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K-Rino Interview
K-Rino
Nachdem der aus Houston, Texas stammende Rapper K-Rino im vergangenen Jahr ganze vier neue Alben veröffentlichte, folgt nun mit "Speed Of Thought" ein neuer Langspieler in Form einer für den britischen Markt ausgerichteten Best Of Compilation in Zusammenarbeit mit SPC UK.

Links:
www.myspace.com/spckrino
www.myspace.com/spcukwolftown

Review:
"Speed Of Thought" Review
Video / Audio:
"Holla At Me" Video
"Too Far" Audio Download

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Amazon.co.uk

Interview

Neben deinem neuen Album "Solitary Confinement", was am 27. Oktober erscheint, hast du am 21. September eine neue CD namens "Speed of Thought" herausgebracht: Eine Zusammenarbeit mit dem UK Label Wolftown. Was macht die Connection zwischen Wolftown’s Frontmann Late und dir besonders?

Wir hatten uns das erste Mal vor 9 oder 10 Jahren getroffen, als sie eines ihrer ersten Alben herausbrachten. Ich mochte ihre Musik schon immer. Die Produktion war immer sehr gelungen. Ihr Sound klang nach South Park Musik. Und Late war einfach ein talentierter Rapper mit schlauen Lyrics. We made the connection and never looked back.


Kennst du, abgesehen von Rap aus Großbritannien, anderen europäischen Rap?

Ich hab einen guten Freund in Deutschland: Psycomatic. Ich war auf seinem Album. [Anm. d. Rdk.: Psycomatic – Im Angesicht des Bösen, 2003, King ov Kingz Rekords]. Außerdem arbeite ich mit einem der meiner Meinung nach besten Produzenten aus Deutschland zusammen: Keyza Soze. Er hat vier meiner Alben mit produziert. Mein neues Album, an dem ich gerade arbeite, mit einbezogen. Ich hatte also immer eine gute Beziehung zu deutschen Rappern oder Produzenten. Und definitiv zu den deutschen Fans. Denn Deutschland ist einer der größten internationalen Umsatzmärkte für die South Park Coaliton.


Du hast mehr als 16 Alben herausgebracht und warst auf vielen Underground Alben/Tapes vertreten, aber du glänzt immer mit neuen Ideen in deinen Songs. Es wird einfach nie langweilig. Wo bekommst du all diese Ideen und Inspirationen her?

Well, I have to get a credit to God. All die Inspiration kommt von Gott. Alle Gedanken haben den Ursprung bei Gott. Wenn ich also plötzlich mit neuen Ideen daherkomme, rechne ich das Gott an und danke ihm, dass es möglich war, überhaupt auf so einen Gedanken zu kommen und ein Talent zu nutzen, mit dem er mich gesegnet hat. Den Blick auf die Industrie darf man allerdings nicht vergessen. Jeder versucht wie jemand anderes zu klingen, was eine Motivationsquelle für mich ist, in eine andere Richtung zu gehen. Ich will nicht das machen, was alle anderen tun. Ich spreche über Themen, die niemand zuvor berührt hat. Und wenn ich dann etwas berühre, was doch vorher schon mal berührt wurde, versuche ich es auf eine neue Art und Weise zu machen. That’s my motivation.


Du hast Songs wie "Waste Man" [Anm. d. Rdk.: aus dem Album "Triple Darkess Vol. 3", 2008, Black Book International; ist auch auf "Speed of Thought" vertreten] oder "Years Just Pass" [Anm. d. Rdk.: aus dem Album "Triple Darkness Vol. 1", 2008, Black Book International] in welchen du den Lebensstil von jemandem kritisierst. Möchtest du Leute mit solchen Songs aufwecken, indem du ihnen ihr eigenes Spiegelbild vorhältst?

