 Franky Kubrick - Dramaking: Tagebuch Eines Träumers
|
|
08.04.2008 23:59 |
     |
Predator [m]
Cagri Ürkmez
   

Dabei seit: 13.03.2004
Beiträge: 9.404
Herkunft: Bad Zwischenahn
Fav. Artist: Taktloss, Tech N9ne, Kano, Slug, Canibus, Wiley, Necro
Fav. Crew: Non Phixion, Beatfabrik, ICP, Atmosphere
Fav. Producer: Necro, Madlib, MF Doom, RJD2, El-P, Snowgoons, Ant, Stoupe
Fav. CD: Non Phixion - The Future is Now
|
Cover:

Release-Date:
18. April 2008
Label:
Optik Records
Single:
Was sie hör'n wollen
Wertung: (4.5 Mics von 5)
    
Tracklist:
01. Wenn ich geh
02. Dramaking - (feat. Moe Mitchell)
03. Was sie hör'n wollen
04. Im Herz - (feat. Xavier Naidoo)
05. Alles - (feat. Joce 'n' Reza)
06. Keiner Weiß - (feat. DamDam)
07. Press Rewind
08. Wo ich herkomm - (feat. Fetsum)
09. Meine Melodie
10. Nie wieder weg - (feat. Olli Banjo)
11. Strassenhit
12. Was Mann braucht - (feat. Jonesmann & Nanalee Vaonger)
13. Eine Chance - (feat. Hila)
14. Block zu Block - (feat. Amaris)
15. Unsterblich
Review:
Der gebürtige Sauerländer, der seit der Jahrtausendwende in Stuttgart verweilt, konnte schon 2004 mit seinem Debüt Album „Rücken zur Wand“ die meisten Heads überzeugen. Mit abwechslungsreichen Styles und Konzepten wusste das Album zu gefallen, verkaufte sich jedoch, im Gegensatz zur Qualität, eher schlecht als recht. Dies war wohl auch der Grund von Four Music den jungen Frank Werner, wie Franky Kubrick aka Karibik Frank gebürtig heißt, zu droppen. Sein frischer Style fand aber schon in kurzer Zeit weiteren Anklang und Optik Records durfte den sympathischen Stuttgarter in ihren Kader aufnehmen, sowie das Mixtape „Mein Moneyfest“ veröffentlichten. Selbstredend hoffte man schon auf ein richtiges Album und erst kürzlich wurde bekannt gegeben, dass „Dramaking – Tagebuch eines Träumers“ mit dem 18. April 2008 einen offiziellen VÖ-Termin gefunden hat. Kurze Zeit später gab es dann auch das Pre-Listening, worüber ich nun berichten möchte.
Mit der rhymtisch souligen Nummer „Wenn ich geh“ wird „Dramaking“ eröffnet und die Produktion von Sancho geht gemeinsam mit Franky Kubricks ziemlich gut ins Ohr. Besonders die reifen Texte, die viel Raum für Selbstreflektion und Lebensinhalt zulassen, können schon im ersten Song Akzente setzen. Dies setzt sich auch im weiteren Verlauf der Scheibe fort und so setzt sich Franky im bereits bekannten vorab Song „Was sie hör'n wollen“ mit dem Thema Gewalt im Hip Hop auseinander. Gewalttätig geht es auch in der Rückwärtsgeschichte „Press Rewind“ zu, in der Franky einen Überfall erzählt – per Rewind, sprich vom Ende bis zum Anfang. Natürlich gibt es auch weitere Geschichten, diese sind aber nicht fiktiv, sondern aus dem realen Leben. So widmet Franky gemeinsam mit Xavier Naidoo den Song „Im Herz“ seinem Sohn Quentin und berichtet in „Keiner Weiß“ über Ausreißer-Mädchen mit einer prächtig gefühlvollen Dam Dam in der Hook. Das beste Gesangsfeature liefert aber Amaris in „Block zu Block“ ab, das sich der heimischen Ortschaft widmet. Klingt nach viel Gesang – ist es auch und dies ist auch gut so, denn Franky Kubrick besitzt die Eigenart sinnierte Gesänge mit seinem Rap zu einem sehr guten Ergebnis zu verbinden. Auch wenn der Gesang von Moe Mitchell auf „Dramaking“ nervt, ist der Drang Franky zu hören stärker und somit auch der Gedanke die Skip-Taste zu bewegen, schnell wieder zu den Akten gelegt. Aber Frank Werner wäre nicht Franky Kubrick, wenn er nicht stilisierte Abwechslung auf „Dramaking“ konzipiert hätte. So glänzt der Chrom, wenn Franky den „Straßenhit“ bringt und mit Olli Banjo „Nie wieder weg“ will – „Ich kenn das Game, die meisten Affen machen sich nach, Frank ist ein Phänomen - wie Asiatinnen mit Arsch“.
Selbstverständlich werden nicht nur Konzepte ausgewechselt, sondern auch die Flows, die Franky Kubrick hier gekonnt über die Cuts jagt. Spätestens mit Jonesmann und Nanalee Vaon geht es ums Eingemachte, denn wenn Frank der Ladylover auspackt, weiß man direkt, „Was Mann braucht“. Am meisten überzeugt und berührt hat mich jedoch der letzte Song „Unsterblich“, der mit einer bewegenden Atmosphäre auffährt und all jene Musiker ehrt, mit denen Frank etwas verbindet. Diesbezüglich muss auch gesagt werden, dass Franky Kubrick es unheimlich gut beherrscht dem Hörer unter die Haut zu gehen und regelmäßig Gänsehaut zu bewirken.
Schon die angespielten Song-Konzepte garantieren abwechslungsreiche Anspielstationen, die mit adäquaten Instrumentalen aufgestockt werden. Namhafte Produzenten wie Sancho, m3 & Noyd, Shuko, Crada, die Beatgees, Djorkaeff, Bugi von Gambit und Lex Barkey lassen indes auch kaum Zweifel an der Produktion aufkommen. Daher kann man die Reihe der verwendeten Instrumente und Effekte auch kaum an einer Hand abzählen. Synthies mit Percussions gibt’s auf „Was sie hören wollen“, Klavier, Claps und Bass werden passend zu einem Paket auf „Im Herz“ geschnürt und heiße Samples auf „Was Mann braucht“ verwendet. Rückblickend gibt es homogenen Sound, der besonders auf Klavier und Synthies basiert.
Letztendlich wird die Entwicklung einer reifenden Persönlichkeit serviert, die wirklich harmonisch und abgerundet wirkt. Wer nach „Rücken zur Wand“ auf lustige Songs gehofft hat, der wird hier leider enttäuscht, denn Franky Kubrick nimmt sich und „Dramaking“ ziemlich ernst, wenn man die Dichte der persönlichen Einblicke einbezieht. Glücklicherweise gibt es auch kaum bzw. keine Ausfälle, die nicht ins soundtechnische Bild passen und somit den Genuss dieser Scheibe mindern. Insgesamt ein sehr gutes Werk, welches uns aus dem Hause Optik Records erreicht und definitiv ein Highlight im Jahre 2008.
|
|
|
|
09.04.2008 09:39 |
     |
Asghan [m]
Parttime-Pimp


