Predator [m]
Cagri Ürkmez
   

Dabei seit: 13.03.2004
Beiträge: 8.405
Herkunft: Bad Zwischenahn
Fav. Artist: Taktloss, Tech N9ne, Kano, Slug, Canibus, Wiley, Necro
Fav. Crew: Non Phixion, Beatfabrik, ICP, Atmosphere
Fav. Producer: Necro, Madlib, MF Doom, RJD2, El-P, Snowgoons, Ant, Stoupe
Fav. CD: Non Phixion - The Future is Now
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Cover:

Release-Date:
7. November 2008
Label:
Rubin Music / Flavamatic / Rough Trade
Wertung: (3.5 Mics von 5)
   
Tracklist:
01. Soul
02. N.A.Z.Z. - (feat. Sinuhe)
03. Wenn Ich Seh
04. Irgendwie Absurd
05. Nix Is'
06. Ruhe Vor Dem Sturm - (feat. Lou)
07. Feuer & Eis - (feat. Donato)
08. Zu Laut
09. Wann Ist Endlich Wieder Sommer
10. Monologe
11. Renn!
12. Sweet Day
13. Ich bin - (feat. DJ Crates)
14. Bis Zum Ende - (feat. Daez & Tide)
15. Punschleim - (feat. B.E.)
16. Ich Fühl
17. Die Anderen
18. Ich mach die Augen zu
19. Und Dann Seh Ich Dich - (feat. Soundbwoy Boogie)
20. Fick drauf - (feat. Tide)
21. Weil Wir Leben
Review:
„Soul“ ist das Solo-Debüt von Female MC Nazz, die schon mit ihrem Partner Tide das Mixtape „Rubin“ veröffentlichte, das von Kritikern recht positiv angenommen wurde. Auf 21 Songs präsentiert sich die Siegenerin, die mit selbstbewusster Haltung an ihr Werk herangeht und zweifelsfrei mit dem Klischee, dass Frauen nur Scheiße rappen können, aufräumt.
„Soul“ ist die Offenbarung der Seele, die uns Nazz hier auf ihrem Album vorlegt. Es sind persönliche Aspekte, wie sie beispielsweise der Welt entgegentritt und Erfahrungen, die sie im Leben gesammelt hat. Weitere Geschichten, die das Schicksal vieler Menschen zusammenführt und wieder voneinander trennt. So ist es „Irgendwie Absurd“ und zeitgleich spannend mitzuverfolgen wie Beziehungen zwischen Menschen Fäden ziehen können, die zuvor kaum ersichtlich schienen. Stets mit Piano, Streicher und (Voice-)Samples unterstützt, wirken die Aussagen und Ansichten von Nazz noch eindringlicher und ausdrucksvoller als sie es ohnehin schon sind. Aber nicht nur persönliche und tiefgängige Konzepte werden auf dem Album bearbeitet, sondern auch mal „Punschleim“ und vergleichsbetonte Songs, die die Skills von Nazz auf den Prüfstand stellen. Immerhin ist dies eine gute Abwechslung zu den oftmals gefühlbetonten Songs, die den größten Teil des Albums ausmachen und vielleicht auch Einiges wiederholen, was zuvor schon einmal von einem anderen Künstler durchgekaut wurde. Dies ist vielleicht auch der größte Schwachpunkt, da hier kaum Innovationen entstehen und sich mit bisher Bekanntem zufrieden gegeben wird.
Mit stets überdurchschnittlich bis gutem Flow überzeugt die Dame aus Siegen ebenfalls in technischer Hinsicht und hantiert recht mühelos mit Doppelreimen, die sie sinnvoll verpackt und in ihre Konzepte einbaut. Ähnlich wie Franky Kubrick weiß auch Nazz ihr Kind in ihre musikalischen Werke einzubinden und lässt den Zögling auf „Ich Fühl“ ein paar Zeilen mitsingen. Dies bezeugt eben auch den Spaß, den Nazz mit der Musik hat und die Gefühle, die sie preisgibt, gewinnen dadurch einiges an Authentizität.
„Soul“ ist ein würdiges Debüt-Album für Nazz, da sie stets zu ihren Gefühlen steht, ihre Erfahrungen in ihr Werk einbindet und den Hörer mit an ihrem Leben teilnehmen lässt. Gepaart mit guter Technik und adäquaten Instrumentalen ergibt dies - selbstverständlich werden die kritischen Momente berücksichtigt, trotzdessen ein gut gelungenes Album.
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