Ja, das musst du manchmal tun. Was man allerdings bei solchen Songs beachten muss: Es ist eine dünne Linie von deinem Vorbild zu den Leuten, die du kritisierst. Das erste was du tun musst, wenn du einen Song mit so einem Charakter machst, ist dich selbst anzusehen. Du musst den Spiegel vor DEIN Gesiceht halten. Denn wir haben alle schon genug Fehler gemacht. Allerdings gibt es auch verschiedene Stufen bei so einem Song. Du hast Songs, in welchen du den Leuten einen kleinen Klaps gibst und ihnen rätst, dass sie manche Sachen besser machen sollen. Dann hast du aber auch Songs, in welchen du über richtig schlechte Menschen redest. Die Lyrics von "Waste Man" sind das Ergebnis einer Situation, in welcher wir einen Typen schon seit Jahren versuchten zu richten. Er hatte den Punkt erreicht, an dem man nicht mehr nett mit ihm reden konnte. Da musste er mit so einem Song rechnen. And if he take it the wrong way, take it the wrong way.


K-Rino Dein Vokabular ist gigantisch und du spielst mit Worten wie ein Kind mit Bauklötzen. Wie würdest du deine Leidenschaft für Worte beschreiben?

Ich versuche anders zu sein. Ich versuche meine Gedanken so weit wie möglich voranzutreiben. Und wenn ich weiß, dass ich meine Gedanken so weit wie möglich vorantreibe, wird es automatisch auch den Zuhörer dazu bringen, seinen Verstand zu fordern, denn er wird forschen, worüber ich rede. Er wird nach der Bedeutung von speziellen Worten, die ich benutze, suchen. In einer Industrie, wo die ganze Musik an Qualität verloren hat und jeder über den totalen Einheitsbrei rappt, versuche ich die Leute zum Denken zu animieren. Ich will nicht, dass ihr verdummt, ich will eure Intelligenz steigern. Wenn du nichts lernen möchtest, dann ist mein Album das falsche für dich.


Wenn ich allerdings einen Song wie "Break It Down" ]Anm. d. Rdk.: aus dem Album "Worst Rapper Alive", 2003, Black Book International; in dem Song präsentiert K-Rino seine Wortspielkünste] höre, dann kommt es mir nicht nur vor, als würdest du Leute belehren wollen. Es kommt mir vor, als sind Worte dein absolutes Hobby, deine Leidenschaft.

Oh yeah! Ich meine, es ist alles Teil eines Wettstreits. Gerade wenn ich einen Song wie "Break It Down" mache, denke ich an alle großen Rapper, von früher und heute. Ich muss deutlich machen, dass ich einen Standard setze, den alle anderen erst einmal erreichen müssen. Genauso wie als Rakim "Follow The Leader" [Anm. d. Rdk.: aus dem gleichnamigen Album von Rakim & Eric B., 1988, UNI/MCA Records] schrieb, oder KRS One "Poetry" [Anm. d. Rdk.: aus dem Boogie Down Prod. Album "Criminal Minded", 1987, B-Boy Records] schrieb, oder wenn Canibus einen großartigen Song schreibt. Wenn diese MC‘s mit einen guten Song daherkommen, setzt das einen Standard. Alle anderen Rapper haben diesen Standard zu erreichen. Es ist also ein Wettstreit. Ein freundlicher Wettstreit. Es läuft so: Ich sage: "Weißt du was? Ich mache etwas, was noch nie gemacht wurde." Wenn es dann jemand hört will er sagen: "Ich wünschte ich hätte zuerst die Gedanken gehabt, das zu machen!". Wenn es dann jemand sozusagen nachmacht, muss er hart arbeiten, um es auf dem Level zu schaffen, auf dem ich es gemacht habe.


Beschreibe den Prozess, den du durchlaufen musstest, um deinen umfangreichen Wortschatz zu gelangen. Was hast du dafür getan?

Das sind Jahre voller Lesen und Lernen. Wenn ich etwas gelesen habe und ein Wort wahrgenommen habe, dass ich noch nie zuvor gesehen habe, hab ich das Wort direkt nachgeschlagen und gelernt was die Bedeutung davon ist. Als ich angefangen habe zu rappen, habe ich Rapper wie T La Rock, Kool Moe Dee oder KRS One analysiert. Die intelligenten Rapper, die komplizierte Worte benutzt haben. Besonders T La Rock. Diese Texte waren eine Motivation für mich, auch so ein Wissen zu erlangen. Es ist ein Prozess, in welchem du den Willen haben musst, mehr Wissen zu erlangen. Du musst lernen wollen. Du musst nicht nur die Standard Worte, die deine Sprache hergibt, benutzen wollen. Allerdings muss ich meinen Eltern da auch etwas anrechnen. Ich denke ich stamme von ziemlich intelligenten Genen.


