LaRon
HHJ Team
   

Dabei seit: 10.11.2006
Beiträge: 5.995
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Cover:

Release-Date:
11. November 2011
Label:
Free Download
Single:
Purple Drugs
Bestellen:
Download
Wertung: (3.5 Mics von 5)
   
Tracklist:
01. Intro
02. I’m Falling
03. Criminal Mind
04. Num8ers
05. Downtown
06. Dreamer
07. Lonely Night
08. Losing My Religion
09. The Key
10. Purple Drugs
11. Time Alone
12. Go To Sleep
Review:
Mit „The Revolution“ ging Belly im Jahr 2007 in Kanada Gold. Es folgte der Gewinn des Juno Awards sowie Kollaborationen mit Snoop Dogg, Kurupt und weiteren Künstlern. Doch mit außergewöhnlicher, qualitativer Musik von höchstem Maße bestach Belly nicht. Bislang ist er meistens für die Glorifizierung des Gangster-Lifestyles in Erscheinung getreten und zeigte sich als treuer Gefährte musikalisch angesagter Trends, doch diesmal springt man auf einen ganz anderen Zug auf.
Dank des hervorragenden Samplings stellt Belly persönliche Bestleistungen auf und weiß zu begeistern. „The Greatest Dream I Never Had“ lebt von diesen liebevollen Aufbereitungen und seiner Atmosphäre. Schwere, kräftige Drums geben den Takt neben den geflippten Samples vor und führen den Mann aus Ottawa durch seine Welt. Endlich bringt der Herr mehr handfestes auf den Tisch und traut sich auch mal die schwache Seite zu zeigen. So wagt man sich an „Wilhelm’s Scream“ von James Blake bei „I’m Falling“ ran oder in Begleitung von Streichern nach „Downtown“. Belly flüchtet mehrmals in den Drogensumpf um den schier unerreichbaren Träumen nah zu kommen und um Abstand zur Realität zu gewinnen. Einer von mehreren Fehlern, die man sich im Laufe des Traums eingesteht, doch alles vergessen zu machen ist leichter gesagt als getan. Oftmals wirkt Belly von Liebe angewidert („Criminal Minds“) und sieht die einzige Lösung im Konsum der genialen „Purple Drugs“. Die einsamen Nächte und diese Begierde, die in den eigenen Gedanken so stark nach außen drängt, zerren enorm an den Kräften („Lonely Nights“), doch in Kombination mit ruhigen Beats, die im gedrosselten Tempo laufen und minimal verzerrt wirken („The Key“), haut dies astrein hin und kommt ineinander sehr stimmig daher. Ein nicht unbedeutender Anteil an der Klasse der Scheibe gebührt den hervorragenden Kompositionen von DannyBoy Styles, DaHeala und The Weeknd, welche zu jeder Zeit verstanden, Belly gelungen in Szene zu setzen.
Das Fazit fällt durchwegs positiv aus. „The Greatest Dream I Never Had“ fällt sehr stimmig aus, dessen Atmosphäre die Grundidee sehr gut aufnimmt und die lyrischen Taten des Kanadiers an die Spitze treibt. Es ist jedenfalls erfreulich zu sehen, dass Belly auch einmal eine eigene Soundnische schaffen kann und entgegen dem Strom der breiten Masse schwimmt. Ein Free-Download, welchem man gerne mal eine Chance geben darf und vermeintlich das beste Werk Belly’s symbolisiert!
Anspieltipps:
I’m Falling
Downtown
Purple Drugs
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