Predator [m]
Cagri Ürkmez
   

Dabei seit: 13.03.2004
Beiträge: 9.416
Herkunft: Bad Zwischenahn
Fav. Artist: Taktloss, Tech N9ne, Kano, Slug, Canibus, Wiley, Necro
Fav. Crew: Non Phixion, Beatfabrik, ICP, Atmosphere
Fav. Producer: Necro, Madlib, MF Doom, RJD2, El-P, Snowgoons, Ant, Stoupe
Fav. CD: Non Phixion - The Future is Now
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Cover:

Release-Date:
24. Juli 2009
Label:
!k7 / Alive
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Wertung: (4 Mics von 5)
   
Tracklist:
01. Mr Chombee Has The Flaw
02. Geddim!
03. AM Prelude
04. Another Mother
05. Blackwater Drive
06. MS Prelude
07. Moon Sequence
08. Amores Bongo
09. CC Prelude
10. Theme From Control Centre
11. Stranded on Earth
Review:
Das Herbaliser Duo hat wieder einmal zugeschlagen und schiebt knapp zehn Jahre nach der ersten Band Session die zweite Fassung des musikalischen Treffens der vielfältigen Musiker, im Auftrag des Londoner Duos, nach. Jake Wherry und Ollie Teeba sind der Kopf der Truppe und stellen mit „Session 2“ Material aus knapp zehn Jahren zusammen, um einen gerechten Nachfolger für den ersten Teil zu kreieren. Die Idee hinter diesem Album ist es live Versionen von gewöhnlichen Studio-Nummern abzuliefern.
Zahlreiche Musiker und Instrumente sorgen dafür, dass die elf Songs, die allesamt im März 2009 neu aufgenommen wurden, so fantastisch und homogen wirken als wären sie auch in nur einer kurzen Zeitspanne entstanden. Dabei gehen die ältesten Songs bis ins Jahr 1997 zurück. Für das Jazz-HipHop-Funk Ensemble gilt für dieses Album: Reines Instrumental, keine Vocals. Dass die Herrschaften es auch mit Vocals können, bewies 2008 ihr letztes Album „Same As It Never Was“.
Das Zusammenspiel des Duos mit den verschiedenen Musikern klappt indes wirklich sehr gut. Die fortschreitend verändernden Songs fallen vom musikalischen Gehalt selten ab und zeugen verschiedenster Einflüsse. So finden sich die Hauptdomänen der Herrschaften Jazz, Hip Hop, Funk sowie stark portionierter Electronica auf diesem Werk. Weiterhin ertönen bei „Amores Bongo“ lateinamerikanische Klänge, die der Abwechslung auf dem Album weiteren Wind auftragen. Spannend wird es besonders bei den ganzen progressiven Nummern, die sich auf „Session 2“ finden. So wirkt das atmosphärische „Stranded On Earth“ anfangs noch leicht bizarr, als wär man eben auf der Mutter Erde irgendwo in einem Dschungel aufgewacht. Dann entwickelt sich die Lage aber immer weiter in warme Klänge, die mit Percussions untermalt werden und weitere Instrumente aufnehmen, um dem knapp sieben minütigen Spektakel genug Dichte zu bieten, um sich zu entfalten. Großes Kino.
Mit „Session 2“ sind The Herbaliser ein weiterer großer Wurf gelungen. Unter anderem sorgt die neunköpfige Band für die passende Atmosphäre, die astreinen Aufnahmen und schlussendlich für das sehr gute Ergebnis, das hier abgeliefert wird. Die abwechslungsreichen und einflussreichen Songs wirken von entspannt bis hin zu seltsam und finden ihre Tiefe erst in der Entwicklung und Einwirkung der verschiedenen Künstler.
Anspieltipps:
Geddim!
Blackwater Drive
Moon Sequence
Stranded on Earth
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