 CunninLynguists - Oneirology
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19.03.2011 19:30 |
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LaRon
HHJ Team
   

Dabei seit: 10.11.2006
Beiträge: 5.995
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Cover:

Release-Date:
22. März 2011
Label:
A Strange Piece of Music | QN5 Music | RBC Records
Single:
Stars Shine Brightest (In The Darkest Of Night) - (feat. Rick Warren)
Bestellen:
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Wertung: (5 Mics von 5)
    
Tracklist:
01. Predormitum (Prologue)
02. Darkness (Dream On) - (feat. Anna Wise of Sonnymoon)
03. Phantasmata
04. Hard As They Come (Act I) - (feat. Freddie Gibbs)
05. Murder (Act II) - (feat. Big K.R.I.T.)
06. My Habit (I Haven't Changed)
07. Get Ignorant
08. Shattered Dreams
09. Stars Shine Brightest (In The Darkest Of Night) - (feat. Rick Warren)
10. So As Not To Wake You (Interlude)
11. Enemies With Benefits - (feat. Tonedeff)
12. Looking Back - (feat. Anna Wise of Sonnymoon)
13. Dreams - (feat. Tunji & BJ The Chicago Kid)
14. Hypnopomp (Epilogue) - (feat. Bianca Spriggs)
15. Embers
Review:
Die Oneirologie wird schon seit langer Zeit von den Menschen betrieben. Sie bezeichnet den Vorgang der Traumdeutung und versucht das Konzept der im Traum erlebten Bilder, Gefühle und Handlungen zu deuten. Diese metaphorische Symbolhaftigkeit dient geradezu perfekt den philosophischen Ergüssen lyrischer Großkaliber. Wenn man dann noch einen Herzblutmusiker an den Reglern platzieren kann, sehen selbst die großen Drei der Miami Heat alt dagegen aus, denn im Gegensatz zu LeBron und Co, welche nur vom großen Wurf träumen, beschäftigen sich Deacon The Villain, Natti und Kno viel intensiver mit ihren Träumen, die zur Realität werden sollen.
„Oneirology“ betitelt sich also der fünfte Longplayer des alternativen Dreigestirns aus Kentucky, das nach einigen Solo-Projekten wieder gemeinsam neues Material produzierte, um den Fans nach fast vier Jahren wieder einen meisterlichen Wurf präsentieren zu können. Dies fängt zunächst beim fantastischen Artwork von Lois Van Baarle an und lenkt die Gedanken sofort in die Richtung eines zweiten „A Piece Of Strange“, während die instrumentale Umsetzung ein neues Level erreicht und der ausgetüftelte Inhalt mit all seinen versteckten Hinweisen die vielleicht hochwertigsten Lyrics der CunninLynguists hervorbringt. Vor den großen Namen der Szene brauchen sich die Jungs jedoch keineswegs verstecken. Auch die Tracklist ist nicht gerade mit den marktbeherrschenden Künstlern versehen. Vielmehr setzt man auf die talentierten, aufstrebenden Leute, weshalb Big K.R.I.T., Tunji oder Anna Wise mit von der Partie sind. Diese Tatsache ist als fördernd zu betrachten, ebenso die eher schlicht bepackte Gästeliste, weshalb „Oneirology“ nicht nur aufgrund seines ausgereiften Aufbaus als Album zu verstehen ist.
“So all welcome to this generous helping of self reflection //
night thoughts brought to life with incandescence //
as the twirls on the tip of our index //
staring into space one’s vision is endless”
„Oneirology“ beginnt im Halbschlaf und dem „it was all a dream“-Sample, womit man gleich nach den ersten Minuten weiß, worum sich die nächsten Anspielstationen drehen werden. Von poetischen Auszügen überhäuft erzeugt vor allem der Mann an den Reglern eine unbeschreibliche Atmosphäre. Kno gestaltet das Soundbild wie immer sehr stimmig und benutzte diesmal schwermütige Streicher, experimentierte mit neuen Drum-Loops, hauchte etlichen Vocal Samples neues Leben ein und warf einiges an Synthie-Zusätzen mit in den Topf, wozu zusätzlich noch hervorragende Outros beigesteuert wurden. Lupenrein wurden die Samples geflippt und mit Synthesizer-Klängen verbunden, welche den Hörer selbst in der tiefsten Dunkelheit weiterhin träumen lassen („Darkness (Dream On)“) und der vielseitigen Inszenierung hervorragend dienen. Desweiteren schiebt man zwischen den Visionen immer wieder Interludes und reine Instrumentals ein, die dank der wunderbaren Samples die Kette der Platte logisch fortführen, bevor man sich danach ins nächste Abenteuer stürzt.
“I’m a monster that don’t reside up under your bed //
I’ma march to the beat that I put into your head //
Send shots to your liver I deliver you death //
You can barter your tomorrow but a martyr you’re left”
So steigt man mit Freddie Gibbs auf „Hard As They Come (Act I)“ zu kaltblütigen Killern in Form von Crack, Schnaps und HIV auf, während sich das zunächst simple „Murder (Act II)“ anschließend zu einem verträumten Exempel entwickelt, indem man in die Rolle des Präsidenten sowie die des Teufels schlüpft. Man gelangt anschließend zu der Erkenntnis, dass sich die persönlichen Angewohnheiten auch im Traum nicht ändern („My Habit (I Haven’t Changed)“) und deshalb fährt man weiter seinen von Ignoranz geprägten Film („Get Ignorant)“. Dadurch driftet man immer weiter ab bis man Wahnvorstellungen davon trägt und das zu retten versucht was noch zu retten ist, und letzten Endes schweißgebadet, von den Träumen geschockt, versucht, den leuchtenden Sternen, verziert von wunderbaren Gitarren-Klängen und einer melodischen Bassline, auf „Stars Shine Brightest (In The Darkest Of Night)“ am Zenit der Nacht zu folgen. Die inzwischen als dauerhaft zu bezeichnenden Feature-Gäste Tonedeff und Tunji erledigen ihren Auftrag bei „Enemies With Benefits“ bzw. „Dreams“ souverän und mit einer Selbstverständlichkeit, womit der stimmige Rahmen nicht einmal annähernd gesprengt wird.
