 RAF 3.0 - RAF 3.0
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01.03.2012 21:29 |
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Keci [m]
HHJ Admin
    

Dabei seit: 11.02.2004
Beiträge: 48.348
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Cover:

Release-Date:
24. Februar 2012
Label:
Irievibrations Records | Groove Attack
Single:
Roboter
Fallen - (feat. Nazar)
Wie Kannst Du Nur
Bestellen:
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iTunes (M4A / Deluxe Edition inkl. Instrumentals)
Wertung: (5 Mics von 5)
    
Tracklist:
01. Intro (Das Dritte Auge)
02. Roboter
03. Registriert
04. Fallen - (feat. Nazar)
05. Sklave
06. Lach Für Mein Twitta
07. Nichts Verletzt So
08. In Meiner Zone
09. Wie Kannst Du Nur
10. Playmobil - (feat. Marteria)
11. Luxus - (feat. Konshens)
12. Crown Club
13. Nicht Mit Uns - (feat. Sizzla)
14. Dumm & Glücklich
15. Tumor
Review:
Was zu Anfang an einigen Stellen etwas skeptisch betrachtet wurde, hat sich nach den ersten Hörproben schnell etablieren können und sich selbst für eingefleischte RAF Camora Fans zu einem frühen Höhepunkt des Jahres 2012 entwickelt. Die Rede ist von "RAF 3.0" - dem Alter Ego von RAF Camora, mit dem er sich musikalisch sowie textlich neu positionieren will, in dem er seine altbekannten Rap-Skills auf unheimlich eingängige Hooks, einen Mix aus Rap und Gesang sowie auf ein futuristisches Soundbild treffen lässt, welches aus Einflüssen wie Reggae, Dubstep und Dirty South Elementen besteht.
Dabei merkt man sehr schnell, dass in "RAF 3.0" weitaus mehr Zeit, Kraft und Energie steckt, als es bei bisherigen RAF Camora Releases der Fall war. Allein schon die instrumentale Grundlage, die RAF gemeinsam mit KD-Supier geschaffen hat, entpuppt sich als gewaltiges Feuerwerk, während die Texte auf Grund von RAFs polarisierender Vortragsweise gekonnt in Szene gesetzt werden können und vor allem die Hooks gar nicht mehr aus dem Ohr gehen wollen. Dabei zieht sich inhaltlich neben gesellschaftskritischen Songs wie "Crown Club" oder "Nicht Mit Uns" in erster Linie ein ganz bestimmtes Thema durch das Album: das digitale Zeitalter. So wird auf dem steilen Opener "Roboter" sowie auf "In Meiner Zone", worauf RAF sogar mit überraschend hohen Gesangstönen überzeugen kann, von dem Online-Wahn und der "Generation Traumlos" gesprochen, während das antreibende "Registriert" von totalitärer Überwachung handelt und "Lach Für Mein Twitta" von dem Schein und dem aufgesetzten Lächeln erzählt, welche man als Künstler auf Online Medien wie Twitter vorgeben muss - inklusive krasser Dubstep-Elementen in der Hook. Man bekommt jedoch (glücklicherweise) keine Zeigefinger-Berichterstattung zu hören, sondern Songs, die in unterhaltsame Konzepte verpackt werden. Auf "Playmobil" mit Marteria wird die "Plastikwelt" in Form einer unterhaltsamen Geschichte erzählt, die mit einem Playmobil-Überholmanöver auf der Autobahn voller Lego-Cops beginnt, "Crown Club" hingegen gibt einen Einblick in den höchstexklusiven Club, in dem "vulgäres Fluchen zu salopp" ist und man nie "von menschlichem Ballast umgeben" wird, während man auf "Sklave" propagiert, dass die Menschheit für immer von alltäglichen Dingen wie Markenklamotten, schönen Frauen und Flatscreens versklavt sein wird - präsentiert abermals über einen nach vorne gehenden, astreinen Dirty South Beat,
In eine musikalisch etwas andere Richtung gehen jedoch einige der persönlicheren Songs. Während "Tumor", der vermutlich stärkste Song auf dieser Platte, welcher von dem Nicht-Los-Lassen-Können eines Menschen, der dir nicht gut tut, handelt, noch klar die Dirty South Schiene dieses Albums repräsentiert, erinnern Nummern wie "Nichts Verletzt So" und "Wie Kannst Du Nur" schon deutlich stärker an die Reggae- und Dancehall-Ecke und stehen den anderen Titeln dabei in nichts nach, wenn RAF seine rhythmischen, teilweise ziemlich rapide vorgetragenen Gesänge über Liebe und Herzschmerz zur Schau stellt. Selbst Gastauftritte von der Reggae/Dancehall Legende Sizzla sowie von Konshens steuern dabei nicht unbedingt etwas bei, womit RAF nicht schon selbst dienen kann.
Denn man spürt und fühlt ganz einfach, dass RAF ein Vollblutmusiker ist und uns hier nicht weniger bietet als das Beste, was für ihn zum aktuellen Zeitpunkt möglich ist. Selbst wenn er sich auf "Dumm & Glücklich" nach einem unbeschwerten Leben sehnt, beantwortet er selbst, dass das nicht seine Bestimmung sei:
"Oh nein, ich kann nicht / Wenn ich seh', wie sie leben, werd' ich panisch / Viel zu viel hab' ich mir vorgenommen / Ich muss leiden, um nach vor'n zu kommen / Oh nein, ich kann nicht / Wenn ich meinen Traum nicht erfülle, werd' ich panisch / Bei mir reicht nicht, darüber zu reden / Ich muss leiden um zu überleben."
Ganz gleich wie sehr RAF Camora aka RAF 3.0 für dieses Album leiden musste - das Ergebnis kann sich mehr als nur sehen lassen. Falls es sein Traum war, mit diesem Projekt ein Album ohne Ausfälle zu liefern, welches einen Hit nach dem anderen parat hält und den musikalischen Status Quo in der deutschen Rap-Szene auf eine komplett neue Ebene katapultiert - ja, dann hat RAF in diesem Fall seinen Traum erfüllt.
Anspieltipps:
Sklave
Lach Für Mein Twitta
Nichts Verletzt So
Playmobil - (feat. Marteria)
Tumor
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01.03.2012 21:54 |
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Steve Anorizz [m]
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Dabei seit: 07.03.2009
Beiträge: 502
Herkunft: Salzburg
Fav. Artist: Tua, F.R., Weekend
Fav. Crew: Die Orsons
Fav. Producer: Whizz Vienna, Peet
Fav. CD: Stille (Tua)
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Also wehe das ist jetzt nicht eine 100-fache Steigerung, das hat mich jetzt überzeugt es mir anzuhören!
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Mein Leben, mein Job,
meine Pflichten, kein Bock,
meine Welt, kein Gott,
mein Blog! |
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02.03.2012 14:15 |
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LaRon
HHJ Team
   

