 Celo & Abdi - Hinterhofjargon
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11.06.2012 14:39 |
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Predator [m]
Cagri Ürkmez
   

Dabei seit: 13.03.2004
Beiträge: 9.405
Herkunft: Bad Zwischenahn
Fav. Artist: Taktloss, Tech N9ne, Kano, Slug, Canibus, Wiley, Necro
Fav. Crew: Non Phixion, Beatfabrik, ICP, Atmosphere
Fav. Producer: Necro, Madlib, MF Doom, RJD2, El-P, Snowgoons, Ant, Stoupe
Fav. CD: Non Phixion - The Future is Now
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Cover:

Release-Date:
25. Mai 2012
Label:
Azzlackz | Groove Attack
Single:
Hektiks
Bestellen:
Amazon.de (CD)
Wertung: (3.5 Mics von 5)
   
Tracklist:
01. Intro
02. Hinterhofjargon
03. A2zlack - (feat. Capo)
04. Über Wasser Halten
05. Traffic Cartel - (feat. Haftbefehl)
06. Hektiks
07. Durchsungsbefehl - (feat. SSIO)
08. Besuchstag - (feat. Xatar & Veysel)
09. Parallelen - (feat. Haftbefehl)
10. Was Hat Sich Verändert?
11. Frauen - (feat. Capo & Schwesta Ewa)
12. Last Action Hero
13. Streetfighter II
14. Skit
15. In Meinem Land
16. Outro
Bonus Tracks (iTunes):
17. Unsere Stadt
18. Interkontinental - (feat. Veysel)
+ alle Instrumentals
Review:
Nach dem „Mietwagentape“ waren die beiden Frankfurter Celo & Abdi der Geheimtipp in Sachen Straßenrap mit eigenständigem Charakter und Charme. Die ungewöhnliche Vokabularnutzung bzw. Aneinanderreihung verschiedener Sprache in den eigenen Versen wurde zu einem Wiedererkennungsmerkmal, das bisher einmalig war. Zwar wurden schon häufiger im deutschen Rap die englische und deutsche Sprache vermischt, aber die Vielfalt an Möglichkeiten, die Celo & Abdi nutzten, wurde bis dato nicht erreicht. Ob dies nun gut oder schlecht war, fällt immer noch unter die subjektive Sicht des Hörers – reizend war dieser Straßenslang aber dennoch.
Es ist immer wieder interessant, wenn Rapper mit frischem Wortschatz ihr erstes Werk veröffentlichen – jedoch ist es besonders in der Straßenrap-Szene häufig zu beobachten, dass die Bandbreite an Vokabeln sich nicht entfalten möchte oder kann. So stagnieren die meisten Rapper dieser Gattung doch nach ihrem ersten Album – wie das Ganze bei diesem Duo jedoch ausschaut, deutete sich bereits in der Prä-„Mietwagentape“ Zeit an. 18 Monate nach ihrer ersten Mixtape-Veröffentlichung stampfen sie mit dem Hamburger Produzenten M3 das Album „Hinterhofjargon“ aus dem Boden und stellen ihren Hype unter Beweis, den sie durch das „MWT“ und den Deal, den sie mit Haftbefehl geschlossen haben, aufbauen konnten.
Standesgemäß wird der „Hinterhofjargon“ im Titeltrack auch erläutert – multilingualer Rap mit Straßencharakter bedarf nicht nur Anleihen aus anderen Sprachen, sondern eben den Drogenticker-Fachjargon, der zur Genüge während des Albums besprochen, erläutert und geklärt wird. Wer dahinter nur dummes Gebrabbel vermutet, hat sich diesmal definitiv geirrt. „Hinterhofjargon“ ist ein Rap-Hörspiel, das den Hörer tief in seinen Bann zieht. Um Feinheiten zu erkennen, muss jedoch zwingend der ein oder andere Durchlauf geschehen – selbst bei wiederholtem Male entdeckt man noch einige Nuancen, die einem zuvor nicht aufgefallen sind. So ist es nicht verwunderlich, wenn man die üblichen Thementracks zwar zuteilen sehr gut zu verpacken weiß und seinen Style durchzieht, dann aber progressive Steigerungen im Konzept eines Songs aufgreift, die dem Hörer bei oberflächlicher Betrachtung nicht wirklich auffallen. So zieht sich durch das bitter-melancholische Bild des „Traffic Cartel“ ein roter Faden. Anfangs von Celo mit Schlagwörtern zusammengewürfelt, fortgeführt mit assoziativen Zeilen von Abdi und auf den Punkt gebracht mit einer zusammenhängenden Erzählung von Haftbefehl, beeindruckt der Song nicht aufgrund der Atmosphäre, sondern eben auch wegen des Konzepts. Starker Song, der sich zu den Highlights des Albums zählen darf. Weiterhin können sich in dieser Kategorie das „Intro“, der Alltagshustle mit „Über Wasser Halten“, der „Durchsuchungsbefehl“ und der anschließende „Besuchstag“ einreihen.
Festzuhalten ist im Endeffekt, dass „Hinterhofjargon“ recht stark anfängt, seinen Höhepunkt in der Mitte des Albums findet, aber dann leider auch wieder stark nachlässt – Füller wie „Was Hat Sich Verändert?“ oder „Streetfighter II“ hätten nicht unbedingt Platz nehmen müssen auf diesem Werk.
Erwähnenswert bleibt aber nicht nur der eigenwillige Stil der beiden Herrschaften im Vordergrund – die Produktionen, die M3 hier verbaut hat, gehören mit ihrer Qualität zu der Oberklasse der deutschen Straßenrap-Produktionen. Während man „Über Wasser Halten“ mit Bobby Womack Sample veredelt und den Alltagshustle beschreiben lässt, zieht die Gänsehaut beim „Besuchstag“ ganz an. Streicher, orientalische Bläser und druckvolle Drums reichen indes vollkommen aus, um eine Produktion bärenstark wirken zu lassen. Wobei die inhaltliche Ausrichtung trotz authentischer Züge wieder einmal fragwürdig ist, da man – zumindest im Song – wieder in die Opferrolle drückt, die hier definitiv nicht zum Tragen kommen sollte.
Abschließend kann ruhig gesagt werden, dass „Hinterhofjargon“ nicht unbedingt ein richtungsweisendes Werk geworden ist, jedoch seinen eigenen Standpunkt relativ gut vermittelt. Nachdem es um Azad und seine Jungs recht ruhig geworden war, zeigen sich Celo & Abdi verantwortlich für Frankfurt und lassen die Fahne oben für die Main Stadt. Mit „Hinterhofjargon“ ist den beiden Rappern ein recht gutes Album mit einigen Schwächen gelungen, das wieder einmal mehr polarisierend und zugleich sehr eigenwillig geworden ist.
Anspieltipps:
Über Wasser Halten
Traffic Cartel - (feat. Haftbefehl)
Durchsungsbefehl - (feat. SSIO)
Besuchstag - (feat. Xatar & Veysel)
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27.11.2012 08:17 |
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Keci [m]
HHJ Admin
    

Dabei seit: 11.02.2004
Beiträge: 48.368
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23.12.2012 18:42 |
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makaveli81 [m]
HHJ Legend
  

Dabei seit: 09.06.2005
Beiträge: 1.920
Herkunft: Ingelheim
Fav. Artist: 2 Pac,Outlawz,Yukmouth
,Kurup
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Fav. Producer: Johnny J
Fav. CD: All Eyez On Me,The 7 Day Theory,Thig Life
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Armes Deutschland hat nichts mit Rap zu tun was die Affen da aufnehmen.
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