“She the girl of my dreams, also my nightmares //
Cus she be killin it, jigglin' in her nightwear //
Between mean glances that we might share //
The space between us is like a lightyear”
„Enemies With Benefits“ bezieht man zunächst auf eine Ex-Freundin, doch je mehr man sich mit den Lyrics beschäftigt, desto mehr erkennt man wie groß der Spielraum für Interpretationen ist und welch unglaubliches Potential das Konzept der Traumdeutung bietet. Es ist nicht weit hergeholt sich nochmals den Träumen hinzugeben, nachdem man auf die vergangene Liebe zurückgeblickt hat („Looking Back“), um nur das Positive aus der Nacht mit in den Tag zu nehmen. So erreicht man mit „Dreams“ das Maximum, den Gipfel und die Spitze des Traums, währenddessen man zum Ergebnis gelangt, seinen Traum bereits zu leben, trotz all dem Auf und Ab, was sowohl Teil der Realität als auch Teil des Traumes ist. Mit einer Spoken Word Einlage befindet man sich bei „Hypnopomp“ auf dem Weg des Erwachsens. Diese Anzeichen werden spätestens beim abschließenden „Embers“ ersichtlich, wenn man schon das Ticken der Uhr hört und das Klingeln des Weckers erwartet. Doch urplötzlich tritt Totenstille ein und man ist zwischen den Welten des Traumes und der Wahrnehmung gefangen. Man könnte es also als musikalische Umsetzung des Films Inception betrachten, aber auch dieser Vergleich erfasst das Projekt nur bedingt. Viel zu einzigartig erweist sich „Oneirology“ in seiner Verpackung, die definitiv langfristigen Hörspaß garantieren wird.
Anzumerken sind neben der nahezu perfekten Arbeit an den Reglern auch Kno’s Auftritte am Mikrofon. Hier ist eine Weiterentwicklung bezüglich seiner Solo-Platte vom letzten Herbst zu verzeichnen, auch wenn er im Vergleich mit Deacon und Natti noch der Schwächste der Gruppe ist, wobei das Wort schwach mehr als nur unpassend ist. Die beiden anderen geben sich keine Blöße und diktieren das Geschehen im Schlaf sehr souverän und malen die Instrumentals mit ihrer unnachahmlichen Art wunderbar aus. Man mag gar nicht mehr aus diesem qualitativ so hochwertigen Schlaf erwachen, doch man kann das Aufstehen sowie den Gang zum Plattendealer des Vertrauens mehr als nur empfehlen! In diesem Sinne, viele Spaß beim Träumen!
Anspieltipps:
Murder (Act II) - (feat. Big K.R.I.T.)
Stars Shine Brightest (In The Darkest Of Night) - (feat. Rick Warren)
Enemies With Benefits - (feat. Tonedeff)
Dreams - (feat. Tunji & BJ The Chicago Kid)
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19.03.2011 20:45 |
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Keci [m]
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20.03.2011 08:01 |
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Free
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20.03.2011 10:07 |
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9th Wonder
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Original von Free
muss mich wohl echt mal mit denen auseinandersetzen. |
Ohja, das lohnt sich
Dieses Album kenne ich leider noch nicht.
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31.03.2011 17:09 |
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Keci [m]
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Damn, immer noch nicht dazu gekommen, mir das anzuhören. Falls ich in einer Woche immer noch nicht meine Meinung dazu gepostet habe, soll mich bitte jemand erinnern.
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07.04.2011 19:37 |
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Hab die Platte bald um die 20x gehört und ist einfach irregeil
Die 5 Mics würd ich inzwischen wohl auch geben, auch wenn die Scheibe nicht an "A Piece of Strange" heran kommt. Das ist und bleibt die irregeilste Cunnin-Platte.
Das Album jedenfalls hat ein tolles Konzept (unbedingt mal genauer mit auseinandersetzten, genau auf die Texte hören usw. Es lohnt sich!), wie gewohnt großartige Produktionen und vorallem Natti bringt echt kranke Verse. Bei vielen Vergleichen von ihm muss man echt lange überlegen. Er kann echt krank mit Worten umgehen.
Das einzige was ich mir noch gewünscht hätte wäre mehr Gesang von Deacon. Der kommt mir irgendwie zu wenig zum Zug. Auf "Shattered Dreams" hat er aber wieder einen so geilen Gesangs-Part, wunderbar. Ein Club Dub Feature mit 70 % Deacon Gesang wäre noch wieder cool gewesen
Jedenfalls bin ich sowas von ready für die 2 Konzerte nächste Woche! : - ) Das wird DAS Highlight 2011
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10.04.2011 15:38 |
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9th Wonder
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Original von Keci
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Hiermit erinnere ich dich
Muss ich mir auch noch unbedingt reinziehen!
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10.04.2011 21:40 |
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Keci [m]
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Original von 9th Wonder
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Original von Keci
Damn, immer noch nicht dazu gekommen, mir das anzuhören. Falls ich in einer Woche immer noch nicht meine Meinung dazu gepostet habe, soll mich bitte jemand erinnern.
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Hiermit erinnere ich dich
Muss ich mir auch noch unbedingt reinziehen! |
Danke.
Hab es zumindest schon mal angehört, muss es aber noch genauer unter die Lupe nehmen.
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