon selbst gesagt – für die Leute, die mich noch nicht kennen oder mich jetzt erst kennenlernen, bin ich mehr oder weniger immer noch ein Newcomer. Wenn du eine CD presst, landet die irgendwie – und ich weiß nicht wie – ein oder zwei Wochen vorher ins Netz und keiner weiß, wer es war. Aber wir haben heute – damit die Leute nicht durcheinanderkommen – den 2. Februar und das Album kommt am 5. Februar heraus und ist immer noch nicht im Netz. Das spricht einfach dafür. Dadurch bist du die ganze Zeit sicher und kannst sehen, dass die Leute, die dich wirklich supporten wollen, sich das Album digital holen – und auch wenn die CD letztendlich nicht da ist, ist die Musik da und darauf kommt es an. Ansonsten gibt es aber auch ein Cover, das man sich runterladen kann – letztendlich kommt es aber einfach auf die Mucke an.


Und hast du auch nie daran gedacht – wenn das Album schon digital erscheint – vielleicht eine limitierte Anzahl an Alben selbst zu pressen und irgendwie selbst über einen Online Shop zu vertreiben, wie das einige Künstler in letzter Zeit machen?

Doch, die Idee stand auf jeden Fall für mich in Frage. Aber als ich die Entscheidung letztendlich getroffen habe, sagte ich mir, dass ich das jetzt mit dem Album einfach so mache und den digitalen Weg einschlage, sodass ich damit vielleicht sogar etwas Bahnbrechendes schaffen könnte und sich die Leute später sagen: "Guck mal, das schlaueste was man machen kann – das hat der Ramsi gemacht. Er hat das Album digital veröffentlicht, sein Album kam genau dann raus, wann es rauskommen sollte, er hat gar nicht viel ausgegeben, aber im Endeffekt 100% Gewinn damit gemacht." Wir werden mal schauen. Ich will halt nicht unbedingt die Wege gehen, die andere gegangen sind. Ich orientiere mich an 2010 und sehe mir das Ganze mit Erfahrung an – ich kenne so viele Leute, die ihre Alben richtig rausgebracht haben und konnte einfach sehen, was für eine Scheiße die durchmachen mussten. Durch die ganzen Sachen, die ich gehört und gesehen habe, habe ich mir einfach meinen Masterplan gemacht.


Du hast vor einigen Jahren ja bereits mit deinem "R-Reicht" Mixtape für großes Aufsehen innerhalb der deutschen R'n'B-Szene gesorgt. Songs wie "An Meiner Seite" oder "Wie Viele Male" wurden ja teilweise zu richtigen Internet-Hits. Denkst du, dass du diese hohe Qualität mit deinem Debütalbum halten oder eventuell noch übertreffen kannst?

Also bei dem Album jetzt gab es teilweise Songs, die ich gar nicht rausbringen wollte. Es gibt zum Beispiel den Song "Du Hast Meinen Kopf Gefickt" – den wollte ich anfangs gar nicht rausbringen, weil ich selber von mir gesagt habe, dass dieser Song einfach nur ehrlich ist. Mich kennt man ja auch nicht anders. Ich habe nie irgendeine Scheiße erzählt. Die Songs auf dem Album sind wirklich das Beste, was ich je geschrieben habe. Wenn du das Album hast und in Ruhe durchhörst, dann wirst du das auch merken. Ich habe einfach ehrliche Musik gemacht und das ist auch nichts, wofür man sich irgendwie fremdschämen müsste oder so. Ich gehe jetzt nicht raus und sage, dass ich alles bisherige übertreffe, aber ich kann schon sagen, dass ich da angeknüpft habe, wo ich damals aufgehört habe.


Ramsi Aliani Wie würdest du generell die Unterschiede zwischen dem "R-Reicht" Mixtape und deinem Album beschreiben? Abgesehen davon, dass auf deinem Album klarerweise nur exklusive Beats sind.

Also abgesehen davon ist ein wichtiger Unterschied, dass auf dem Album gar kein Feature drauf ist. Das wollte ich nicht, da ich auf meinem "R-Reicht" Mixtape schon eine Menge Features draufhatte – Eko, Jonesmann, Manuellsen, Summer Cem, Kay One – die ganzen Leute, die jetzt gerade am Start sind. [lacht] Beim neuen Album ist es so, dass ich 13 von den 15 Tracks selbst produziert habe, die restlichen zwei hat CeeJay Beats gemacht – das ist ein sehr guter Freund von mir, der aus Düsseldorf kommt. Beim Album ist es eben so, dass das eine richtige Visitenkarte von mir ist, da da einfach alles von mir kommt – Gesang, Beats und die Texte.


Stand diese Entscheidung von Anfang an für dich fest? Hattest du nie daran gedacht, mit mehreren Produzenten zusammenzuarbeiten?

