Big Dee [m]
HHJ XXL-Dawg
 
Dabei seit: 07.06.2004
Beiträge: 1.527
Fav. Artist: Eazy-E
Fav. Crew: Tha Dogg Pound
Fav. Producer: Dr. Dre
Fav. CD: Snoop Doggy Dogg - Doggystyle
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Cover:

Release-Date:
20. März 2007
Label:
Psychopathic Records
Single:
I Do This!
Wertung: (3.5 Mics von 5)
   
Tracklist:
01. The Sky Is Falling
02. Ride The Tempest
03. Alley Rat
04. Haunted Bumps
05. Growing Again
06. Hum Drum Boogie
07. I Do This!
08. What About Now?
09. Watch My Ride
10. News At 6 O'Clock
11. The Tower
12. The Party
13. Bitch I Lied
14. Play My Song
15. Mexico City
16. If I Was A Serial Killer
Review:
Darauf haben die Fans gewartet! „The Tempest“ ist laut ICP die wohl verrückteste Achterbahn die überhaupt existiert. Eine Achterbahn hat Höhen, aber bekanntlich auch Tiefen. Doch erst einmal der Reihe nach. Erfreulich ist erst einmal die Tatsache, dass Produzent Mike E. Clark wieder zum Hause Psychopathic Records zurückgekehrt ist und somit auch an dieser Platte mitwirkte. Allerdings hat auch dieser Mann seine besten Zeiten bereits hinter sich – doch lasst uns einmal hören was „The Tempest“ denn nun eigentlich zu bieten hat. Die Jokers Card Saga fand mit „The Wraith“ ihr Ende. Die Zeit der Konzeptalben scheint nun vorbei, jedenfalls steht „The Tempest“ unter keinem bestimmten Thema. Doch auch wenn es keinen Oberbegriff wie „The Great Milenko“ oder „The Riddlebox“ gibt, bleibt doch eigentlich alles beim alten.
Nun gut, an ihre Vorzeige-Alben können die Jungs nicht reichen, jedoch sind es nicht wenige Stücke die sich nach mehrmaligem hören derart fest in dem Gehörgang festsetzen. Sei es die Hookline des rockigen „Alley Rat“, das gespenstische „The Tower“, ein Song der die Geschichte des Amoklaufs Charles Whitmans beschreibt, der Ausflug nach „Mexico City“ oder der gelungene Einsteig „The Sky Is Falling“, welcher von dem folgenden Song „Ride The Tempest“ überboten wird. Textlich gesehen bieten die Clowns wieder recht irrsinnige Themen. Von den blutrünstigen Tagen Anfang und Mitte der Neunziger scheint man sich jetzt entgültig verabschiedet zu haben, jedenfalls steht nun der Humor an erster Stelle: In „Growing Again“ schlägt sich Violent J mit einem, im wahrsten Sinne des Wortes, großen Problem herum – was soll man denn tun, wenn man nicht mehr aufhört zu wachsen und große Ozeane nichts weiter als kleine Pfützen darstellen? „Hum Drum Boogie“ thematisiert Violent Js spezielle Vorliebe was sein Sexleben betrifft und in dem besten Track, „The Party“, liefert sich Shaggy 2 Dope ein wildes Scratch-Duell mit einem Club DJ.
Die Musik zu dem ganzen Spaß fällt Teilweise rockig, Teilweise typisch Midwest aus, wobei die Rock-Songs deutlich milder klingen als zu vergangenen Zeiten. Als Beispiel wäre hier die Single „I Do This!“ zu nennen, welche wie eine etwas verunglückte Neuauflage des Tracks “Juggalo Homies“ klingt – nicht ganz so gut. Ähnlich verhält es sich mit dem Abschluss der Scheibe, „If I Was A Serial Killa“, der zwar die Tradition am Ende einer Platte immer einen „großen“ Song zu bringen fortführt, aber im direkten Vergleich mit Nummern wie „Pass Me By“ von Milenko-Album abfällt.
Wie ich schon sagte, hier gibt es Höhen und Tiefen – eine Achterbahn eben. Die Höhepunkte überwiegen jedoch deutlich und wer nicht einen zweiten „The Great Milenko“ erwartet, sollte von „The Tempest“ nicht enttäuscht werden. Die Insane Clown Posse besteht selbst noch im Jahre 2007. Starke Arbeit.
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