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Zum Ende der Seite springen D-Sisive - Jonestown 2: Jimmy Go Bye Bye

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Beitrag « Vorheriges Thema | Nächstes Thema »
28.02.2011 18:34 Auf diesen Beitrag antwortenZitatantwort auf diesen Beitrag erstellenDiesen Beitrag editieren/löschenDiesen Beitrag einem Moderator meldenZum Anfang der Seite springen
LaRon
HHJ Team


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Dabei seit: 10.11.2006
Beiträge: 6.361

Cover:


Release-Date:
22. Februar 2011

Label:
URBNET Records

Single:
If I Live To See Tomorrow

Bestellen:
Bandcamp

Wertung: (4 Mics von 5)


Tracklist:
01. It Was Quiet In Guyana
02. No More Words
03. If
04. Troy's Bucket
05. Graffiti Wall
06. Morning In Barcelona
07. Russell Peters
08. Wannabe - (feat. Pink Eyes of Fucked Up)
09. Rob Ford
10. Long Ago - (feat. Muneshine)
11. Born To Die
12. The Gun (Twenty Ten)
13. Derek From Northcliffe - (Bonus Track)
14. #1 - (feat. Adam Bomb) (Bonus Track)
15. Stromboulopoulos - (Bonus Track)
16. If I Live To See Tomorrow - (Bonus Track)

Review:
Der Arbeitseifer des aus Toronto stammenden MC’s ist nach wie vor ungebrochen. Erst im letzten Sommer erschien mit „Vaudeville“ sein neustes Album und nun legt D-Sisive mit dem Nachfolger von „Jonestown“ noch einen drauf: Für lau wohlgemerkt! Nachdem das Release Date mehrfach verschoben wurde, einige Passagen umgeschrieben wurden und noch weiter an den Beats geschraubt wurde, stürmt D-Sisive nun zum zweiten Mal Jonestown. Diesmal steht das Projekt unter dem Titel „Jimmy Go Bye Bye“, welches mit Muneshine im Rücken erscheint, der fast die komplette Verantwortung bezüglich der Produktionen übernahm.

Unverfroren ehrlich und ohne auch nur ein Blatt vor den Mund zu nehmen schlüpft D-Sisive in die Rolle des Alter Egos Jim Jones, dem Gründer des Peoples Temple, welcher rund 900 Menschenleben auf dem Gewissen hat. Dieses traurige Ereignis wird gleich im Opener aufgearbeitet („It Was Quiet In Guyana“), während im Anschluss die Szenarien ausgemalt werden. Es zieht über 16 Anspielstationen ein unangenehmer Sturm auf, während die Erniedrigung nach der Niederlage bei einem Battle mit „Graffiti Wall“ heraufbeschwört wird, seine Fortsetzung in harscher Kritik gegenüber der starken Beeinflussung der Jugendlichen durch die Popkultur des Mainstreams, welches zudem verwirrend und mit einem verstecktem Diss gegen die Thompson Twins agiert, findet („Troy’s Bucket“) und zusätzlich eine Geschichtsstunde über die düsteren Momente der Schattenseite des Raps referiert sowie den Bezug zu „Rob Ford“ sucht, dem Bürgermeister Toronto’s, welcher bei D-Sisive einen sehr schweren Stand besitzt. Zusätzlich fragt er sich mehrfach weshalb er nicht den Erfolg berühmter Rapper erreicht („If“), malt sich einen romantischen Ausflug morgens in Barcelona aus und sucht dabei den Sinn des Lebens („Born To Die“).

“I don’t know how to sell //
I’m a writer trying to write my mind out of hell //
Without a combination Pizza Hut and Taco Bell //
Fuck a novelty to get the world to follow me //
I’ve penned magic but haven’t seen a penny paid //
Rap’s Lennon trying to pen a Penny Lane //
Very strange!“


Im Vergleich zu den vorherigen Releases ist eine Weiterentwicklung des oftmals als zu monoton kritisierten Flows zu erkennen, welcher nun meist flotter und flüssiger in Erscheinung tritt. Desweiteren nimmt D-Sisive einige Male Bezug auf bestimmte Lines von früheren Releases, die er in seinen Songs zitiert und lässt den Hörer sein gestiegenes Selbstbewusstsein mit der experimentfreudigen Nummer „Wannabe“ spüren, welche Pink Eye beherbergt und mit Live Drums sowie pulsierenden Synthesizer-Klängen antanzt. Zudem ist anzumerken, dass die düstere Atmosphäre wie sie beispielsweise „Let The Children Die“ versprühte, nicht mehr das gesamte Album besitzt, sondern stellenweise fröhlich und unbeschwert wirkt, was aufgrund der düsteren Thematik nicht immer passend sitzt. Muneshine produzierte größtenteils einen klassischen Boom Bap Beatteppich, dessen Elemente von hektischen Streichern über melodische Akustikgitarren bis hin zu feinem Sampling und Turntable-Einsätzen reichen. Lyrisch gibt es jedoch noch viel hochwertigere Kost. „Russell Peters“ arbeitet hervorragend D-Sisive’s Beziehung zu seinem verstorbenem Vater auf, dessen malerischer Beat den Gedanken einen großen Spielraum überlässt und inhaltlich eines der Highlights definiert. Die andere Seite des MC’s hingegen zeigt, dass er auch wild mit einer Knarre durch die Gegend laufen kann und so ziemlich gegen alles wettert, was nicht mit ihm gegen den Strom schwimmt („The Gun“). Auch die Bonus Tracks haben es in sich. Mit Adam Bomb agiert man als „#1“ der Stadt, zudem schwelgt „Derek From Northcliffe“ in den Erinnerungen seiner Kindheit und „Strombolopoulos“ tritt Acapella auf, doch zum Abschluss setzt man nochmal ein dickes Ausrufezeichen. Mit „If I Live To See Tomorrow“ kommen die wohl düstersten Zeilen der Scheibe auf den Hörer zu, währenddessen die Industrie förmlich abgewatscht wird, einiges an Aufklärung betrieben wird und nach dem eher mittelprächtigen „Vaudeville“ die Rückkehr zur gewohnten Stärke thematisiert wird, womit die letzten Zweifel an seinen Skills beseitigt sein sollten.

„I love you all //
So take Jonestown //
Take it all //
Take my catalogue //
I don’t want your cash //
Just listen to the words //
That’s all I ask“


Es soll das angeblich letzte Album von D-Sisive sein, welches qualitativ überzeugt und zudem als freier Download verfügbar ist. Lyrisch wird abermals eine großartige Show geboten, die Instrumentals erreichen das Level seines Debüt Albums jedoch nicht. Die Karriere von Derek Christoff sollte jedenfalls seine Fortsetzung finden, nicht nur aufgrund der Tatsache, dass man es mit einem hervorragenden Lyriker zu tun hat, sondern dank der Ankündigung der Namensänderung zu Derek From Northcliffe. Man darf also gespannt in die Zukunft blicken, doch bis zum nächsten Release sollte „Jonestown 2“ die Wartezeit mit Sicherheit versüßen.

Anspieltipps:
Russell Peters
Rob Ford
#1 - (feat. Adam Bomb)
If I Live To See Tomorrow



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