Gute Frage. Das hab ich mich damals, bevor ich an das Album rangegangen bin, auch selbst gefragt. Am Ende hat sich aber gezeigt, dass wenn ich fünf oder sechs Songs mit anderen Produzenten gemacht hätte, mir am Ende einfach fünf oder sechs Songs gefehlt hätten, wo ich mich auch selbst mit einbringen könnte. Das Album ist sehr vielfältig geworden und geht in viele Richtungen. Es gibt wirklich sehr viele Stimmungen und da habe ich mir dann einfach gesagt, dass ich das alleine durchziehe, auch wirklich weil ich's ja kann. Ich habe einen sehr großen Output und hatte einfach Bock darauf, das alles zu machen – für dieses Album. Für das nächste Album werde ich auf jeden Fall mit mehreren Produzenten zusammenarbeiten und auch andere Sachen ausprobieren. Es gibt ja auch einige Leute, mit denen ich schon was gemacht habe und auch einige, mit denen ich noch gerne was machen würde.


Gibt es denn bestimmte Produzenten, mit denen du gerne zusammenarbeiten würdest?

Also aus den USA wäre es auf jeden Fall Timbaland – der ist ein richtiges Genie und ich sehe mich selbst auch in gewisser Weise als ein Genie. Wenn man zum Beispiel die ganzen verrückten Songs von mir hört wie z.B. die Sachen mit Jonesmann – das ist einfach R'n'B auf einem ganz anderen Level. Für manche Sachen braucht man dann auch einfach bestimmte Produzenten, um sich ausleben zu können. Das sind dann nicht die Produzenten, die eher diese geraden Beats machen, sondern einfach ganz andere Beats haben so wie es bei Timbaland der Fall ist. Was Deutschland angeht, kann ich dir sagen, dass ich vor kurzem zum Beispiel mit PhreQuincy etwas gemacht habe. Aber es gibt auf jeden Fall einige Leute, mit denen ich gerne zusammenarbeiten würde.


Hast du denn auch irgendwann vor, für andere Künstler zu produzieren?

Das habe ich vor. Ich habe auch schon seit langem den Wunsch, jemand weiblichen zu produzieren. Sozusagen mein Sound, aber als Sprachrohr für die Frauen. Also so ähnlich wie ich, aber in gewisser Weise auch eigen. Das wünsche ich mir schon lange. Sowas haben wir hier in Deutschland ja auch überhaupt nicht.


Also produzieren in dem Sinne, dass du sie mit Beats versorgst oder dass du auch die Texte für sie schreibst?

Also ich sage den Leuten, die mit mir zusammenarbeiten und noch eher am Anfang stehen, immer, dass die selber schreiben sollen bzw. selber schreiben lernen sollen. Denn wenn ich anfange, denen die Texte zu schreiben, dann werden die Künstler nicht eigen und das ist einfach nicht cool. Klar - wenn das jetzt ein Act ist, der gar nicht schreiben, sondern einfach nur singen will, dann ist das wieder etwas anderes. Aber ansonsten sage ich jedem, dass er selber schreiben und seinen Style finden soll – denn der wird dich am Ende des Tages bekannt machen.


Eine Art Markenzeichen deines Styles ist der orientalische Einfluss. Siehst du diese Facette an dir eher als etwas, dass dich einzigartig macht und von anderen hervorhebt oder als etwas, das schon immer auf Grund deiner Herkunft zu dir gehört?

Ich denke der Mix aus orientalischen Einflüssen ist auf jeden Fall interessant und macht die Sache natürlich auch einzigartig. Ich finde es einfach geil und es macht mir Spaß, deutsche Lyrics mit R'n'B und orientalischen Einflüssen zu mixen. Ich denke daher schon, dass das die Sache auch einzigartig macht.


Mir ist aufgefallen, dass manche Songs auf deinem Album wie z.B. "Baby" oder "So Sexy" dann aber dennoch nach etwas klassischerem R'n'B klingen und eine geradlinigere Seite an dir zeigen.

Das hast du richtig nachempfunden. Meine Einflüsse kommen größtenteils ja auch durch den klassischen, amerikanischen R'n'B. Damals zu meiner Zeit gab es auch noch keinen deutschsprachigen R'n'B. Wir haben damals schon viel amerikanische Musik gehört und hören es auch immer noch, von daher sind "Baby" oder "So Sexy" schon so klassische R'n'B-Songs - nur auf Deutsch halt. Vor allem aber nicht so ein ekelhaft Ami-gebiteter Abklatsch, sondern schon auf coole Art und auf Deutsch. Das ist dann nicht so etwas, das man sich anhört und den Kopf schüttelt, sondern guter, deutscher R'n'B, auf den man stolz sein kann. Ich habe auch echt Wert darauf gelegt, dass es dann am Ende des Tages so klingt.

Ramsi Aliani

Kommen wir zum Inhalt auf deinem Album: Du erzählst viele Geschichten und Erlebnisse über Frauen und die Liebe. Bist du jemand, der ausschließlich selbsterlebtes in seinen Liedern erzählt oder lässt du dich manchmal auch von Bekannten oder anderen Geschichten inspirieren?

