Predator [m]
Cagri Ürkmez
   

Dabei seit: 13.03.2004
Beiträge: 9.404
Herkunft: Bad Zwischenahn
Fav. Artist: Taktloss, Tech N9ne, Kano, Slug, Canibus, Wiley, Necro
Fav. Crew: Non Phixion, Beatfabrik, ICP, Atmosphere
Fav. Producer: Necro, Madlib, MF Doom, RJD2, El-P, Snowgoons, Ant, Stoupe
Fav. CD: Non Phixion - The Future is Now
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Cover:

Release-Date:
2. November 2007
Label:
I Hate Music Records
Wertung: (3 Mics von 5)
  
Tracklist:
01. Dragonsaga pt. I
02. 9 Brüder
03. Drachenstyle
04. Drachentöterin pt. I
05. Dragonsaga pt. II
06. Raggasnoda Talk
07. Dragonsaga pt. III
08. Jubilee
09. Yo DJ
10. Keep Movin
11. Dragonsaga pt. IV
12. Rainbow
13. Medicene
14. John Steps
15. Dragonsaga pt. V
16. Donner und Regen
17. Drachentöterin pt. II
Review:
Die 9 Mitglieder der Raggasnoda>click< sind, ähnlich wie The Roots oder ATCQ, eine Live-HipHop Band, die sich ihre Basis aus rohem Hip Hop, Funk, Jazz, Soul und Rock zusammen gebastelt hat. So wird man auf ihrem ersten Album eine Art Fantasy Geschichte zu hören bekommen und natürlich auch einige Tracks, die unter den genannten Einflüssen entstanden sind. Hier wird aber nicht nur auf Deutsch gerappt und gesungen, sondern teilweise auch auf English.
So wird man vom Erzähler Michael Mendl ein wenig in die Geschichte der „9 Brüder“ eingeleitet, deren „Drachenstyle“ sich vorzugsweise auf gute Laune Songs beschränkt. Die Geschichte wurde von RedFed inspiriert, sowie von Boshi geschrieben. Zuständig für die Beats sind Dr. Disco (an den Drums), Percussions werden von Deehaa Pizza geschwungen, Bog Dizzey haut ordentlich in die Klaviertasten und O’Lee rockt das Bass. Rapparts, sowie die Gesangsparts werden von RedFed, SVB, Bushi San und Moe2Mee vorgetragen .So zeigt sich besonders auf „Yo DJ“ und „John Steps“, dass sich die Titel auch als tanzbar bezeichnen lassen. Der warme Vibe und die netten Flows von den 9 Mitgliedern sind einerseits ein positiver Punkt, aber andererseits ragen keine besonderen Highlights heraus. Die Grooves wurden überwiegend von RedFed und SVB aka Raggtime produziert, die aber ähnlich wie die Gesänge bzw. Raps nichts wirklich Besonderes sind. Inhaltlich geht es um warme Gefühle gegenüber dem anderen Geschlecht („Drachentöterin Pt. I & II“), schwungvollen Partyhymnen („Jubilee“) und oberflächliche Die-Welt-ist-so-toll Songs („Rainbow). Hier wird also nicht wirklich in die Tiefe gegangen und im Endeffekt ragt hier auch, wie schon erwähnt, nichts raus. Dennoch klingt das Endprodukt ganz stimmig.
Im Endeffekt kann man halt nur sagen, dass die Orientierung an Bands wie The Roots oder ATCQ nicht nur musikalisch, sondern vielleicht auch inhaltlich passend gewesen wäre. Mehr als oberflächliche Kratzer geben hier die Reime nicht her und die Produktionen schwingen auch nur irgendwo im durchschnittlichen Fahrwasser. Hängen bleibt hier leider kaum was, allerhöchstens mal eine Melodie, weil man sich die Platte mehrmals angehört hat, um vielleicht doch einen potentiellen Hit zu entdecken. Gehobener Durchschnitt.
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