Politische Kritik und Sozialkritik sind zwei von vielen deiner Themen in deinen Songs. Du kritisierst Mal auf eine lustige Art und Weise wie in deinem Song "President K" [Anm. d. Rdk: Aus dem Album "Triple Darkness Vol. 1", 2008, Black Book International] oder auf eine seriöse Art und Weise wie beim Song "Blood Doctrine" [Anm. d. Rdk.: aus dem gleichnamigen Album, 2008, Black Book International]. Bist du wenigstens ein bisschen glücklicher, seit der neue Präsident ins Weiße Haus eingezogen ist?

Es ist leider kein großer Unterschied zu vorher. Wir haben Respekt für Barack Obama, aber die Tatsache ist, dass er in einer nicht zu reparierenden Situation ist. Denn die vorigen Regime haben so viel Schaden hinterlassen und haben dem Land so einen Schlag versetzt. Sei es bezogen auf die Arbeitslosigkeit, bezogen auf die Wirtschaft, den Krieg oder die Drogen. All these things been going on for years! Und dann kommt ein Typ, von dem erwartet wird, dass er alles aufräumt. Obama hat eine Bombe in die Hand gedrückt bekommen, die nicht zu entschärfen ist.


Also wird sich auch nichts verändern, wenn die USA nächstes Mal für "President K" wählt?

[Lacht] Ein paar Dinge werden sich ändern, wenn ich eure Stimme bekomme. Wir würden ganz neu, von ganz vorne anfangen. I’m going to break everything down to it’s lowest compound. Ach und mein Personal! Bil O’Reily und viele andere dieser rassistischen Fox News Reporter werden nicht zu glücklich mit meinen Entscheidungen und meinem Personal sein.


Das kann ich mir vorstellen. Als jemand, der schon auf mehr als 20 Jahren Standhaftigkeit im Rapgame zurückblicken kann: Wie siehst du deine Entwicklung als Künstler vom ersten C.O.D. Album [Anmk. D. Rdk.: „Comin‘ Out Doggin‘“, 1990, Radical Records; Collaboalbum mit South Park Coalition Mitglied Dope-E] bis jetzt?

It’s a long, long way, man! Ich bin froh, denn ich denke ich bin als Künstler und als Person gewachsen. Ich denke du musst dich erst als Person weiterentwickeln, bevor du dich als Künstler weiterentwickeln kannst. Denn deine Lebenserfahrung überträgt sich auf deine Musik. So the development been good, it’s been good. Und die Entwicklung meines Handwerk als Schreiber: Das ist ein niemals endender Prozess. Ich denke, solange man Texte schreibt, kannst du auch immer besser werden. Aber nimm mich mal aus 2009 verglichen mit dem K-Rino aus 1990. Der K-Rino aus 1990 war ein bisschen wütender, garstiger und verrückter. Jetzt bin ein bisschen gelassener. Ich wünschte manchmal ich hätte diese gigantische Leidenschaft von früher noch.


K-Rino Lass uns über dein Feature mit Scarface auf seinem letzten Album "Emeritus" [Anm. d. Rdk.: 2008, Rap-A-Lot Records; K-Rino hat auf dem Song "Who Are They" einen Gastauftritt gemeinsam mit Slim Thug]. Hast du das Gefühl, dass dich mehr Leute kennen, seit das Album draußen ist?

