Predator [m]
Cagri Ürkmez
   

Dabei seit: 13.03.2004
Beiträge: 9.405
Herkunft: Bad Zwischenahn
Fav. Artist: Taktloss, Tech N9ne, Kano, Slug, Canibus, Wiley, Necro
Fav. Crew: Non Phixion, Beatfabrik, ICP, Atmosphere
Fav. Producer: Necro, Madlib, MF Doom, RJD2, El-P, Snowgoons, Ant, Stoupe
Fav. CD: Non Phixion - The Future is Now
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Cover:

Release-Date:
28. Februar 2012
Label:
TruEscape / Eigenvertrieb
Bestellen:
Amazon.de (MP3)
TruEscape.de (CD)
Wertung: (3.5 Mics von 5)
   
Tracklist:
01. Suchttendenzen
02. Endorphine
03. Kurzzeit-EKG
04. Chefarztvisite
05. Antigene
06. Burnout-Hype
07. Placebo
08. 4:36 Uhr
09. Coxsackie
10. Traumdeutung
11. REM-Schlaf
12. Diagnose…
Review:
Der Berliner Produzent Zenit hat bisher nicht nur mit seiner Crew Team Avantgarde seine eigenen Leistungen unter Beweis gestellt, sondern bereits unter eigenem Namen einiges an Material veröffentlicht, das es in sich hatte. Da wären beispielsweise die verschiedenen Zenit Remix Projekte, seine Instrumentalprojekte und nun neuerdings das Werk „Pathologisch“, das vollkommen losgelöst von jeglichen Konventionen auftreten möchte, zu nennen. Das hier ist feinster Genre-Mix in instrumentaler Form, der uns aus der Hauptstadt Deutschlands begrüßt.
Was den geneigten Hörer zu erwarten hat? Eine Mischung aus Ambiente, Elektro und Hip Hop, die aber immer anmerken lässt, dass Zenit ursprünglich aus der Hip Hop Szene stammt. Es würde sich theoretisch immer wieder anbieten, dass Rapper wie Amewu oder Phase ihre Verse über die Produktionen legen. So wirkt auch die Geschwindigkeit der einzelnen Stücke nicht wirklich variabel, sodass eine sprachgesangliche Unterstützung in einigen Fällen gar nicht so verkehrt wäre. Dies ist aber auch keinesfalls negativ gemeint. Die Songs an sich, die mit titelbezogenen Namen aufwarten, wirken sehr homogen und vermitteln definitiv den Eindruck, dass dieses Album aus einem Guss entstanden ist. Eben dies ist auch wohl auch die Intention des Albums – den Sinn hinter den Titelnamen und der Songs zu sehen – nämlich die Wirkung auf den Hörer.
Während sich das Programm abspult und Zenit den Hörer so langsam in seinen Bann zieht, merkt man gar nicht wie schnell „Pathologisch“ vorbei ist. Mit 44+ Minuten ist es in diesem Sinne auch nicht das längste Album, aber es ist schon bemerkenswert wie kurzweilig und unterhaltsam das ganze Album ist, wenn die Zeit so rasend vorbeizieht.
Mit „Pathologisch“ ist Zenit nicht nur ein Album gelungen, das aufgrund seines gesamten Konzepts zu überzeugen weiß, sondern auch aufgrund der gesamten Aufmachung. Während man gemütlich einige Momente sinniert, inspiriert die musikalische Untermalung die eigenen Gedanken. Zwar sind die Spuren, die hinterlassen werden, nicht unbedingt tief, jedoch merkt man der Scheibe auch an, dass sie immer wieder ganz gern zu kurzweiligen Momenten eingeworfen werden kann, wenn die Stimmung zu diesem feinen Genre-Mix einlädt.
Anspieltipps:
Suchttendenzen
Chefarztvisite
Traumdeutung
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