Keci [m]
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Cover:

Release-Date:
9. November 2010
Label:
Get Money Gang Entertainment | EMI Music
Single:
Make A Movie - (feat. Chris Brown)
Bestellen:
Amazon.de (CD)
BestBuy.com (CD)
iTunes (MP4)
Wertung: (3.5 Mics von 5)
   
Tracklist:
01. Darkness - (feat. Dawreck)
02. Up To Speed
03. Make A Movie - (feat. Chris Brown)
04. I Do
05. 2012 - (feat. Tia London)
06. Sweating - (feat. Scotty)
07. Back To The Basics
08. Hands Up, Lay Down - (feat. Waka Flocka Flame)
09. Call The Police - (feat. Ray J)
10. Cocaine - (feat. Yo Gotti)
11. 3 Minute Murder
iTunes Deluxe Edition:
12. Give It To Me - (feat. Teala Chenae)
13. Go - (feat. Zamica)
Best Buy Exclusive Edition:
12. Pussy Whipped
13. Bad Girl - (feat. Lloyd)
14. Panties Off - (feat. 3pc)
15. Hate In You - (feat. Gritz)
16. The Heat - (feat. Raekwon)
Review:
Nach vielen Jahren in den Reihen des Majors Atlantic Records / Warner Music ist der aus Chicago stammende Rap-Pionier Twista seit Veröffentlichung seines letzten Albums "Category F5" (2009) in der Welt der Independent-Labels angekommen. Auch sein neuer Langspieler "The Perfect Storm" erscheint somit über sein eigenes Label Get Money Gang Entertainment in Zusammenarbeit mit den Independent Label Services von EMI Music und wurde ebenso wie der Vorgänger - zur Freude vieler Fans - zum Großteil von seinem altbekannten Produktionspartner The Legendary Traxster produziert.
Ähnlich wie bei seinen letzten Projekten spürt man schnell, dass Twista auch hier versucht, einen gesunden Mix aus für ihn typischen, düsteren Maschinengewehr-Flows, smoothen Slow Jams und aktuell angesagten Tunes zu präsentieren. Ganz egal ob das Ganze einen kommerziellen Hintergedanken hat oder Twista wirklich den persönlichen Drang verspürt, sich zwischen den unterschiedlichen Stilen zu bewegen - das Konzept scheint fast zum Scheitern verurteilt zu sein. Dennoch meistert es Twista überraschend gut, auch wenn er nicht dort anknüpfen kann, wo er bei dem überaus starken "Category F5" im letzten Jahr aufgehört hat. Mit "Darkness" wird zwar gleich zu Beginn des Albums ein würdevoller Albumstart im mysteriös-düsteren Stil aus "Adrenaline Rush"-Tagen mit Dawreck von den Chicago-Underground-Legenden Triple Darkness präsentiert, doch immer wieder erklingen auch Sounds, die man nach solch heißen Nummern einfach ungern von Twista hört. Nichts gegen seine R&B-Ausflüge - bei Kollaborationen mit Kollegen wie R. Kelly oder Johnny P. sah das Ergebnis immer 1a aus - doch auf dieser Platte möchten diese Titel einfach nicht so ganz zünden - das durchaus gelungene "Make A Movie" mit Chris Brown mal ausgenommen. Das Ende der Welt und die letzten Tage auf dieser Erde zu besingen, ist im Grunde keine schlechte Idee, Tia London ist jedoch einfach nicht die passende Sängerin für "2012", ebenso wie der Sänger Scotty sich auch nicht so wirklich auf "Sweating" zurecht findet, was wirklich schade um den grandiosen Beat ist. Generell scheitert es bei den Slow Jams dieses Albums großteils an den Gesangsgästen und den Hooks, denn Twista macht seinen Job wie immer sehr solide. Erstaunlicherweise können dafür jedoch zwei der mit Gesang ausgestatteten Bonus Tracks, die es ausschließlich auf der exklusiven Best Buy Version zu hören gibt, sehr gut überzeugen. "Panties Off" mit 3pc ist makelloser Sex-Sound, wie man es von Twista kennt, während das lockere und selbstreflektierende "Hate In You" ebenso gut in den Gehörgang des Konsumenten eingeht und Twistas nachdenkliche Seite zur Schau stellt. Da fragt man sich echt, wieso es diese beiden Songs nicht auf die Standard Version des Albums geschafft haben - ebenso wie das grandiose "The Heat" mit Raekwon, das einen überragenden Beat von The Legendary Traxster und No I.D. sowie einen messerscharfen Flow seitens Twista und einen souveränen Auftritt von Raekwon in petto hat.
Glücklicherweise wurden die Höhepunkte jedoch nicht ganz auf die Bonus-Bereiche des Albums ausgelagert. Die stärkste Nummer von "The Perfect Storm" befindet sich dann doch noch auf der Standard Version: mit "Back To The Basics" macht Twista genau das, was der Titel erahnen lässt - er kehrt zu seinen Wurzeln zurück und präsentiert wohl einen der schärfsten Tracks des Jahres, in dem er genau den Sound und genau das Gefühl transportiert, das man von seinem legendären "Adrenaline Rush"-Album kennt: ein antreibender, adrenalingeladener Beat mit düsteren Synthies und ein Twista, der flowtechnisch kaum zu stoppen scheint und lyrisch erklärt, dass er alles aus dem Weg räumt, das ihm in die Quere kommt. Anknüpfen daran kann auch "Up To Speed", bei dem Twista den Temporegler sogar noch einen Tick hinaufschaltet und beweist, dass nach wie vor nicht mit ihm zu ficken ist. Zwischen solch genialen Songs finden sich dann aber immer auch ein paar experimentellere Nummern wie "I Do" oder "Hands Up, Lay Down", die offensichtlich an aktuelle Trends angelehnt sind, aber zumindest eine Spur erträglicher wären, wenn nicht die Gäste wie Waka Flocka Flame oder Yo Gotti (der das eigentlich starke "Cocaine" dann doch nicht so stark macht) das Nivaeu der Tracks senken würden.
Im Grunde hat Twista für "The Perfect Storm" sehr gute bis hervorragende Musik aufgenommen und produziert. Die Ansätze musikalischen und produktionstechnischen Ansätze dieses Albums stimmen großteils und geben genau das vor, das man eigentlich von Twista hören will. Die Auswahl der Gesangsgäste und Rap-Features hingegen stimmt aber ganz und gar nicht und ist - gemeinsam mit der gescheiterten Auswahl, was auf die Standard- und was auf die Bonus-Edition des Albums kommt - der Grund dafür, dass "The Perfect Storm" nicht an den Vorgänger "Category F5" rankommt und "nur" 3.5 Mics bekommt - und nicht etwa ein halbes oder sogar ein ganzes Mikrofon mehr.
Anspieltipps:
Darkness - (feat. Dawreck)
Up To Speed
Make A Movie - (feat. Chris Brown)
Back To The Basics
Hate In You - (feat. Gritz)
The Heat - (feat. Raekwon)
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