Es ist keine große Veränderung! Wenn es allerdings vor 10 Jahren passiert wäre, dann wäre das was ganz anderes gewesen. Aber heute - da hast du jemanden wie Scarface. Jemand der einer der besten aller Zeiten ist und viele Leute wissen gar nicht, dass er ein neues Album herausgebracht hat. Dabei war das Album eines der besten, die zu dieser Zeit rauskamen. Es ist eine Schande wie verkorkst die Musikindustrie heutzutage ist. Wenn es also früher passiert wäre - when the game was still real - dann hätte der Gastauftritt große Auswirkungen auf meine Karriere und meine Zukunftsprojekte gehabt, und zwar auf Anhieb! Heutzutage ist es so: Da hast du die eingefleischten Scarface-Fans. Wenn sie mich kennen sagen sie: "Ok, Ich hab K‘ drauf gehört!". Verstehe mich nicht falsch, ich bekomme viel anständigen Respekt, aber für alle anderen Leute, die, die mich nicht kennen bin ich dann einfach irgendein Typ, der neben Scarface und Slim Thug rappt.


Aber die Fans haben ja wirklich auf diese Zusammenarbeit zwischen euch gewartet. Ihr kommt ja nicht nur aus derselben Ecke. Es gibt sogar einen Storytelling-Track von dir, "The Set Up", [Anm. d. Rdk.: Aus dem Album "Ten Year Run", 2003, Black Book International], in dessen Story Scarface eine große Rolle spielt. Ich dachte mir immer: "Scarface ist sogar Teil von einer von K-Rinos Geschichten und die beiden haben noch nicht mal einen Song zusammen. Verdammt!".

[Lacht] Ja, weißt du, Scarface und ich, wir haben seit Ewigkeiten ein gutes Verhältnis. Aber manchmal bleibt die musikalische Seite dabei einfach außen vor. Da hast du zwei Künstler, die noch nie zusammen gearbeitet haben und viele Leute denken sich: "Die kennen sich nicht. Oder vielleicht kommen sie sogar gar nicht miteinander klar." Aber so ist es nicht. Es ist eine ganz andere Situation! Da gibt es Probleme mit dem Label oder ähnliches, die so eine musikalische Zusammenarbeit manchmal unmöglich machen. But behind the scene, we always been cool.


Ist diese Situation mit Scarface ähnlich wie zur Screwed Up Click? Ich meine, die Screwed Up Click und die South Park Coalition sind die größten Hip-Hop-Gruppen aus Texas, aber abgesehen von Hawk, Z-Ro und Trae hast du nie wirklich mit vielen MC‘s von der Screwed Up Click gearbeitet. Zum Beipsiel nicht mit Lil‘ KeKe, Grace oder ESG. Warum?

In manchen Situationen ist es einfach tatsächlich so, dass man sich einfach nicht gut genug kennt, obwohl man vom selben Ort kommt. Wir haben neutralen Respekt zueinander. Wir grüßen uns wenn wir uns sehen, aber wir kennen uns einfach nicht besonders gut. Lil‘ KeKe ist meiner Meinung nach einer der fünf besten MC’s, die jemals aus Houston kamen, aber wir waren noch nie in einer Situation, in der wir so zueinander standen, dass wir einen Song zusammen gemacht hätten. Und es gibt viele andere Leute aus der Screwed Up Click, die ich nicht mal richtig kenne. Du hast Grace erwähnt. Ich kenne Grace persönlich nicht. Ich weiß nicht mal, ob wir uns mal über den Weg gelaufen sind. Wenn doch, dann sicherlich nur 1 bis 2 Mal. Aber ESG und ich: Wir kennen und schon sehr lange. Bei ESG ist es wie bei Scarface. Wir haben uns zu den Zeiten kennengelernt, wo ESG "Swanging and Banging" herausgebracht hat [Anm. d. Rdk.: Der Song gilt als Südstaaten-Klassiker und ist aus dem Album "Ocean of Funk", 1995, Perrion Records]. Wir verstanden uns immer gut, aber haben nie wirklich zusammen einen Song aufgenommen. Er ist sogar in einem meiner Videos. Ich habe ein Video zu einem Song namens "On My Side" aus dem "Time Traveler" Album [Anm. d. Rdk.: 2006, Black Book International] und ESG hat dort einen Cameo-Auftritt. Es war cool für viele Leute, mich mit jemandem zu sehen, mit dem sie mich normalerweise gar nicht in Verbindung setzen würden.


