LaRon
HHJ Team
   

Dabei seit: 10.11.2006
Beiträge: 5.993
|
Cover:

Release-Date:
1. Mai 2012
Label:
Grand Hustle | Atlantic Records | Warner Music
Single:
Strange Clouds - (feat. Lil Wayne)
So Good
Bestellen:
Amazon.de (CD)
Amazon.de (MP3)
iTunes
Wertung: (3 Mics von 5)
  
Tracklist:
01. Bombs Away - (feat. Morgan Freeman)
02. Ray Bands
03. So Hard To Breathe
04. Both Of Us - (feat. Taylor Swift)
05. Strange Clouds - (feat. Lil Wayne)
06. So Good
07. Play For Keeps
08. Arena - (feat. Chris Brown & T.I.)
09. Out Of My Mind - (feat. Nicki Minaj)
10. Never Let You Go - (feat. Ryan Tedder)
11. Chandelier - (feat. Lauriana Mae)
12. Circles
13. Just A Sign - (feat. Playboy Tre)
14. Castles - (feat. Trey Songz)
15. Where Are You (B.o.B vs. Bobby Ray)
Review:
Bereits beim ersten Blick auf die Tracklist kann man erahnen, was das zweite Album von B.o.B für den Konsumenten bereithält. Es ist das angesagteste aus allen Welten, das die Paletten Pop, RnB und Rap zu bieten haben. Dabei wurden die Songs an den verschiedensten Orten dieses Planeten aufgenommen. Ob all diese Komponenten qualitätsfördernd waren gilt es zu klären.
“Strange Clouds” bietet dem Hörer einen frischen Mix aus Pop und Rap an, welcher mit teils außergewöhnlichen Gästen wie beispielsweise Taylor Swift („Both Of Us“) oder Morgan Freeman („Bombs Away“) garniert wurde, der stets als radiotauglich durchgeht und an manchen Stellen durchaus einen gewichtigen Ohrwurm-Faktor besitzt. Die oftmals synthetisch angereicherten Instrumentals sind immer mit einer Brise Experimentierfreudigkeit versehen, doch nicht immer wirkt sich diese Konstellation positiv auf das Schaffen aus. Dabei hat man dem Titeltrack „Strange Clouds“ nicht nur den krächzenden Lil Wayne eingepflanzt, sondern auch unübersehbare Dubstep-Elemente. Pompöser gestaltet sich hingegen das Klangbild von „Play For Keeps“, welches die Komponente Rap erheblich in den Vordergrund stellt und sich durchaus zu den Aushängeschildern gesellen darf, „Out Of My Mind“ bietet wiederum das größte Konfliktpotential. Raptechnisch sicherlich interessant was man hier anbietet, die musikalische Untermalung hingegen wird zur Geschmackssache, mal ganz davon abgesehen, dass auch Nicki Minaj hier ihren Beitrag leistet.
Neben Weltreisen mit der Traumfrau („So Good“) präsentiert man auch stark metaphorisch ausgeprägte Tracks („So Hard To Breathe“), die vor allem stimmungsmäßig ein auf und ab sehr gelungen und unterhaltsam interpretieren. Reine Pop-Tunes wie „Never Let You Go“ mit Ryan Tedder oder „Chandelier“ mit Lauriana Mae, finden hier ebenso ihren Platz wie Label-Boss und Chef T.I., welcher zusammen mit Chris Brown auf „Arena“ höchstens für einen Füller sorgt, oder der langjährige Weggefährte Playboy Tre bei „Just A Sign“, einem Song, welcher ebenfalls total uncharismatisch und profillos agiert. Stellenweise fährt man einfach zu kitschig, doch andererseits bietet man hier und da sehr gute Ansätze an, in ein wirklich harmonisches Gleichgewicht konnte man es jedoch nicht rücken. Zu glattgeschliffen fällt „Strange Clouds“ aus, wo man kantige Songs fast gänzlich vermisst. Diese Tatsachen sind einerseits traurig, andererseits konnte man diese fast schon prognostizieren.
Es verwundert mit Sicherheit niemanden, dass „Strange Clouds“ ein kommerzieller Erfolg wurde, qualitativ reiht sich dieses Werk jedoch deutlich hinter dem Debüt ein. Die Pop-Komponente übernimmt doch sehr stark die Vorherrschaft, wie das nächste Projekt, die geplante Rock-Platte, ausfallen wird, steht in den Sternen, könnte jedoch in Kombination mit wieder stärker vertretenen Rap-Parts interessant werden. Dass er es kann, hat er in der Vergangenheit bereits mehrfach bewiesen, „Strange Clouds“ hingegen wird nicht jedem unzählige Stunden Spaß bereiten.
Anspieltipps:
So Hard To Breathe
Strange Clouds – (feat. Lil Wayne)
Play For Keeps
|
|
|