Dabei seit: 18.04.2006
Beiträge: 200
Fav. Artist: Kool Savas, Franky Kurbrick
Fav. Producer: Jinx
Fav. CD: Verbrannte Erde
|
Sehr schöne Review Cagri...
Bewertung geht klar, obwohl ich schon 5 Mics gegeben hätte...
|
|
|
09.04.2008 18:38 |
     |
Free
HHJ Team
   

Dabei seit: 13.03.2004
Beiträge: 15.790
|
|
|
17.04.2008 20:37 |
     |
LaRon
HHJ Team
   

Dabei seit: 10.11.2006
Beiträge: 5.992
|
außer strassenhit und was mann braucht, fand ich alles ziemlich gut und ansprechend, bisher das beste deutsche album aus 08, geb auch 4.5 mics.
|
|
|
|
17.04.2008 21:30 |
     |
DrRino [m]
HHJ L-Dawg
Dabei seit: 04.01.2007
Beiträge: 1.174
Herkunft: Dessau-City
Fav. Artist: Rockstah, Olson Rough, Die Orsons, Olli Banjo, Jonesmann,...
Fav. Producer: Phatal-Beatz, GeeFuturistic, ...
|
hehe is ne wirklisch rischtrig gute platte geworden aba würde dennoch lediglich 4 mics geben^^
|
|
|
03.05.2008 23:13 |
     |
ILL [m]
HHJ G.O.D
   

Dabei seit: 17.03.2006
Beiträge: 9.991
|
3 ausreißer hab ich gezählt...4 mics
|
Status: Soldati
Name:Der Soldat.
Einlasskriterien der HHJ-MAFIA:
Du musst dein Penis vom Zug überfahren lassen,
wenn der Zug entgleist bist du drin! |
|
|
|