War die Beziehung zwischen Screwed Up Click und South Park Coalition anders bevor DJ Screw [Anm. d. Rdk.: 20. Juli 1971; † 16. November 2000] starb? Denn ich denke er war sowas wie ein Bindeglied zwischen SPC und SUC. Liege ich da richtig?

Ja, er war definitive ein Bindeglied. Ich kannte Screw schon bevor er die Screwed Up Click gegründet hat. Wir haben uns in der High School kennengelernt und ich hab ihn mit meiner South Park Coalition bekannt gemacht. Wir verstanden uns wirklich gut, also hat er dafür gesorgt, dass die Screwed Up Click und die South Park Coalition gegenseitig ihre Musik kennenlernen. Indirekt hat er uns dann auch in seine eigene Arbeit, seine Tapes, eingeführt. Fat Pat ist übrigens auch mit mir in die High School gegangen, aber ich wusste erst gar nicht, dass er ein Rapper ist. Fat Pat war der totale Klassenclown, aber durch Screw lernte ich ihn dann auch als Rapper kennen. Lil‘ KeKes Musik wurde mir vorgestellt, ich lernte über die gesamten Screwed Up Click. So he was definitely a link.


Aber Samples von DJ Screw oder Fat Pat in deine Songs mit einzubringen, davon bist du kein Fan, stimmt's?

Man samplet ja schon seit es Rap gibt. Freak out play, ein Typ der sich einfach das Mic schnappt und zu einem Instrumental anfängt zu rappen. Also habe ich kein Problem damit. Es ist cool in kleinen Dosierungen, aber ein großer Fan bin ich tatsächlich nicht davon, denn wenn ich einen Song mit jemanden mache, möchte ich wissen, dass ich mit ihm zusammengearbeitet habe. Ich will kein Vers von dir, weil du im Gefängnis bist oder weil jemand gestorben ist und man hat dir einen Vers von ihm gegeben. Für manche scheint das ja ganz cool zu sein, aber wenn ich einen Song mit zum Beispiel Scarface mache, dann möchte ich wissen, dass wir in einer Runde zusammen saßen und es zusammen zustande gebracht haben oder dass wir wenigstens den modernen Weg genommen haben und er mit einen Vers geschickt hat. Jedenfalls ist für mich wichtig, dass es naturgemäß gemacht wird. Aber ein Sample? Ein Vers oder eine Hook? Ich bin kein großer Fan, aber ein Problem habe ich damit nicht.


2008 hast du vier Alben veröffentlicht. Was kannst du uns über das Feedback dazu sagen? Hast du nur positives Feedback bekommen oder haben manche Leute auch sowas gesagt wie "Mhmm… Bitte mehr Qualität und weniger Quanität das nächste Mal"?

Ich habe keine negative Kritik zu spüren bekommen. Wenn es welche gegeben hätte, dann wäre es halt so. Aber ich habe viel Positives gehört. Die Fans zeigen mir viel Dankbarkeit. Sie waren glücklich, dass ein Künstler sie mit so viel Musik in einer Periode von weniger als 365 Tagen versorgt. Denn heutzutage hörst du von vielen Rappern nur alle 2 Jahre was. Und wenn sie doch jedes Jahr ein Album herausbringen, dann sind nur 1 oder 2 Songs gut und der Rest ist schwach. Mein Ziel dagegen ist es immer sicher zu gehen, dass ich dir bezogen auf den Inhalt ein qualitativ gutes Album gebe. Es ist in etwa so: Jemand lädt dich zum Mittagessen zu sich nach Hause ein und will nicht aufhören dich zu füttern, obwohl du schon längst genug hast. Das Essen ist sehr gut, aber du hast genug. Aber sie sagen dann: "Weißt du was? Ich pack den Rest für dich zusammen und du kannst es mit nach Hause nehmen und später essen." Das ist, was ich letztes Jahr gemacht habe: I’m sending you off with a bunch of food that you can eat when you want to eat.


