Gleb [m]
Rippah
 

Dabei seit: 04.07.2008
Beiträge: 345
Herkunft: NRW
Fav. Artist: Nas
Fav. Crew: Mobb Deep
Fav. Producer: The Alchemist
Fav. CD: Nas - Illmatic
|
Cover:

Release-Date:
10. Oktober 2008
Label:
Tru Thoughts / Groove Attack
Wertung: (3.5 Mics von 5)

Tracklist:
1. Nightsport
2. Tears Cried - (feat. Kylie Auldist)
3. Now That You Are Mine - (feat. Kylie Auldist)
4. King Of The Rodeo - (feat. Megan Washington)
5. Funky Buttercup
6. Can't Help Myself - (feat. Ty)
7. One Man Entourage
8. Make It Real - (feat. Kylie Auldist)
9. Move On - (feat. Paul Maclnnes)
10. The Side Stepper
11. Amen Brother
Review:
Viele sind der Meinung, dass Funk in den 70er und 80er Jahren stattgefunden hat und wenn man ehrlich ist, kauft man auch meistens die Platten aus eben dieser Zeit. Doch wer die Bamboos kennt, wird wissen, dass gute Funk Musik auch heute noch produziert wird. Zwei Alben hat die achtköpfige Band aus Australien bereits veröffentlicht und legt nun mit „Side Stepper“ ihr drittes Werk nach.
Sechs von elf Sogs des Albums sind reine Instrumentals, was bei einer Funk Band nicht ungewöhnlich ist. Die Bamboos beherrschen ihre Live-Instrumente perfekt und schaffen es mit häufigem Tempowechsel viele unterschiedliche Vibes zu kreieren. So kriegt man auf einmal mitten im Herbst Sommerlaune, wenn man den Drums und dem Saxophon auf „Nightspot“ lauscht. Teilweise driftet das Ganze auch in Soul-Gefilde ab, und das meistens dann, wenn einer der singenden Gäste zum Mic greift. Kylie Auldist, die hauptsächlich für die Vocals verantwortlich ist, macht dabei ihre Sache zwar ganz gut, aber wer Sharon Jones und die Dap Kings kennt, wird da eher enttäuscht sein. Megan Washington liefert da gesanglich schon bessere Arbeit ab, ist aber leider nur auf einem Track vertreten. An manchen Stellen des Albums merkt man fast gar nicht, dass man ein Album von 2008 im Player hat, so kommt der Track „Move On“ mit Paul Mcalnnes fast wie eine Marvin Gaye Nummer aus den 80ern rüber. Damit man sich nicht ganz in der Zeit zurück versetzt fühlt, haben sich die Bamboos auch einen MC mit an Bord geholt. Kein Geringerer, als Ty spittet seine Zeilen auf „Can’t Help Myself“, und scheint sich auf dem funklastigen Hip Hop Beat ziemlich wohl zu fühlen: „And I can’t help myself / don’t wanna funk with no one else“. Die Songs ohne Vocals sind meistens schnelle Funk-Breaks, bei denen kein Booty still halten kann. Ich kann mir sogar vorstellen, dass der ein oder andere B-Boy zu dieser Musik seinen Pappkarton auspacken könnte, um ein paar Moves einzustudieren.
„Side Stepper“ ist nicht jedermanns Sache. Wer sich mit den Wurzeln Hip Hops beschäftigt hat, und bereits seine Erfahrungen mit Soul und Funk sammeln konnte, wird schon beim ersten Durchgang den Zugang zu dieser Platte finden. Allen anderen sei geraten, sich auf diese Reise zurück in die Vergangenheit zu begeben und sich vom Funk der Bamboos infizieren zu lassen.
|
| Gleb bei MySpace |
|