Dabei seit: 10.11.2006
Beiträge: 5.992
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Für 5 Mics sind mir die Lyrics nicht ausgefallen und komplex genug, aber 4 wenn nicht sogar 4,5 Mics würde ich durchaus vertreten.
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02.03.2012 18:42 |
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Predator [m]
Cagri Ürkmez
   

Dabei seit: 13.03.2004
Beiträge: 9.404
Herkunft: Bad Zwischenahn
Fav. Artist: Taktloss, Tech N9ne, Kano, Slug, Canibus, Wiley, Necro
Fav. Crew: Non Phixion, Beatfabrik, ICP, Atmosphere
Fav. Producer: Necro, Madlib, MF Doom, RJD2, El-P, Snowgoons, Ant, Stoupe
Fav. CD: Non Phixion - The Future is Now
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| Zitat: |
Original von boogie
Mir hat ein kurzes Reinhören genügt, Langeweile pur der Typ. Geht gar nicht... |
Unterschreib ich mal für das Album so.
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05.03.2012 17:21 |
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Keci [m]
HHJ Admin
    

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05.03.2012 18:51 |
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pokusa
Wannabe
 

Dabei seit: 23.01.2012
Beiträge: 25
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Wow 5 Punkte...kann ich aber irgendwie nicht wirklich nachvollziehen. Mir gefallen da seine Sachen unter dem Namen RAF Camora besser.
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07.03.2012 21:10 |
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Mr. BH [m]
HHJ Team
   

Dabei seit: 27.12.2008
Beiträge: 1.384
Fav. Artist: Kendrick Lamar, Scarface, Devin, Trae
Fav. Crew: CunninLynguists, UGK, Geto Boys, Mojoe
Fav. Producer: G-Man Stan, Kno, N.O. Joe, Incise
Fav. CD: CunninLynguists - APOS, Geto Boys - Resurrection
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Ich bin nicht der allergrößte Fan von dem 3.0.-Stil, muss ich sagen. Der Gesangsstil mag zwar auf seine ganz eigene Art für viele sehr feierlich sein, für mich wirkts an manchen Stellen aber einfach nur dilettantisch. Das Projekt mag also sehr durchdacht, eingängig und gut ausproduziert sein, ich hab meine Hand voll Hits gefunden, mehr aber auch nicht.
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04.05.2012 17:19 |
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Keci [m]
HHJ Admin
    

Dabei seit: 11.02.2004
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