K-Rino

Ich finde dein Album "K-Rino" aus 1998 war das härteste Album, dass du je veröffentlich hast. Es ist ein bisschen verschieden im Vergleich zu anderer deiner Arbeiten. Können wir erwarten, dass du deinen Stil in Zukunft in eine etwas andere Richtung gehen lässt, als du es 1998 auf die harte Art und Weise gemacht hast?

Das Problem bei dem Album war, dass es gar nicht herausgekommen ist, wie es erst herauskommen sollte. Das Label hat die kreative Arbeit bei dem Album übernommen. Die Texte haben für sich gesprochen, aber das hat einfach zu dem gepasst, wo ich zu der Zeit stand. Allerdings hast du vor diesem Album noch nie gesehen, dass ich ein Album veröffentlicht habe, dass nur 10 Tracks beinhaltet. Und dieses Album hatte nur 10 Songs. Es wurden dann hinterher 11, weil ein Song geremixed wurde. Aber die Tatsache ist, dass eine Menge meiner Songs, die für das Album gedacht waren, einfach weggelassen wurden. Es gab 6 Songs, die es nicht auf das Album geschafft haben. Gute Songs, die die Leute wahrscheinlich gerne gehört hätten. Ach und kennst du das Cover? Irgendeine komische Sonne, durch die mein Name geht. Als sie mich angepisst haben, und ich ihnen gesagt habe, dass ich keine Arbeit mehr für sie mache und dann kein Bild für das Albumcover habe machen lassen, mussten sie eben improvisieren. Und dieses Cover war das Beste, was sie zustande bringen konnten. Ich musste ihnen die Songs schicken, weil ich eben einen Vertrag zu erfüllen hatte, aber sie dachten, sie wären die Rap-Experten und können aussuchen, welche Songs sie benutzen. So hatte ich meine Arbeit nie gemacht, denn ich hatte mein eigenes Label und kreative Kontrolle über meine Arbeit. Viele Leute mochten das Album. Es gab ja auch meine Lyrics und Konzepte, aber ich persönlich finde, ich habe schon besseres hinbekommen. Viele sagen sogar: "Das ist mein Favorit von K-Rino.", aber um ehrlich mit dir zu sein: Es würde nicht in meiner Top 5 auftauchen, wahrscheinlich nicht mal in meiner Top 10.


Wo wir grade bei deiner persönlichen Topliste sind: Was ist dein Lieblingssong von allen, die du jemals aufgenommen hast? Und was ist dein persönliches Lieblingsalbum?

Zu sagen, welcher Song mein Favorit ist, ware unmöglich. Ich glaube nichtmal dass ich einen Lieblingssong habe. Vor ein paar Jahren hat mich schonmal jemand gefragt was mein Lieblingsalbum ist und ich sagte ohne Wenn und Aber "Fear No Evil" [Anm. d. Rdk.: 2004, Black Book International], da das Album meine Fähigkeiten als Schreiber und meine textliche Tiefe so gut wie kein Album zuvor reflektiert hat. Aber seit "Fear No Evil" habe ich "Book Number 7" [Anm. d. Rdk.: 2007, Black Book Int.], "Blood Doctrine" und "Triple Darkness Vol. 1" aufgenommen und diese Alben sind sehr weit oben in der Rangliste gelandet. "Book Number 7" hat "Fear No Evil" inzwischen wahrscheinlich von Platz 1 verjagt, also würde ich sagen "Book Number 7" und "Fear No Evil" sind meine Lieblingsalben. Allerdings ist das sehr schwer zu sagen.


Wenn es um deinen besten Song geht würde ich sofort "What If" [Anm. d. Rdk.: Aus dem Album "Worst Rapper Alive", 2003, Black Book International] nominieren.

"What If" hat eines der großartigsten Konzepte, die mir je eingefallen sind, denn dieses Konzept interessierte viele Leute. Es war etwas, womit sich jeder identifizieren konnte. Denn wir alle haben das in uns, diesen Gedanken: "Wenn ich nur gewusst hätte, was passieren würde, hätte ich alles anders gemacht." Aber wenn man etwas aus der Vergangenheit verändern könnte, würde das nicht heißen, dass alles sich zum Guten kehrt. Alles passiert aus einem Grund. Best concept!


