Predator [m]
Cagri Ürkmez
   

Dabei seit: 13.03.2004
Beiträge: 9.405
Herkunft: Bad Zwischenahn
Fav. Artist: Taktloss, Tech N9ne, Kano, Slug, Canibus, Wiley, Necro
Fav. Crew: Non Phixion, Beatfabrik, ICP, Atmosphere
Fav. Producer: Necro, Madlib, MF Doom, RJD2, El-P, Snowgoons, Ant, Stoupe
Fav. CD: Non Phixion - The Future is Now
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Cover:

Release-Date:
9. März 2012
Label:
Beatillz
Single:
Die Strasse Lässt Nicht Los - (feat. Fler)
Strassenmusik
Bestellen:
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Beatillz.de (CD)
Wertung: (2 Mics von 5)
 
Tracklist:
01. Intro - (feat. DJ Werd)
02. Strassenmusik
03. Die Strasse Lässt Nicht Los - (feat. Fler)
04. Immer Noch Hier - (feat. Jonesmann & Twin)
05. Versteinerte Herzen - (feat. Chakuza)
06. Blockstars - (feat. Isar)
07. Alles Wird Zu Staub - (feat. Ozan & Vero One)
08. Fels In Der Brandung - (feat. Basstard)
09. Gangsterparty - (feat. MOK, Orgi 69 & Frauenarzt)
10. Punisher Style - (feat. Kaisaschnitt)
11. Hebt Die Hände - (feat. MOK & Frauenarzt)
12. Bruderschaft - (feat. Mastino)
13. Sie Sprechen Von Mir
Review:
Bogy der Atzenkeeper veröffentlicht mit „Berlin Crime“ nicht nur eine Hommage an alte Tage, sondern vergrößert weiterhin mit diesem Werk wohl die größte Diskografie deutscher Rapper. Dafür hat der Berliner Rapper 13 Tracks aufgenommen und auf CD gebannt, die nach dem typischen Bogy Schema aufgebaut sind – Synthisizer-Produktionen, diesmal von Woroc & Buaka und natürlich die Battlerap-Phrasen, die den Atzencharme entfachen sollen.
„Noch Mehr Ketten ist das Label, Westberlin ist der Ort…“
Stimmungsvolles Gescratche von DJ Werd leitet das Album ein und lässt den Hörer direkt in den nächsten Song „Strassenmusik“ einsteigen. Die folgenden Titel könnte man wohl bestenfalls in die Straßenmelancholie/Hooddrama Ecke kategorisieren, die man schon häufiger gehört hat. Was Bogy nun von den bereits gehörten Hoodtales so unterscheidet, lässt sich recht einfach auf seine authentische Art und Weise zurückführen, die jedoch nicht immer seine altbackene und monotone Art wett machen kann. Dieses Mal ist es eben wieder das gleiche Spiel, denn man hat Songs wie „Die Straße Lässt Nicht Los“ mit Fler bereits totgehört. Schade ist es in diesem Fall auch, dass keine Produktion von B-Lash oder 187 stammt, da diese zuletzt bei ihrem Kollabo-Album für die gute Instrumentalisierung sorgten, die neben Abwechslung, auch einiges zur Atmosphäre beitragen konnte, die auf „Berlin Crime“ zwar homogen und düster wirkt, aber weitaus weniger Groove und Progression zu bieten hat. Die gute Ozan Hook und der dazu passende Vero Part auf „Alles Wird Zu Staub“ können zwar vom schwachen Beat nicht ganz ablenken, aber immerhin finden sich auch vereinzelte Highlights auf „Berlin Crime“. Die erhoffte „Gangsterparty“ mit den alten Kumpanen von BC darf dann auch endlich wiederbelebt werden, wobei man hier ebenfalls keine Innovation erwarten darf, sondern nur altbekannte Protagonisten, die ihre Reminiszenz feiern.
Folglich lässt sich aus „Berlin Crime“ schließen, dass Kreativität nicht unbedingt die Basis dieses Albums war, da man auf zahlreiche Aufgüsse bereits bekannter Schemen gesetzt hat. Einfallslosigkeit könnte man Bogy in diesem Fall vorwerfen, aber da Bogy nun mal den Atzenshit seit Jahren authentisch an den Hörer bringt, ist es dies wohl weniger der Fall. Viel mehr ist die Schwäche von „Berlin Crime“ die Produktion, die zu sehr nach Synthis klingt und weniger die Atmosphäre in den Vordergrund rückt, die Bogy für seine relativ einfachen Texte benötigt, um auf Platte so zu wirken, wie man es sich eigentlich erhofft und von Bogy aus den letzten Jahren gewohnt ist. Für den einfachen Raphörer ohne großartige Erwartungen wohl zufriedenstellend, ist „Berlin Crime“ im Gesamtpaket aber zu schwach auf der Brust und wirkt an viel zu vielen Stellen zu unterdurchschnittlich.
Anspieltipps:
Versteinerte Herzen - (feat. Chakuza)
Alles Wird Zu Staub - (feat. Ozan & Vero One)
Fels In Der Brandung - (feat. Basstard)
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