Bei mir ist auf jeden Fall beides der Fall. Die Inhalte stammen hauptsächlich aus persönlichen Erfahrungen und deshalb klingen die Sachen auch einfach so, wie sie klingen. Wenn man eine meiner Stories hört, dann weiß man, dass ich mir das nicht irgendwoher geholt habe. Teilweise sind die Stories so passiert, teilweise gibt es aber auch Stories, die davon inspiriert wurden, wenn mir Freunde oder Bekannten ihre Erlebnisse erzählt haben.


Welchen Stellenwert hat der Inhalt im R'n'B eigentlich? Würdest du sagen, dass der Inhalt nicht so vorrangig ist wie er es z.B. im Hip Hop ist und es mehr auf Melodien und den Gesang selbst ankommt?

Stimmt schon. Im HipHop hast du einfach die Möglichkeit, mehr Text in einem Song zu verarbeiten als im R'n'B. Im R'n'B schreibst du verschlüsselter, um das Gefühl und das was du rüberbrignen willst, nochmal zu verstärken. Es gibt einfach die Leute, die es etwas simpler machen und die Leute, die es etwas deeper machen – das sind einfach die verschiedenen Genres. Der eine mag Kakao, der andere mag Milch.


Wie siehst du denn die Entwicklung der deutschen R'n'B-Szene? Langsam kommt da ja wieder mehr Bewegung rein. Du bringst dein Album raus, J-Luv arbeitet auch wieder an einem Album, Jonesmann arbeitet an einem R'n'B-Album und Manuellsen singt auch immer mehr …

Ich denke, dass 2010 auf jeden Fall ein cooles Jahr für den deutschen R'n'B wird, weil die Leute mittlerweile einfach etwas aufgeweckter sind. Ich glaube momentan arbeiten fast alle in ihren Studios an ihren Alben. Ich weiß nicht, wie weit die alle sind, aber auf Grund, dass ich jetzt an den Start gehe, haben die Jungs jetzt eine Messlatte. Deswegen denke ich wird dieses Jahr viel passieren. Ich bin auch gespannt, was die anderen machen. Es wird auf jeden Fall eine coole Competition.


Stichwort Competition: Siehst du in diesen Künstlern auch eine Art Konkurrenz? Immerhin gibt es nicht sehr viele deutsche R'n'B-Künstler, die Alben veröffentlichen.

Ja, das ist normal. Die machen ja auch alle coole Sachen. Ich sehe die natürlich alle als Konkurrenz, das ist normal. Ich sehe das so wie die Fußball-Nationalmannschaften. Jeder gehört halt zu seinem Land, jeder macht was und alle spielen Fußball. Für mich ist es auch wichtig, dass andere Leute was machen, sodass auch ich eine Messlatte habe. Sowas muss es einfach geben, damit man auch eine Community hat so wie im HipHop.


Mit Jonesmann oder Manuellsen hast du ja auch schon zusammengearbeitet. Kann man da noch mehr Zusammenarbeiten erwarten?

Also mit Manuellsen habe ich zwei Songs gemacht – zwei richtige Bomben. Einer davon kommt auf das nächste Album von Juvel und beim anderen bin ich mir nicht sicher, ob der jetzt auf Manuellsens "M. Bilal 2010" Album kommt oder auf das nächste Producer Album von PhreQuincy.


Welche R'n'B-Künstler haben dich denn generell in deinem Werdegang beeinflusst?

Ramsi Aliani Die größte Inspiration für mich ist immer noch Joe. Ich bin ein sehr großer Fan von Melodien und habe da auch einen ganz eigenen Geschmack, dem Joe auf jeden Fall entspricht. Aber auch Boyz II Men, Mariah Carey oder R. Kelly. Bei R. Kelly mag ich auf jeden Fall den Style und auch den Mix aus den unterschiedlichen Sachen. Diese Künstler haben mich auf jeden Fall geprägt.


Gibt es denn bestimmte R'n'B-Alben, die du unseren Lesern unbedingt empfehlen würdest?

Also wenn jetzt jemand aus dem HipHop Genre immer noch HipHop hört und Lust darauf hat, sich mal ein gutes R'n'B-Album zu geben, dann soll er sich auf jeden Fall "12 Play" von R. Kelly geben, das man sich von vorne bis hinten sehr gut anhören kann. Ein sehr wichtiges Album ist außerdem "All That I Am" von Joe, das einfach nur gut ist. Diese zwei Alben würde ich auf jeden Fall empfehlen.


Vielen Dank für das Interview und weiterhin viel Glück und Erfolg in deiner Karriere. Gibt es noch etwas, das du unbedingt loswerden willst oder den Lesern auf unserer Seite mitteilen willst?

Danke auch für das Interview! Ich freue mich sehr über euren Support. Ansonsten möchte ich den Leuten gerne sagen: Unterstütz gute Musik. Hört euch mein Album an. Ich hab da wirklich mein Herzblut reingesteckt, da könnt ihr sicher sein. Informationen bekommt ihr über meine Homepage www.ramsialiani.de. Ich bin auch bei Twitter, MySpace und Facebook. Einen YouTube-Channel habe ich auch. Checkt das aus und danke für euren Support!

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