Wenn du jemals aufhörst zu rappen: was wirst du mit deinen Black Books machen?

[Lacht] Ich würde wahrscheinlich einen Safe kaufen und sie dort einschließen. Manchmal würde ich sie dann rausholen und drin lesen. Das mache ich jetzt eh schon. Read some of my older stuff. Ich habe so ziemlich jeden Reim, den ich in meinem ganzen Leben geschrieben habe in diesen Black Books drin. Von der Middle School zur High School bis jetzt. Sei es von 1984 oder 1988. Ich mag es drin zu lesen und zu wissen wo meine Gedanken damals waren. Bevor ich "Book Number 7" herausgebracht habe, dachten die Leute wahrscheinlich ich hätte nur ein Black Book. Auf dem Cover von "Book Number 7" habe ich dann aber das Geheimnis gelüftet und alle meine Black Books auf den Boden gelegt, um zu zeigen wieviele ich habe: 7 Rhyme books full of lyrics.


Die Black Books bei eBay zu verkaufen wäre also keine Option? [lacht]

Wenn jemand meine Black Books möchte, müsste er tief in die Tasche greifen. Es wäre nicht gerade billig [lacht]. Sicherlich nicht's was man für weniger als 10.000$ bekommen kann. They will have to come real strong, if they want to purchase my life’s work. Kennst du jemanden, der dies tun würde? Sag ihm, er soll seine Knete zusammen suchen und wir können reden. [lacht]


Was sind deine anderen Zukunftsprojekte neben "Solitary Confinment"? Der lang ersehnte Nachfolger von dem C.O.D. Album soll ja bald kommen, stimmt‘s? Und ich habe etwas über deine Z-Ro Kollaboration gelesen. Bitte bring ein bisschen Licht ins Dunkle.

Das C.O.D. Album wird im November veröffentlicht. Das Album haben Dope-E und ich schon 2006 aufgenommen, aber aufgrund bestimmter Umstände ist es bis jetzt nicht herausgekommen. Also nehme ich es jetzt in die Hand und bringe es selbst heraus. Die Z-Ro Kollaboration ist etwas, worüber wir schon lange reden, aber was aufgrund bestimmter Situationen immer wieder verschoben wird.


K-Rino Z-Ro ist ein schwer beschäftigter Mann, richtig?

Yeeeeah, er ist noch viel beschäftigter als ich. He got a lot going on. Wir haben schon Songs aufgenommen, die noch keiner kennt, aber wir wollen nichts überstürzen, denn wir wollen, dass es ein Meisterstück wird. Wir wollen, dass die Leute fühlen, dass sich das Warten gelohnt hat.


Wirst du in Zukunft mal nach Deutschland oder Österreich für ein Konzert kommen?

Man, I’m ready to come to Germany! Es ist eine Schande. Für uns ist Deutschland einer der größten Umsatzmärkte. Ich war schon in Australien, in den verschiedensten Orten, aber es muss doch auch jemanden geben, der eine SPC oder K-Rino Show in Deutschland buchen möchte. Macht es möglich!


Ich denke so eine Show würden viele unterstützen. Danke dir für das ausführliche Interview. Gibt es noch etwas, was du sagen möchtest?

Ich weiß den Support zu schätzen. Let everybody know in Germany, that I got much love. Eines Tages komme ich rüber zu euch. Rip it up and have some fun there. In der Zwischenzeit: Kauft das Album, macht keine Raubkopien. Trage dich in die 1.000 List ein und sende mir deine E-Mail Adresse an www.myspace.com/spckrino, wenn du das neue Album bestellen möchtest. Wir suchen 1.000 Leute, die das Album direkt kaufen wollen, wenn es herauskommt. Wir haben sie fast alle zusammen, aber ein paar brauchen wir noch. Außerdem wurde unsere Website wurde vor kurzem aktualisiert: http://www.southparkcoalition.webs.com.

Interview und Text von Gordon Wüllner
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